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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.02.1893
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1893-02-06
- Erscheinungsdatum
- 06.02.1893
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- Deutsch
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80, K. Februar 1893. Nichtamtlicher Teil. 789 Gebäudes im Gebrauche hatten. Durch einen Vertrag mit dem Verein für Volkswohl haben wir uns dessen Schulräume im Vereinshause (in der Löhrstraße 7) aus zwei Jahre gesichert. Die Beschaffung sür uns geeigneter Räume, in denen wir dauernd verbleiben lönnen, bildet einen Gegenstand unausgesetzter Sorge des Schulausschusses. In Bezug aus letzteren Punkt sügt der Vorstand noch hinzu, daß er sich, entsprechend den auch in der vorigen Hauptversamm lung geäußerten Wünschen, zunächst mit der hiesigen Handels kammer behuss Erlangung von Räumlichkeiten in der Handels schule oder eines Beitrags zu den Unterhaltungskosten in Ver bindung setzte. Da aber diese Schritte keinen Ersolg hatten, beschloß der Vorstand, sich an den Rat der Stadt mit dem Ge such um unentgeltliche Ueberweisung von Räumlichkeiten zu wenden, und hofft aus eine günstige Antwort. Die Ausschüsse des Vereins, die ordentliche» wie die außerordentliche», haben auch im vergangenen Jahre ihre Ob liegenheiten gewissenhaft erfüllt, wofür ihren Mitgliedern der Dank des Vereins gebührt. Der Ausschuß sür Durchführung der Verkaussnormen hatte sich nur mit der Untersuchung eines einzigen Falles zu beschäftigen, die aber die gegen ein Vereins- mitglied erhobene Klage als unbegründet erwies, und der satzungs gemäß alljährlich zu ernennende VergleichSausschuß hatte wie bisher überhaupt nicht in Wirksamkeit zu treten — beides ge wiß sehr ersreuliche Umstände. Wir halten die Freude, drei Firmen, deren Besitzer Mit glieder unsers Vereins sind, zum 50jährigen Bestehen zu gratulieren - am SO. April v. I. der Firma G. Sens Nachsolger, am 1. Januar d. I. den Firmen L. Fcrnau und A. Twiet- meyer. Diesem Berichte schloß aus Aufforderung des Vorsitzenden der Rollensührer Herr C. A. Schulze die Verlesung des Be richtes über die Veränderungen in der Mitgliederrolle während des vergangenen Vereinsjahres an. Wir entnehmen dem Be richte folgende Angaben: Der Verein hat im Jahre 1892 zwei seiner Mitglieder durch den Tod verloren: am 7. Februar Herrn Felix List (Firma List L Francke); am 15. Juni Herrn Georg Lang (Firma Georg Lang). Außer diese» sind 10 Mitglieder ausge schieden; im ganzen 12. Neu ausgenommen sind 28 Mitglieder. Die gegenwärtige Zahl der Mitglieder beträgt 409, und cs vertreten diese 423 Firmen. Die Zahl der Mitglieder wie der Firmen hat sich gegen das Vorjahr um je 17 vermehrt. Die Anzahl derjenigen Firmen, denen, ohne Mitglieder des Vereins zu sein, in widerruflicher Weise die Benutzung der Be stellanstalt gestattet ist, hat sich im abgelaufenen Pcreinsjahre um 6 vermehrt; sie beträgt jetzt 226 Aus Besragen des Vorsitzenden erteilte die Hauptversamm lung dem Geschäftsbericht ihre Genehmigung. Es folgte die Vorlegung des Rechnungsabschlusses sür das Vereinsjahr 1892. Da dieser Bericht den Mitgliedern im Drucke vorlag, so wurde unter Zustimmung der Versammlung von seiner Verlesung abgesehen. Wir entnehmen ihm hier einige wichtigere Ziffern. Die Rechnung ist in salzende 6 Konten eingeteilt: 1. Tie Vereinskaffe L (Kasjenkonto), 2. do. 8 (Wertpapierekonto), 3. do. 6 (Lehranstalt), 4. Die Bestellanstalt, 5. Die Friedrich Fleischer'sche, die Anonyme und die Jubiläums- stiftung, 6. das G. E. Schulze'sche Vermächtnis. Die Vereinskasse L (Kasscnkonto) schließt mit einer Ge samteinnahme