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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.07.1934
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1934-07-05
- Erscheinungsdatum
- 05.07.1934
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- Deutsch
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X- 154, 5. Juli 1934. Rcdaktwncllcr Teil. Börsenblatt s. d. Dtschn Buchhandel. folgern eines verstorbenen Künstlers erhebliche Schwierigkeiten be reiten würde. Der Neichsverband bildender Künstler in Berlin hat sich schon vor dem Kriege lebhaft bemüht, eine ähnliche Organisation für Deutschland ins Leben zu rufen, es ist ihm indessen nicht ge lungen, bestehende Widerstände zu überwinden. Wenn ich aus den in beiden Ländern gewonnenen Eindrücken eine Nutzanwendung ziehen soll, so ist es die, das; das kunstliebende Publikum in Deutschland weniger als je auf den Import von dort, sowohl von Originalen als Wiedergaben, angewiesen ist, weil im eigenen Lande beides ans allen Kunstrichtungen in Stücken von hohem Rang zu müßigen Preisen znr Verfügung steht. L. H. Schütz e. GehUfenprüfungen 1934. (S. zuletzt Nr. 142.) Bayern. Südbayer n. Die Prüfungen fanden in zwei Gruppen statt, und zwar am 24. März für die Berlagslehrlinge (7 weibliche und 7 männliche) und am 25. März für die Sortimentslehrlinge (7 weibliche und 1-1 männliche). Davon waren ans München sämtliche Verlagslehr linge, 15 Sortimentslehrlinge und aus der Provinz 2 weibliche und 4 männliche. Die Verlagsprüfung wurde im Verlag Kösel L Pustet, München, und die Sortimentsprüfung in der Lindaner'schen Universitätsbuch handlung abgehalten. Im Prüfungsausschuß unter Leitung des Herrn Joseph Schweiler waren folgende Herren tätig: Ernst Rein hardt, Schöpping jun., Arthur Sellier jun., Ehrenwirth (Fachgruppe Buchhandel in der TA, Abt. Verlag) und Götze (Fachgruppe Buch handel in der DA, Abt. Sortiment). Die Durchführung der Prüfung erfolgte ans Grund, der Prüfungsordnung und deren Richtlinien. Jeder Prüfling hatte ein seiner Vorbildung und dem Charakter seiner Lehrfirma angepaßtes schriftliches Prüfungsthema erhalten. Die mündliche Prüfung erfolgte in Form einer Einzelprüfung, die sich außerordentlich gut bewährt hat und einwandfrei das Können und Wissen des Prüflings ans Grund seiner Vorbildung in Schule und Berns anfwies. Es wurde stets besonders Rücksicht genommen ans die Wesensart der Lehrfirma, und versuchsweise wurde darüber hinausgegriffen. Dabei wurde sestgestellt, daß ein Großteil der Prüflinge bei den der Prüfung voransgegangenen Lehrknrsen viel gelernt hatte und so manche Lücke ansfüllen konnte. Die Beurteilung sowohl der schriftlichen als auch mündlichen Prüfung erfolgte seitens des Prüfungsausschusses ganz unabhängig voneinander. Dies ermöglichte eine gerechte und fehlerlose Beur kundung der Prüfung. Von insgesamt 37 Teilnehmern haben 12 hervorragend und 3 unter Berücksichtigung des Spezialgebietes der Firma hervorragend bestanden. Nach Beendigung der Prüfung fand im herrlich gelegenen Grün wald im Isartal eine würdige Abschlußfeier statt, die, von kamerad schaftlichem und kollegialem Geist getragen, den jungen Gehilfen den Weg zeigen sollte zu einer Zusammenarbeit von Führer und Ge folgschaft nach den Richtlinien des neuen Staates. Erfreulicherweise hat eine Anzahl Gäste ans dem Buchhandel daran teilgenommen. 6. Nordbayer n. Die Prüfung fand am 22. April in Nürnberg statt und wurde in der Buchhandlung Jakob Zeiser abgehalten. Gemeldet waren 12 Prüflinge, davon 4 weibliche und 8 männliche, 5 aus Nürnberg und 7 aus dem übrigen Noröbayern. Der Prüfungsausschuß unter Leitung des Herrn Joseph Schweyer-München setzte sich zusammen aus Herrn Schiener (Vorsitzender des Ortsvereins der Buchhändler in Nürnberg-Fürth), Herrn Th. Zeiser und Herrn Frank (Fach gruppe Buchhandel in der Deutschen Angestelltenschaft). Alle Prüf linge kamen aus dem Sortiment. Ein Bericht über den Verlauf der Prüfung wurde bereits im Börsenblatt Nr. 122 veröffentlicht. Mitteldeutschland. Die stattliche Anzahl von Prüflingen unseres Verbandes machte es notwendig, die Gehilfenprüfung an drei Sonntagen stattsinden zu lassen: am 18. März und 8. April in Frankfurt (in der Buch handlung Johannes Alt) und am 25. März in Marburg (in der Elwertschen Univ.