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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 15.05.1920
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1920-05-15
- Erscheinungsdatum
- 15.05.1920
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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- Zeitungen
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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X-104. 15. Mai 1920. Redaktioneller Teil. VSisknolalt f, d. Dtschn. Buch handel. sagl Werden, daß die Verkaussordnung für Auslandlieferungen, durch deren Schaffung der Börsenverein den Forderungen der M entsprach, sich bisher im ganzen bewährt und die erwar ten günstigen Wirkungen gezeitigt hat. Die Herb st Versammlung des Verbandes, die «13. und 14. September in Würzburg stattfand, beschäftigte sch mit der Erhöhung des Sortimenter-Teuerungszuschlags, den Überträgen mit den Angestellten, dem Teuerungszuschlag für luslandlieferungen, den Vereinfachungen und Verbilligungen !»buchhändlerischen Geschäftsverkehr und mit den Anträgen vi. Springer u. Gen. betr. Änderungen der Satzungen des Bör- smreins (Verlegerkammer und Sortimenterkammer). Der Ärstand dankt auch an dieser Stelle nochmals den Herren, die Ki Referate zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung llber- Miunen hatten. Der Reise- und Unterkunftsschwierigkeiten Wer mußte auch diesmal von der Einberufung einer autzer- ickntlichen Hauptversammlung abgesehen werden, sodaß die lichmmlung nur den Charakter einer Vorsitzenden-Zusammen- dmsi hatte. Der Vorstand des Börsenvereins benutzte diese Gelegen kit, um sich über die Stimmung der Kreis- und Ortsvereine kjiiglich der Bugra-Messe und ihres ev. Ausbaues zu Errichten. Zum ersten Male findet in diesem Jahre gleich- Bg mit unseren Tagungen die Bugra-Messe statt. Der Er sitz wird lehren, ob diese Einrichtung Bestand hat. Der Bör- IlMrein hat dafür Sorge getragen, daß der unkontrollierte lrchbuchhandel bei dieser Gelegenheit nicht als Käufer auf- iutcn kann. Der Verbandsvorstand hatte im Berichtsjahre mehrfach Ver- Essung, in brieflichen. Auseinandersetzungen, Börsenbliatt- mleln usw. für die Innehaltung und richtige Auslegung der iulehrsordnung einzutreten. Er wandte sich u. a. ge übte noch immer geübte Unsitte einiger Verleger, ihren Neu- chlinungen einen Ladenpreis aufzudrucken, der irreführt, weil iidm gleichzeitig berechneten Verleger-Teuerungszuschlag nicht wtsichtigt. Die Vorstände des Börsenvereins und des Ver- dMieins traten in einer Bekanntmachung im Börsenblatt du Ansicht des Verbandsvorstands bei, daß eine Erhöhung des kmopieises für die Disponenden des Sortiments erst nach Be eidigung des laufenden Abrechnungsjahres in Kraft treten könne, ktz oder der Verleger an sich ausnahmsweise berechtigt sei, limls besonderer Aufforderung für diejenigen Disponenden Ku «höhten Nettopreis zu fordern, die sich zu einem bestimmten Dunste noch im Besitze des Sortimenters befinden, oder, falls W hierauf nicht eingeht, die Rücksendung unter Innehaltung ki durch 8 33 k der Verkehrsordnung vorgeschriebenen Form «d der dreimonatigen Frist zu fordern. Zu den Vorschlägen des Wahlausschusses des kichnvereins für Kantate 1920 hat der Vorstand den ange- Wenen Vereinen gegenüber nicht Stellung genommen, da er dive Veranlassung sah, eine Änderung in Vorschlag zu bringen, bechsiehlt auch von sich aus die Wahl bzw. Wiederwahl der im Wahlausschuß vorgeschlagenen Herren. , Der Vorstand dankt den Vorständen der angeschlossencn Ver um sür manche Anregung und Förderung, für manches Zeichen ßimdlicher Zustimmung und vertrauensvoller Zusammenarbeit, kstu er sich im Berichtsjahre erfreuen durfte. Der Verband kiügi den Verlust des seit 1879 bestehenden, nunmehr aufgelösten Haß-Lothringischen Buchhändler-Vereins«. Der »Posener Wnzial-Buchhändler-Verband« hat zu unserer Freude erklärt, kn deutschen Buchhandel und unserem Verbände auch ferner «Men zu wollen. Der »Verein der österreichisch-ungarischen kchändler« ist in der Umwandlung begriffen; es wird sich M. welche neuen selbständigen Vereine aus ihm hcrvorgehen «d ob sie den Anschluß an den deutschen Buchhandel suchen baden. Dem Wunsche des »Vereins der deutschen Musikalien- Wn>, mit dem Buchhandel enger als bisher zu gemeinsamer Veit verknüpft und'deshalb .auch zu unseren Versammlungen Wz eingeladen zu werden, sind wir gern nachgekommen. M den Vorständen der anderen bnchhändlerischen Spitzen- Wiisaüonen, des