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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.12.1919
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1919-12-23
- Erscheinungsdatum
- 23.12.1919
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1919
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Redaktioneller Teil. 283, 23. Dezember 1919. Uber die Gründe äußerte Direktor Hegel: In Deutschland sind ^ Einen neuen Verlag gründete canck. für. Aage Mar > skandinavische Autoren sehr bekannt und werden viel gelesen; cus (an der Bibliothek der Kunstakademie), hauptsächlich für eine dortige Filiale, die leider noch nicht besteht, wäre nur eine Kunst und Kulturgeschichte, beginnend mit Doz. Nilh. Wanschers natürliche Erweiterung. Wie mangelhast jedoch die geistige Ver- Buch über Rafsae, (in Folio, reich illustriert, mit Briefen und btndung mit den englisch sprechenden Ländern ist, wurde erst Urkunden, Federzeichnungen usw.). Er will u. a. erstmalig in während des Krieges klar. Gelehrte, deren Werke bisher deutsch dänischer Übersetzung die Hauptwerke der Welireligionen (10 erschienen, konnten mit einem großen Teil der wissenschaftlichen Bände binnen 4 Jahren, Hrsg, von vr. P. Luxen) bringen. Welt überhaupt nicht in Fühlung kommen. Gyldendal hat zwar! Eine Spezialbuch Handlung für Versand me- versucht, für solche Arbeiten englische und amerikanische Verleger zu finden, und hat auch mehrere übersetzen lassen, aber säst ganz ohne Erfolg. Darum, und um der Belletristik mehr Eingang in die Weltliteratur zu schaffen, hat er das Experiment gewagt, einen selbständigen Verlag in England zu gründen. Für 1818 konnte die Stammsirma zum erstenmal 107° Dividende ver teilen (i. V.87°>. Der Umsatz war 7 357 224 Kr. (i. V. 3,98 Will.), der Reingewinn 959 778 (t. V. 491 341) Kr., wovon als Steuer rücklage 300 000 Kr. verwendet und dem Reservefonds 419 776 Kr. zugeschlagen wurden. Die Verbindung des Sortiments mit dem Ausland war in letzter Zeit recht schwierig und eine undankbare Aufgabe; ob gleich Krieg, Zensur und Blockade nicht mehr im Wege stehen, waren doch die überall'gleichen Kriegssolgen zu beobachten: Ausstände, Teuerung und infolgedessen hohe Preisausschläge. Neben dem Ausstand im Leipziger Buchhandel war es ein lang wieriger, für Dänemarks Außenhandel sehr schädlicher Streik der Hafenarbeiter in Kopenhagen, auch an den Zollstellen, wo durch die eingetroffenen Sendungen englischer Literatur wochen lang nicht ausgeladen werden konnten. Weiter veranlaßle das rapide Sinken der deutschen Valuta immer mehr Bücherkäufer, direkt aus Deutschland vom Zwischenhandel, der sich teilweise auch in den Zeitungen dazu anbot, zu beziehen, zumal da viele deutsche Verleger einen »Auslandzuschlag« zum Ladenpreis ein« führten, der die bisherigen guten Beziehungen zum deutschen Verlagsbuchhandel zu zerstören droht. Gegen diesen Zuschlag haben inzwischen die Buchhändlervereine in ganz Skandinavien bei den deutschen Organisationen: dem Börsenverein und dem Deutschen Verlegerverein, Einspruch erhoben. Natürlich hat trotz steigender Unkosten die Kursberechnung deutscher Bücher dem Valutasturz einigermaßen folgen müssen, sodaß Mitte Oktober lt. Festsetzung des dänischen Vereins die Mark mit Kr. —.30 (unter 5.— Ladenpreis und Fachzeitschriften —.35, Zollpflich tiges —.40 bis —.45, Moden- und illustrierte Blätter, Atlanten —.50 Kr.) berechnet wurde, ab Dezember weitere 5 Ore niedriger. In den Verkehrsbedingungen hat der dänische Verlegerrat den Abschnitt über Lieserüng an Ntchtbuchhändler mit Ladengeschäft dahin abgeändert, daß ihnen Rabatt gewährt werden darf auf alle Bücher im Ladenpreis unter 1 Kr. (ausge nommen Schul« und Lehrbücher), Serienschriftcn bis 2.50 Kr., Reisehandbücher und -sprachführer, Kochbücher bis 3 Kr. das Stück. Der Sortimenter-Landesverein erreichte durch eine Eingabe an das Ministerium die Erlaubnis, trotz der Verfügung vom l. Februar 1917 gegen ungebührliche Ausnutzung der Konjunktur (die im Warenhandel in zahlreichen Fällen gerichtliches Ein schreiten nnd hohe Buße, besonders wegen Kettenhandels, mög lich gemacht hat), auch für ältere Lagerbestände die vom Ver«! leger inzwischen erhöhten Ladenpreise fordern zu dürfen. Durch die stark gestiegenen Herstellungskosten in Norwegen veranlaßt, errichtete, wie voriges Jahr Aschehoug, nun auch der alte Steenske Forlag, Kristiania, ein Zweiggeschäft in Kosten-! Hagen. Aber auch hier wurden die Buchdruckerpceise wegen