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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.02.1914
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1914-02-06
- Erscheinungsdatum
- 06.02.1914
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- Deutsch
- Sammlungen
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7-^ Nr. 30. »»Lrjchcint werktäglich. Für Mitglieder des DörjsnvereinS »» Die ganze Seite umsapt 360 viergejpalt. Psiitzcilen, die Zeile »» ; ist der Bezugspreis in> Mitgliedsbeitrag eingejchlosjen,»» oder deren Daum kostet 30 Ps. Dci eigenen Anzeigen zahlen !» ^weitere Exemplare zum eigenen Gebrauch kosten >s 30Mark»! Mitglieder für die Zeile 10 Hs., für >/, 6. 32 M. statt 3ö M-. !! i »jährlich frei Geschäftsstelle oder 3b Mark beiHostüberweijung »» sür6. N M. statt 18 M. Stellengesuchs werden mit 10 "Pf. pro ü »innerhalb des Deutschen Deiches. Ni-ytmitglieder im»» Zeile berechnet. — Zn dem illustrierten Teil: sur Mitglieder ;; l! Deutschen Deiche zahlen für jedes Exemplar 30 Mark bez.!! des Dörsenvereins die viergespaltene Detitzeile oder deren »» i»36 Mark jährlich. Nach dem Ausland erfolgt Lieferung !! Dänin 15 Ps-,'/, 6.13-50 M-, 28 M., >/, S. 50 M-; sür Nicht-!» Irüber Leipzig oder durch Kreuzband, an Nichtmitgliedsr in »j Mitglieder 40 Pf-, 32 M., S0 M.. 100 2N. — Beilagen werden »» I;diejem Falle gegen 5 Mark Zuschlag sür jedes Exemplar. Zj nicht angenommen. —Beiderseitiger Erfüllungsort ist Leipzig !» Leipzig, Freitag den ü. Februar 1914. 81. Jahrgang. Redaktioneller Teil. Aus dem niederländischen Buchhandel. i. Bibliotheken und Lesehallen. — Buchkunst. — Tarifvertrag im Bnch- druckgewerbe. — Schriftstellerehrungen. — Zum Tode Waling Dykstras. Seit Jahren bestand in Amsterdam ein Verein zur Ein richtung einer öffentlichen Lesehalle, und ebenfalls vor Jahren hatte der Stadtrat prinzipiell beschlossen, Hilfe zu leisten, ohne zu einer Verwirklichung seiner Absichten zu gelangen. Endlich machte sich für die Verwaltung der städtischen Gasanstalten ein Umzug nötig, und nun wurde das frei gewordene, sehr geräumige Haus dem Verein zur Verfügung gestellt, so daß wenigstens die Platzfrage, die noch unentschieden war, gelöst wurde. In einer der letzten Ratssitzungen des vorigen Jahres wurde ein Betrag von G. 71170.— zugestanden, um das Hans zweckentsprechend umzubauen. Der Vorstand des Vereins hat nun ein Rundschreiben erlassen, in dem von den Bürgern Gelder sowohl für die erste Einrichtung, als für die jährlichen Ausgaben erbeten werden. Der Betrag für die erste Einrichtung wird auf G. 50 000.—, der jährliche Bedarf auf G. 40 000.— geschätzt. Die Universitätsbibliothek zu Amsterdam empfing von der Witwe des Ex-Minisiers und berühmten Sozialökonomen vr. jur. N. G. Pierson, Verfassers des angesehenen I^esrboelr äer 8taatllui8bouälrunä6 (Erven F. Bohn, Haarlem), mit einer Marmorbüste die ganze wissenschaftliche Bibliothek ihres Gatten als Geschenk. Außer dieser Schenkung und der von mir neulich erwähnten Bibliothek des Prof. Quack wurde die Bibliothek noch bereichert aus der Nachlassenschaft des vr. jur. I. A. Sillem, eines Amsterdamer Patriziers aus an gesehenem Geschlecht, der sich besonders für Geschichte inter essierte und auch schriftstellerisch auf diesem Gebiete tätig gewesen ist. Die Kgl. Bibliothek im Haag, die seit 1910 die nieder ländische Zeitschriften-Literatur auf Zetteln bibliographisch verarbeitete, wird mit dem neuen Jahre anfangen, diese Biblio graphie unter Erweiterung des Materials monatlich in Buch form zu einem sehr billigen Preise erscheinen zu lassen, der nur die Portokosten deckt. Monatlich werden etwa 4 Bogen mit ungefähr 500 Titeln erscheinen. Jedes Heft wird ein Autor- und Sachregister enthalten, die dann am Ende des Jahres in eins verarbeitet werden sollen. Es soll auch eine ein seitig bedruckte Ausgabe unter dem Titel »Repertorium op äs ^säsrlauässll tijäsollriktsn« erscheinen. Im Naanäblaä voor Livliotlleeirzveren behandelt