-L 273, 11. Dezember 1918. gerlige «Sacher. Börsenblatt s. d. Dtichn. Buchbaildrl. 13863 Das flammende Meer Roman von Werner Scheff Einen Traum der Technik hat Werner Scheff in der -Arche' gestaltet. Eine chemische Erfindung kommender Jahrzehnte nimmt er in diesem neuen Roma» vorweg, dessen Handlung sich im Europa des Völkerbundes zuträgk/ und indem er das Panorama seiner Utopie malt, dient er dem erschütterten Gedanken der Menschheit. Ein Idealist, ein junger deutscher Gelehrter, stellt in seinem Laboratorium das Aquanik her, ein Sprengmittel von äußerster Kraft der Zerstörung. Die Habgier.skrupelloser Aus beuter bemächtigt sich des Aquaniks und mißachtet bcn Willen seines Urhebers, der die Verwertung für die furchtbare Maschinerie des Krieges ausschließt. Eine Seeschlacht der Zukunft, bei der die englische und die amerikanische Flotte sich begegnen, wandelt den Ozean in Fcucrsglut. Doch sie ist nur ein Augcnblicksbild, das so rasch, wie es der Tiefe entstieg, in sich zusanuncnfällk, eine letzte, die Völker schreckende Episode. Der große Stoff des Romans ist jene Tragödie des reinen Jdealistentums, ist die soziale und wirtschaftliche Wesensart des Zeitalters, das auf das unsrigc folgen wird, und dessen Anbruch unser Geist schon ahnen kann. Wiederum hat Scheff so wie in der -Arche' eine Kunst der Spannung, die den Leser zwingt, mit seinen Problemen und mit den Menschen, denen seine Phantasie das Leben gibt, mitzugehen. G Preis ö Mark Verlag Ullstein L Co < öerlin ' "'s-:. ''' > 1788»