ge- j stiegener Löhne ab 19. Juli um 307°, später nochmals erhöht; die Buchbinderpreise stiegen gleichfalls wieder. Gegen die über mäßig hohen, fortgesetzten Lohnsorderungen der Angestellten der graphischen Gewerbe haben sich warnende Stimmen erhoben, so der Schriftleiter des Buchhändlerblatts mit Rücksicht darauf, daß die Verlagstätigkeit dadurch unbedingt gezwungen wird, sich ein- ^ zuschränken, zum Schaden der guten Literatur, und Jul. Clausen von der Kgl. Bibliothek, der die trüben Aussichten wissenschaft licher Literatur schildert nnd als letzten Ausweg schließlich darauf hinwcist, daß mehrere deutsche Buchdruckereien an Ver leger in Stockholm schon bedeutend billigere Angebote machten. 1182 dizinischer Literatur Amerikas, Frankreichs und Eng lands errichtete (nach »Norsk Boghandlertid«) der Arzt Herman Nielsen in Aabyhöj und versandte Rundschreiben darüber an alle dänischen und norwegischen Ärzte. Einen praktischen Sonderkatalog »Billige Bücher zu Serienpreisen« gab der Sortimenter-Landesverein über die 1908 ^—1919 erschienenen diesbezüglichen ca. 800 Romane heraus; beim Verlag vergriffene sind bezeichnet. In die Fachbibliolhek gehört ferner ein nützliches Büchlein neuer Art »Bögers Brug«, ^Ausgaben und Übungen in der Anwendung von Handbüchern, von Lehrer Jörgen Banke an der Zentral bücherei Südwestjlltlands in Esbjerg, das der Verlag des Kopen- hagener Adreßbuchs (Kraks Forlag, Nygade 7) herausgab. Der selbe Verlag gab seinem diesjährigen »BlaaBog« , das zum 10. Mal erschien, ein besonderes Bändchen als Geburts tagkalender der Biographierten (und ihrer Frauen) bei, der den Absatz dieses dänischen Zeitgenossen-Lexikons gewiß noch steigern wird. Ein Wörterbuch für Bücher sammler, in schöner Druckausstattung, verfaßte Bibliothekar Svend Dahl (132 S., gebd. 7.50 Kr.; Pio). Unter den Jubiläen des letzten Halbjahrs sei zuerst ge nannt das 25jährige Bestehen der Kommissionsanstalt des Buchhändlervereins, die während dieser ganzen Zeit unter der tüchtigen Leitung von Dir. Nordentost stand. Im Jahre 1917/18 hatte sie 68 000 eigene Pakete im Gewicht von 991 000 bg zu besorgen, 125 000 Pakete an Kopenhagener Buchhändler aus zuliefern, empfing ca. 510 000 Bestellzettel und hat jetzt 377 Kommittenten, für die sie jährlich etwa 21/2 Mill. Kr. auszahlt. Übrigens mußte sie vom 1. Oktober an wieder ihre feste Gebühr um 5 (für Auswärtige um 10) Kr. vierteljährlich erhöhen. Von Firmenjubiläen sind bemerkenswert das hundertjäh rige Bestehen im Mai von C. A. Reitzel in Kopenhagen (seit Ausscheiden des Verlags nur Sortiment), das 75jährige von C. Johnsen's Boghandel in Faaborg, deren Inhaber ein Enkel des Gründers ist. Auf 25 Jahre konnte das illustrierte Familien-Wochenblatt »Hver 8. Dag« zurückblicken, dessen Gründer George C. Grön (eine Zeitlang Inh. von Rettzel's Ver lag, 1901—10 als Journalist im Auslande) heute zugleich Schriftleiter und Herausgeber ist. Seinen 25. Stiftungstag feierte im Mat der dänische Schrift st ellerverein, dessen Tätigkeit u. a. das neue dänische Urheberrecht von 1902 und der dadurch ermöglichte Anschluß Dänemarks an die Berner Konvention 1903 zu dan ken sind, und zwar feierte er es zusammen mit dem ersten Nordischen Schriftstellerkongretz, der etwa 250 Teilnehmer aus Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Estland, darunter viele von berühmtem Namen, zu Fest und Ar beit vereinigte. Bei dem Programmpunkt »Errichtung skandi navischer Bibliotheken in den nordischen Hauptstädten« begnügte man sich damit, die Volksbibliotheken aufzufordern, ihre Bestände durch nordische Literatur in den Originalsprachcn zu ergänzen. Über die Berechtigung oder Zweckmäßigkeit von Übersetzungen' aus der einen skandinavischen Sprache in eine andere waren die Meinungen sehr geteilt. Scharf dagegen erklärten sich der Professor der Literaturgeschichte Vilh. Andersen und Ellen Key. Professor Finnur Jonsson teilte mit, daß weit mehr isländische Literatur ins Deutsche übersetzt wird als in skandinavische Spra chen. Eine schließlich angenommene Erklärung besagt, daß inter skandinavische Übersetzungen noch nicht ganz aushören können; indes bittet der Kongreß zur Förderung des Lesens in der Origtnalsprache Schule und Presse um Hilfe durch erweiterten Unterricht in Sprache und Literatur der Brllderländer, Auf nahme von u n übersetzten Artikeln und mehr Bücherbesprcchun- gen aus denselben in den Tageszeitungen. — Die Honorar-
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