Ivan Dpk die Frage des Bücherdiebstahls aus Bibliotheken und die Mittel zu deren Verhütung. Als bestes Mittel dagegen schlägt er vor, daß alle öffentlichen Bibliotheken ihre Bücher ans dieselbe Art und an derselben Stelle abstempcln sollen, so daß Antiquare, denen die gestohlenen Bücher angeboten würden, sofort Nachsehen können, ob sie es mit gestohlener Ware zu tun haben. Auch in den Niederlanden hat sich die neue Bewegung im Buchgewerbe, soweit Druck und weitere künstlerische Aus stattung in Betracht kommen, nach und nach durchgerungen, so daß wir jetzt Wohl hinter keinem Lande zurückstehen. Einen großen An teil daran hat unser Kollege C. I. A. van Dishoeck zu Bussum, der am 1. Januar 1914 das 25jährige Bestehen seiner von ihm gegründeten Firma feiern konnte. Von Anfang an hat er die altgewohnten Bahnen verlassen und seinen belletristischen Verlagsartikeln und Kinderbüchern mit feinem Geschmack ein apartes Äußere zu geben gewußt, ohne im schlechten Sinn auffallend zu werden. Er zog Künstler heran, um die Umschläge und Einbanddecken zu entwerfen und dem mehr als früher künstlerisch gedruckten Werke ein entsprechendes Äußere zu geben. Viele unserer besten Schriftsteller in Poesie und Prosa haben ihm ihre Werke zur Veröffentlichung über geben. Besonders verdient hat er sich auch im nationalen Sinne durch die Herausgabe vieler Werke der belgischen Schriftsteller gemacht, die vlämisch schreiben, und die im flandernschen Teil Belgiens, wo der Buchhandel überhaupt nicht viel bedeutet, nur schwer einen Verleger fanden. Er hat ihre Werke in guter Ausstattung verlegt und vielen davon, sowohl hier als auch in Belgien, zur Popularität verholfen. Seine vlämischen Autoren haben ihm denn auch bei dieser Gelegenheit eine auf Pergament gedruckte und bei Buschmann in Antwerpen geschmackvoll gebundene Huldigungsadresse überreicht. Zum Schluß will ich noch ein Hauptwerk seines Verlages namentlich erwähnen: das vieäerboelr van Vroot-IVeäerianä, verramelä äoor 1?. R. Oosrs kVn (bis jetzt 4 Bände), enthaltend etwa 300 alte und neuere niederlän dische Volkslieder mit Musik. Jedoch nicht nur Fachmänner haben sich auf diesem Ge biete Verdienste erworben. Gleichwie Morris in England, sind auch hier im Jahre 1910 drei Schriftsteller: I. Bloem, P. N. van Eyck und I. Greshoff, zusammengetreten, um unter der Firma »Alvsrälstel« künstlerisch ausgestattete Bücher zu verlegen. Ihr Streben war in erster Linie darauf gerichtet, selbst Hervorragendes zu leisten, an zweiter Stelle, durch ihr Vorbild dem niederländischen Buchgewerbe im allgemeinen Anregung zu geben, um nach immer Höherem zu streben, so daß die Niederlande endlich hinter dem Ausland nicht mehr zurückständen. Sie fanden in Johs. Enschede L Zonen in Haarlem einen Drucker, der verständnisvoll auf ihre Ab sichten einging, obwohl sie selbst sich die Oberaufsicht vorbehielten. Ihre ersten Veröffentlichungen waren v. R. van L^elr, V7or- 8ts1inAsn; äan van V^len, dtaar llst Aeluk; Veerts 6o88aert, Experimenten und Ulbert Verzve^, Hst eixsn rijk. — Dann traten I. Bloem und I. Greshoff aus, und P. N. van Eyck verlegte nun allein Leopold Andrian, Der Garten der Erkenntnis und A.'s Gedichte, v. IV. van v^elr, Levr^äinA, Veäiellten und Lauäelaire, Ve8 tlsurs äu mal. Darauf fand Van Eyck in dem als Schriftsteller auf dem Gebiete der Buchkunst bekannten vr. jur. I. F. van Rohen einen Genossen, mit dem er zusammen Leu abel spei van vanoeloet van vensmarlcen (mittelniederländisches Schauspiel) und Ver laine, koinanoss saus parole8 erscheinen ließ. Alle Werke sind auf echtes van Geldern-Papier oder auf einem ausländischen, ihm in Qualität gleichstehenden Papier gedruckt, das meist speziell angefertigt wurde; von einigen sind auch Exemplare auf japanischem Papier zu haben. Ich will nur von Verlaine die Preise angeben. Das Buch ist in drei Farben in einer Auflage von 130 Exemplaren auf äapon imperial gedruckt und 177
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