von 17 389 ^ 69 H ab. An Ausgaben stehen Sechzigster Jahrgang, dieser Summe 15234 73 H gegenüber, so daß sich ein Ucberschuß von 2154 96 H ergiebt, der auf neue Rech nung vorgetragen wurde. Als bedeutendere Einnahmeposten er scheinen aus diesem Konto: Uebcrtrag vom Konto Bestellanstalt (deren Ueberschuß aus dem Jahre 1891) mit 5399 ^ 96 H, Eintrittsgelder mit 405 Jahresbeiträge mit 3618 Zinsen mit 2056 ^ 85 ^Jahresbeiträge von 309 Mitgliedern zum Bau des Buchhändlerhauses mit 5337 Die Ausgaben setzen sich eus folgenden Posten zusammen: Für Ueberweisung an Konto Lehranstalt (600 ^ 5"/g Karlsbader Stadtanleihe) (C. F. Peters'sche Stiftung) 600^; sür konvertierte 600 ../6 5»/„ Karls bader Stadtanleihe in 1000 ^ 4"/, dergleichen 337 ^ 20 H. Für Anlaus von anderen Wertpapieren 2157 65 H, Papier- und Druckkosten 618 10 H, Beitrag zu den Hilsskassen des Bnchhandlungsgehilsen-Vereins sür 1892 300 Beitrag zur Buchhändler-Markthelser-Krankenkasse sür 1892 300 Beitrag zum Bau des Buchhändlerhauses sür 1892 5000 Beitrag zum Centralvcrein für das gesamte Buchgewerbe sür 1891/92 2000 Beitrag zu Vorträgen des Buchhandlungsgehilsenvereins 150 Lohn sür den Vereinsbotcn 120 Bankgebühren, Steuer, Jnserate^und Verschiedenes 1422 13 H, Zuschuß zur Lehr anstalt 2229 65 H Das Wertvapierekonto weist nach dem Stande vom 31. Dezember 1892 einen angelegten Besitz von 60 483 55 H aus. Der GesaintvermögensstanL am 1. Januar 1893 betrug 62 938 ^ 51 H und hat sich gegen den Stand vom 1. Januar 1892 um 5502 ^ 18 ^ vermehrt. Das Konto der Lehranstalt (Vereinskasse 6.) vereinnahmte von 131 bezw. 128 Lehrlingen in den beiden Halbjahren 1892, 93 an Schulgeld 3885 a» sreiwilligen Beiträgen 1482 an Zinsen aus den Vermächtnissen 166 ^ 50 H, an Zuschuß aus der Vereinskasse 2229 ^ 65 H. Ausgegeben wurden: Für Gehalt an die Lehrer 5700 für Prämienbücher 115 ^ 15 H, für Miete 600 sür Heizung und Beleuchtung 181 ^ 18 §, sür Verschiedenes 1161 ^ 67 H. Die Bestellanstalt hat für 1892 an Einnahme» 21 139 ^ 50 H zu verzeichnen, an Ausgaben 18 130 ^ 41 H, so daß sich ein Ueberschuß von 3009 9 H ergiebt. Das Konto der Friedrich Fleischer'schen, der Ano nyme» und der Jubiliumsstistung brachte an Zinsen 1208 ^ 75 H; zur Verteilung an Hilsbedürftige gelangten 1094 48 ch. Der Vermögcusstand dieser Stiftungen ist 35 949 52 H. Das G. E. Schulze'sche Vermächtnis hatte eine Rente von 660 sür Unterstützungen wurden 127 50 H ver ausgabt. Sei» Vermögensstand ist 20125 ^ 89 H. Der Vorsitzende, Herr vr. Eduard Blockhaus, teilte zu diesem Berichte mit, daß nach Bestimmung der Satzungen der Rechnungsausschuß die Prllsung desselben vorgenommen, ihn richtig besunden und unter dem Ausdruck des Dankes an den Herrn Schatzmeister dem Vorstande die Entlastung ausgesprochen habe. Auf Befragen der Hauptversammlung schloß diese sich dem RechnungsauSschusse an, erteilte auch ihrerseits die Ent lastung und dankte dem Schatzmeister, Herrn Kommerzienrat Franz Wagner, für seine Mühewaltung. Vorsitzender Herr vr. Eduard Brockhaus vervollständigte seine Mitteilungen zu dieser Sache, indem er bemerkte, daß der Rechnungsausschuß nur zwei Posten des Rechnungsberichtes dem Vorstande zur Erwägung betreffs anderweitiger Buchung bezw. weiterer Erörterung anheim gegeben habe, worüber der Herr Schatzmeister Aufklärung zu geben bereit sei. Schatzmeister Herr Kommerzienrat Franz Wagner: Der eine dieser Posten betreffe die Ueberweisung von 600 Karlsbader Stadtanleihe gelegentlich der notwendigen Konver tierung vom Konto Lehranstalt aus das Kassenkonto des Vereins. Das sei lediglich eine Buchungssrage. Der Zuschuß 107
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