^ 133, 11. Juiri 1934. Künftig erscheinende Bücher. Börsenblatt f. d.Dtschn.Buchhandel. 2515 A IN - 8 . Juni erscheint: Bitteres Leiden Vberammergauer Passionsspiel von Pater Ferdinand Roöner 08k Großoktavband, XXIV. rby Seiten Preis RM g.— Ferdinand Rosner ()7or—7r) war in Freising und Lttal als Lehrer der Rhetorik tätig und vollendete dort -yvo sein Passionsdrama „Bitteres Leyden". Dieses Drama blieb die Grundlage für die Oberammergauer Spiele von )7vo bis -roo. Sein Text hat Oberammergau die ersten Massen besuche gebracht, ihn betraf auch das zeitweise verbot der Oberammergauer Aufführungen. Dadurch erhält dieser Text seine kulturgeschichtliche Bedeutung. Seine Lektüre wird für alle Freunde des barock-bayerischen Schrifttums und für alle Liebhaber des religiösen volksschauspiels, besonders der Oberammergauer Passion, eine ebenso un terrichtende wie kurzweilige Beschäftigung sein. Das Rosnersche Spiel erscheint hier zum erstenmal in einer vollständigen, kritischen Ausgabe, die nach der besten Handschrift (im Münchener Domkapitel) hergestellt ist. Bisher wußte man fast nichts von diesem Text, kannte also einen wesentlichen Teil der Oberammergauer Spiel geschichte überhaupt nicht. Lrst der vorliegende Druck, den der Münchener Germanist Professor Otto Mausser heraus« gegeben hat, ermöglicht nun endlich den seit langem er wünschten Gesamtüberblick über die Textgeschichte des Oberammergauer Passionsspieles von M4 bis zum dies jährigen Spieljahr. Die ei'sckernt als Lanck 262 ckei' G Verlag Äarl w. Hicrsemann, Leipzig Vorankündigung! In wenigen Tagen erscheint: Neues SlmbwettsreOt i. Sandwerkerinnungen, «rMandtverkerschaflen, Ehrengerichtsbarkeit Beste Verordnung über den vorläufigen Aufbau des deutschen Handwerks Text und Erläuterungen von Karl Hartmann Reg.-Aal Im preuß. Ministerium für Wirtschaft und Arbeit Preis etwa RM 2- Mit diesem Such wird die erste eingehende Darstellung über die Neuorganisation des handwerklichen Äerufsstandes vorgelegt. Das Such ist unentbehrlich für alle Innungen und Innungsverbände, weil es die restlose und pflichtmäßige Einordnung aller Angehörigen des deutschen Handwerks in seine Organisationen behandelt. Die Einführung des Jährerprinzips in der Führung des Handwerks und die Schaffung einer eigenen, der beson deren Wesensart und Tradition des Handwerks entsprechen den berufsständischen Ehrengerichtsbarkeit geben somit auch diesem lebenswichtigen Teile der deutschen Gesamtwirtschast jene geschlichen Sestimmungen, deren sittliche Forderung in der knappen Formulierung „Ehre die Arbeit" die nationalsozia listische Führung des Reiches sich mit als erstes Ziel gesetzt hat. Alle Verordnungen und Anordnungen werden ln diesem Suche an Hand der gesetzlichen Sestimmungen im einzelnen dargestellt und eingehend erläutert. Keine Innung und kein Innungsverband wird ohne dieses Süchlein für die nächste Zukunst auskommen können, weil es ein kurzgefaßtes und übersichtliches Orientierungsmittel darstellt. Otto Elsnev Vevlagsgefellschafi m. b. S., Nevlkn S 42 317'