-Bnchhandlung). Vorbereitung. Nachdem uns die Zahl und näheren Unter lagen der Prüflinge bekannt waren, stellten wir eine genügend große Anzahl von Themen für die schriftlichen Arbeiten zusammen, von 602 denen wir zwei (immer ein praktisches und ein literarisches Thema) jedem Prüfling znr Wahl stellten: schon aus dieser Wahl konnten wir gewisse Schlüsse für die spätere mündliche Prüfung ziehen. Die eingelaufenen Arbeiten wurden von uns einer strengen Kritik unterzogen, ob sie nach Inhalt, Form und Umfang den ge stellten Forderungen entsprachen. Ich bin der Meinung, daß man bei der Beurteilung der schriftlichen Arbeit, wo der Prüfling ge nügend Zeit und Hilfsmittel znr Verfügung hat, den aUerstrcngsten Maßstab in jeder Beziehung anlegen muß. Jedes Mitleid oder irgend welche andere Rücksicht ist hier falsch am Platze; an dieser Stelle muß zum ersten Male gesiebt werden, denn ich habe die Erfahrung gemacht, daß Kandidaten mit schlecht gelöster schriftlicher Prüfungs arbeit auch in der mündlichen Prüfung nicht leben und sterben konnten und den Verlauf der Prüfung nur anfhielten und hemmten. Ich möchte hier die Frage auswerfen, aber gleichzeitig auch offenlassen, ob es zweckmäßiger ist, daß jedes Mitglied der Kommission für sich allein die schriftlichen Arbeiten prüft und sich seine Notizen und Noten macht, oder ob die Arbeiten in einer gemeinsamen Sitzung dnrchge in der Bewertung gleich durchgesprochen und eventuell bereinigt wer den sollen. Beide Methoden haben etwas für sich. Wir waren in der glücklichen Lage, keinen Zögling von der mündlichen Prüfung zurück weisen zu müssen. Verlauf. Geprüft wurde in Gruppen zu je drei und vier Zöglingen, jedoch nicht mehr als zehn bis zwölf Prüflinge an einem Tage; jede Gruppe, für die wir 1>4—2 Stunden rechneten, wurde in einer etwa halbstündigen Panse unter dem noch frischen Ein druck der Leistungen bewertet, das Ergebnis selbst aber erst am Ende des Prüfungstages verkündet. Die Führung und Leitung der Prüfung hatte bei uns der Vor sitzende selbst, doch war es jedem Beisitzer unbenommen, von sich ans jederzeit selbständig Fragen zu stellen, wovon auch fleißig Ge brauch gemacht wurde: Verkanssgespräche, Abrechnnngsarbeiten, Aus packen und Behandeln eines Ballens, Schriftverkehr, Buchhaltung, Literaturgeschichte, Organisation und Verkaufs- und Verkehrsord- nnng des Buchhandels, Bibliographie waren die wichtigsten Fragen gebiete, aus denen sich dann im Verlaufe der Prüfung mehr oder weniger Einzelfragen ergaben. Ergebnisse. Von den 34 Zöglingen konnten wir zweien das Prädikat »bestanden« nicht erteilen, darunter war auch ein Ver lagslehrling: es muß auch an dieser Stelle betont und hervor gehoben werden, daß wir bei beiden Lehrlingen den Eindruck hatten, als hätten sich die Lehrfirmen nicht genügend um ihre Zöglinge gekümmert. Andererseits darf nicht verschwiegen werden, daß unter Umständen der erste Schritt zu diesem »Nicht bestanden« schon bei der Aufnahme des Lehrlings in den Buchhandel getan worden ist: aber auch dann wird den Lehrherrn die volle Verantwortung treffen. Ich messe daher der Auslese des bnchhändlerischen Nachwuchses eine ebenso große, wenn nicht größere Bedeutung bei wie der Ans- und Durchbildung selbst: denn es ist unmöglich, einem Lehrling mit schlechten Vorbedingungen die weitverzweigten praktischen Grund lagen beizubringen, geschweige denn ihn für seine große Knltnrauf- gabe zu schulen. Von den 34 schriftlichen Arbeiten konnten wir drei mit »sehr gut« und zwölf mit »gut« bezeichnen. Beobachtungen und Erfahrungen. Wenn ich znm Schluß noch kurz ans die Beobachtungen und Erfahrungen während der Prüfung zu sprechen komme, so vor allem ans die, daß der Lehr ling des Klein- und Mittelstadtsortiments die vielseitigste Ausbildung answeisen konnte, womit nicht gesagt sein soll, daß der des Spezial sortiments oder des Verlags (soweit er überhaupt im Sortiment gelernt hat) nicht auch seinen Mann stellte: es soll damit aber gesagt werden, daß die Lehre möglichst in einem kleinen oder mittleren Sortiment dnrchgemacht werden sollte. Abrechnungsarbeiten machen konnten die wenigsten, einen guten Geschäftsbrief schreiben noch weniger, Organisation, Verkehrs- und Verkanfsordnung des Buchhandels sind für viele ein Buch mit sieben Siegeln, auch inhaltvolle, phrasenlose Verkanssgespräche haben wie selten zu hören bekommen. Vielleicht interessieren in diesem Zu sammenhang noch einige Zahlen: von unseren Prüflingen waren von 34 Jungbuchhändlern 14 weibliche, 10 Abiturienten, 12 mit anderer höherer Schulbildung, 5 Verleger; das Durchschnittsalter betrug 21 Jahre (18—25 Jahre). Wenn ich am Anfang meines Berichtes von der großen Arbeit sprach, die jeder von uns sicher gern und freudig getan hat, so möchte ich doch hier einen Wink geben, wie wir in dieser Arbeit gerade von den Lehrherren nnterstüht werden können. Nicht ohne Absicht heißt es in der Prüfungsordnung § 8, Absatz 1: »Der Anmeldung des Lehrlings sind beiznfügen ein Bericht des Lehrherrn über die Befähigung und Leistung des Lehrlings«. Wir
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