Börsenvere-ins, des Verlegervercins und der Buchhändlergilde haben wir uns, wie aus dem Jahresbericht hervorgeht, häufig zu gemeinsamer Arbeit zusammcngefunden und dabei nach Kräften für den Ausgleich der Interessen von Verlag und Sortiment gewirkt. Der deutsche Buchhandel kann, trotz aller Verkehrshemmun gen, Lasten und sonstigen Nöte, auf ein im ganzen zufrieden- stellendes Jahr zurückblicken. Vielleicht haben gerade die schwe ren Sorgen, unter denen unser armes, nach außen hin ohn mächtig gewordenes, dauernd vom Bürgerkrieg bedrohtes Volk seufzt, den Drang nach der im Buche liegenden Erhebung und Ablenkung in ihm verstärkt. Aber auch vieles Neue drängt zum Licht und ringt nach Gestaltung, und eine Zeit politischer, wirtschaftlicher, geistiger und künstlerischer Umwandlung muß naturgemäß gerade den Buchhandel befruchten. Mit dem Wunsche, daß sich unser Beruf seiner hohen Aufgabe, an der Er ziehung des Volkes zur nationalen Wiedergeburt nach Kräften mitzuarbeiten, immer bewußt bleiben möge, schließen wir unfern Bericht. 3VV Jahre Buchdruck. Junge L Sohn, Hof- und Aniversitäts-Vuchdruckerei, Erlangen ISIS—ISIS. Kl. 4°. 11 S. Eine inhaltsreiche Jubiläumsschrift auf nur wenigen Blättern. Auch kurze Angaben, Daten und Zahle» haben ihre Sprache. Sie sind die Meilensteine, die uns auf dem Wege der Geschichte begleiten. Die Buchdruckerei von Junge L Sohn wurde 1819 durch Balthasar Scherf in Altdorf, der reichsstädtischen Nürnberger Universität, ge gründet. Nach seinem Tode verkaufte die Witwe das Geschäft, nachdem sie es eine Reihe von Jahren allein geführt hatte, an ihren Schwager Georg Hagen, der 1666 starb. Dessen Witwe Veronica Hagen, geb. Olai, vermählte sich 1667 mit dem Buchdrucker Johann Leon hard Winterberger. Dieser starb bereits 1669, worauf sich Veronica Winterberger zum dritten Male verehelichte, und zwar mit Heinrich Meyer. Neben dem Druckereigeschäft betrieb er gleich seinen Vorgängern, wie fast alle damaligen Buchdrucker, den Buch handel. In seinem Verlage erschien u. a. die »Altdorfer Liedertafel«, ein kirchliches Gesangbuch. 1707—1735 ist der Sohn Magnus Da niel Meyer Inhaber des Geschäfts, 1735—1737 dessen Witwe Mar garethe, 1737—1769 der Sohn Magnus Daniels, Johann Georg Meyer. Er ist der Verfasser einer Altdorfer Buchdruckergeschichte zum 300. Buchbruckerjubiläum 1740 und der Drucker des »Historischen Bildersaal« und des »Nürnberger Gelehrten-Lexikon«. Ihm folgte sein Sohn JohannPaulMcyer. Er war der letzte Universitäts buchdrucker zu Altdorf. Nach seinem 1817 erfolgten Tode ging die Buchdruckerei an die Tochter Elisabeth« Johanna über, die sie Ende 1818 mit der Offizin ihres im gleichen Jahre verstorbenen Gatten Adolph Ern st Junge in Erlangen vereinigte. 1818—1821 bleibt sie Inhaberin, bis ihr Sohn Johann Paul Adolph Junge das Geschäft übernimmt. Er ist der Verleger der Erlanger Lutheraus gabe. 1848—1850 wird das Geschäft von ihm mit seinem Sohne Jo hann August Junge gemeinsam betrieben. Letzterer ist der Gründer des Erlanger Tageblattes. Das schon früher in der Druckerei hergestellte »Erlanger Jntelligenzblatt« wurde mit dieser Zeitung ver schmolzen. 1850—1875 ist Johann August Junge alleiniger Inhaber. 1875—1883 steht ihm sein Sohn Johann Conrad, nach dessen Tobe 1883 der andere Sohn Johann Friedrich, letzterer bis 1887 zur Seite. Nach dem in diesem Jahre erfolgten Tode des Vaters ging die Druckerei in alleinigen Besitz dieses Sohnes über. 1887—1891 waltete dieser großzügige Geist über dem Unternehmen. Seine wesentliche Erweiterung, die sich auf den Ausbau des Erlanger Taablattes, auf die Einrichtung einer Buchbinderei und (1890) ans die Gründung eines wissenschaftlichen Verlages erstreckte, ist sein Verdienst. Nach seinem 1901 erfolgten Tode übernahmen die Witwe Anna Christiana Junge und ihre beiden Söhne Hermann und Johannes die Puchdruckerei. Möge es den derzeitigen Inhabern beschicken sein, KaS alte Unternehmen in gedeihlicher Weiterentwicklung zu erhalten I I- Kleine Mitteilungen. Rechtschreibung und Buchgewerbe. — Gegen die geplante Umge staltung unserer Rechtschreibung verbreiten die unterzeichneten Ver einigungen folgende Erklärung, die auch als Sonderdruck (zum Selbst kostenpreis von 35 Pfg.) von der Geschäftsstelle des Deutschen Ver- legervcreins zu beziehen ist: Kegen den drohenden Umsturz unserer Rechtschreibung erheben die unterzeichneten buchgewerblichen Bereinigungen Einspruch. Di«
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