2756 ssrft»biau f. d. Dtichn. Buchh»nd-l. Künftig erscheinende Bücher. ^5 68, 24. März 1S14. W !>>>>!>>>>>>!>>>>>>!!!!!!!!!!!!!!!>!>>>>!>>!!!!!!>!!!!!!!!>!!!!>>>>!!!!>!>>>!!!!!!!>!!!!!!!!!!!!>!!>!»!!!!>!!!!!!!!«!!!>!«!>!!!> »Hü!!!!!!!»!!!!»!!!»!!!!!»»» U Annette von Droste-Hülsboff W W Rritische Ausgabe in sieben Banden U LNlt zahlreichen Brldb ergaben W W Herausgegeben von Bertha Badr, W M Hermann Cardauns, Rurt > W prrrthus W Der Vaud gebunden M. 5—, in Halbledcr M. 8—, Lurusausgabe auf Bür- A tcn in (6anzlederN7.24.—, beginnen soeben in meinem Verlag zu erscheinen V rot; der hohen Wertung, die man Annette von Droste-Hülshoff unbedingt zuerkennen ^^muß, hat es dennoch bisher keincAusgabe gegeben, welche die Werke der Dichterin voll- D W ständig und in einwandfreiem Terte bot. Die alte Ausgabe von Annettes verständnisvollem Freund Levin Schücking ist durchaus unvollständig und veraltet. Die große Gesamtausgabe W von Arenen hat aus religiösen und familiären Rücksichten die Texte in einer willkürlichen Form W dargcbotcn, die das Bild der Dichterin zu verschieben geeignet war. Deshalb muß es für den Freund der Dichtkunst, wie für den Litcraturforscher eine große Freude bedeuten, daß endlich nach mehrjährigen Vorbereitungen eine neue, große kritische Ausgabe der sämtlichen Werke W W Annettes von Droste-Hülshoff erscheinen kann. Dieser Ausgabe liegen zum ersten Wale samt- W liche aufstndbare (Originaltexte zugrunde, und ein knapper kritischer Apparat gibt neben kurzen W Einleitungen Rechenschaft über die dargcbo tene Form der Werke. Jeder Litcraturfreund weiß, W wie schwierig die Manuskripte der Droste wegen der winzigen Schrift, der zahlreichen Ror- > rekturen und vielfachen Fassungen zu behandeln sind. Und vor allem wurde dicHcrbcischaffung W U der Manuskripte durch äußere Hindernisse erschwert. Manche Besitzer gaben die Handschris- ten erst nach langen Verhandlungen heraus, manche verweigerten leider die Einsichtnahme. Ganz unberechtigterweise scheint immer noch die Ansicht vertreten zu sein, die völlige Rennt- W W nls aller Dokumente von Annettes Hand könne dem Ratholizismus, dem Andenken der Dich- W tcrin oder der Familie Schaden bringen. Das Bild der Dichterin, die vielfach noch für eine W -- kalte und starre Natur gehalten wird, füllt sich erst mit der Renntnis all ihrer Werke und vor W allem nach derLektüre ihrer nunmehr fast vollständig aufgefundenen Briefe mit edler Mensch- I lichkeit, mit leidenschaftlichem Fühlen und bewundernswerter Universalität des Wissens und !>