Bekanntmachung. Die Steigerung der Papier« und Druckpreise macht er dem Vorstand im Einverständnis mit dem Verlagrausschutz zur Pflicht, im Interesse der Finanzwirtschast der Verein» auf alle Jnseratfakturenbeträge vom 2. Januar 192« ab einen Teuerungszufchlag von 25"/v zu erheben- Obwohl dieser Aufschlag nicht genügt, um die Mehrkosten für die Herstellung der Börsenblätter zu decken, möchte der Vorstand zunächst nicht über diese 25°/„ Erhöhung hinausgehen. Leipzig, 24. Dezember ISIS. Der Vorstand des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. vr. Arthur Meiner. Paul Schumann. Hans Volckmar. Karl Siegismund. Otto Paetsch. Max Röder. Urheberrechtseintragsrolle. Leipzig. In der hier geführten Eintragsrolle sind heute folgende Ein träge bewirkt worden: Nr. 591. Die Firma A. Weichcrt, Verlagsbuchhandlung in Berlin, meldet an, daß die Schriftstellerin Maria Manie in Berlin, geboren am 2S. November 1847 in Leipzig, Urheberin der in ihrem Verlage unter dem Pseudonym Marie von Felseneck erschienenen, nachgenannten Werke sei: Erscheinungsjahr 1. Frühlingsstürme 1908 2. Ohne Talent 1909 3. Fräulein Studentin 1910 4. Der Weg ins Leben 1910 5. Fräulein Kobold 1911 6. Erdmutes Jugendzeit 1914 7. Dem Leben entgegen 1914 8. Landwehrmanns Einzige 1915 9. Landwehrmanns Einzige an der Schwelle des Lebens 1916 10. Landwehrmanns Einzige im Dienste des Vaterlandes 1917 11. Trotzkopfs Erlebnisse im Weltkriege 1916 12. Elfriede 1918 13. Elsrtede in der Fremde 1919 14. Trotzkopf heiratet 1919 Tag der Anmeldung: 11. November 1919. Nr. 592. Die Firma A. Weichcrt, Verlagsbuchhandlung in Berlin, meldet an, daß die Schriftstellerin Maria Manke in Berlin, geboren am 29. November 1847 in Leipzig, Urheberin! des im Jahre 1898 unter dem Pseudonym Rolf Pctersen in ihrem Verlage erschienenen Werkes Bis an den Nordpol sei. — Tag der Anmeldung: 11. November 1919. Eintr.-R. Nr. 33. Leipzig, am 2. Dezember 1919. Der Rat der Stadt Leipzig als Kurator der Eintragsrolle. lDentscher Nelchs-Anzeiger Nr. SSI vom 19. Dezember 191».> Gedanken zur Errichtung einer Zeitschriften- Vertriebs-Genoffenschaft. Von M. Holland-Stuttgart. Ich habe mich entschlossen, dieser Referat zu veröffent lichen, nicht um andere zu belehren, sondern um den Gedan ken, der infolge der ungeheuren Steigerung der Unkosten, be sonders der Botenlöhne, wie wenig andere brennend ge worden ist, zur Aussprache zu stellen und in dieser Aus sprache zu lernen und neue Anregung zu bekommen. Schon in Friedenszeiten erwies sich der Handel mit billigen Zeitschriften als wenig lohnend. Die Folge davon war, daß manche Buchhandlungen, besonders diejenigen, die nicht ohne dies einen größeren Austrägerstamm halten mußten oder be sonders günstige Verhältnisse beim Austragen hatten, den Zeit schriftenhandel einschränkten. Die unter sehr günstigen Bedin gungen konkurrierende Post einerseits und der Kolportagebuch- handcl andererseits haben da ein großes Erbe vom Buchhandel übernommen. In hiesiger Stadt lagen durch das rasche Wachs tum der Stadt, besonders an den umgebenden Bergen hinauf, und die fortwährende Entstehung entfernter, weitbebauter Vil lenquartiere die Verhältnisse besonders schwierig. Die Maschen des Bestellnetzes wurden immer weiter, die Entfernungen von einem Kundenhaus zum andern immer größer, und manchmal kam es vor, daß zwei und mehr Buchhandlungsdiencr in eine weit entfernt wohnende Familie kamen, weil diese bei verschie- denen Sortimentern auf Zeitschriften abonniert war. Seit vielen Jahren habe ich deshalb, allerdings seither vergeblich, immer wieder den Gedanken einer Vereinfachung im Zeitschristenhandel angeregt. Jetzt freilich läßt es sich nicht mehr umgehen, allen Luxus und alle vermeidbaren Umständlichkeiten im Geschäfts betrieb abzustellen, denn die Notzeit hat schon begonnen, und sie wird, soweit wir überhaupt voraussehen können, noch viel schlimmer werden, z. B. durch die unausbleibliche Verminderung der Umsätze, durch die lawinenhaft anwachsenden Spesen, ins besondere auch durch die Erhöhung der Frachten, Steuern, Ge hälter, Löhne und des Portos. Ich möchte in nachstehendem auf zwei Wege zur Verein fachung und damit zur Verbilligung de» Zeitschriftenhandels Hinweisen. 1189