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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 15.05.1920
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1920-05-15
- Erscheinungsdatum
- 15.05.1920
- Sprache
- Deutsch
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- Saxonica
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^Wendigkeit nachgewiesen werde, hielt der Verbandsvorstand iie Zeit zu einem Eingreifen seinerseits für gekommen. Er Wie deshalb unterm 5. Dezember 1919 ein ausführliches ÜMdschreiben an die Vorstände der angeschlossenen Vereine, in »m er sich erneut entschieden gegen ein selbständiges Vorgehen Wbm aussprach (zu dem die Gilde unterm 4. Dezember in dischen abermals aufgefordcrt hatte), auf die verhängnisvollen Pgm einer solchen Politik hinwies und als einzigen Weg, in «ieser Angelegenheit voran- und ans dem bereits eingetretenen kW herauszukommen, die Beschaffung neuer Unterlagen be- Mmte, um deren rascheste Beibringung auf Grund eines bei- Mgten Fragebogens er ersuchte. Er betonte dabei nachdrück lich, daß er bei der Sichtung und Wertung des eingehenden Antals den Standpunkt vertreten werde, daß es sich in Zu- lmsi nie wieder darum handeln könne und dürfe, dem Sortiment «nur das zum Auskommen Notdürftigste zu gewähren. Die Xin Borstande auf diesen Aufruf hin eingesandten Unterlagen mm leider der Zahl nach nur sehr gering. Es mochte dies ui der für eine solche Umfrage in der Tat sehr ungünstigen Zlit liegen, auch an der Notwendigkeit raschester Beschaffung des Antals, vermutlich aber auch daran, daß die Buchführung «Sortiment trotz aller Besserung in den letzten Jahren.noch mer nicht so entwickelt ist, daß ohne große Arbeit auch so chche Fragen wie die nach den Spesen und dem Reingewinn «absoluten und Prozentzahlen mit ihrer Hilfe beantwortet ixidkn können. Sicherlich hat auch das Widerstreben, einen iilchen Einblick in den Geschäftsgang zu gewähren, manche Da von der Beantwortung abgehalten. Immerhin hätte i«Borstand erwarten dürfen, daß sich die Vereine in Erkenntnis in Wichtigkeit der Umfrage für die endgültige Entscheidung Mr dafür eingesetzt hätten. Wie sich gelegentlich einer neuen, « lk. Dezember in Leipzig stattgefundenen Besprechung mit dem Wnvereinsvorstand ergab, kam unser Vorgehen gerade zur chm Zeit, denn inzwischen hatte auch das Reichswirtschafts- imerium begonnen, sich mit dem 20 v. H.-Zuschlag näher -i beschäftigen. Ein begründeter Beschluß des Börsenvereins- »rstands war also zur Wiederherstellung der Ordnung im Buch- Wei und zu seiner Rechtfertigung nach außen hin nicht länger «bi aufzuschieben. In der Sitzung am 16. Dezember kam ki Borstand des Börsenvereins auf Grund der vorgelegten Un- nlegen und der ergänzenden mündlichen Ausführungen zu der Wt, daß die Lage des Sortiments seit seinen letzten gemein- imm Beratungen mit den in Betracht kommenden Vorständen U wesentlich geändert Habe und in der unmittelbar bevorstehen- iaiZeitnoch weiter zu dessen Ungunsten ändern werde, sodaß die Whung des Zuschlags auf etwa 20 v. H. eine absolute wirtschaft- W Notwendigkeit sei. Um nun auch noch dem Verlegerverein, der der Besprechung am 16. Dezember nicht vertreten war, Ge scheit zur Äußerung zu geben, wurde eine neue Sitzung für im L Januar 1920 anberaumt. In dieser Besprechung stellte iö der Vorstand des Verlegervereins auf den Standpunkt, die Wndsordnung sei auf Grund eines Vertrags zwischen den Detern des Sortiments und des Verlags zustande gekommen, ch tatsächlich außer Kraft gesetzt, nachdem verschiedene Ver- tbie eigenmächtig einen 20prozentigen, vom Vorstand des Bör- Mtieins nicht geschützten Teuerungszuschlag eingeführt hätten, lei Borsland des Börsenvereins habe erklärt, die Notwendig st einer Erhöhung des Teuerungszuschlags für nachgewiesen Men, einen Beweis für diese Ansicht aber nicht erbracht. I« Vorstand des Verlegervereins könne ihr deshalb nicht bei- M, lege vielmehr Verwahrung dagegen ein, warne vor den schm und schiebe dem Börsenvereinsvorstand die aus- Wiche Verantwortung dafür zu. Der Vorstand »! Berlegervereins gab schließlich die Erklärung ab, a wolle, wenn "die Erhöhung beschlossen werde, trotzdem mit UM aus die allgemeine Wirtschaftslage offiziellen Einspruch M die Maßnahme nicht erheben. Unterm 8. Januar ver biete dann der Vorstand des Börsenbereins seinen Beschluß «Whung des Zuschlags und gab im Börsenblatt vom ti ssmuar zugleich die auf Grund der Notstandsordnung zu- Menen Ausnahmen bekannt. Die Wirkung der Stellungnahme des Verlegervereinsvor stands zeigte' sich schon sehr bald in der Erklärung, die 29 Ver lagsfirmen im Börsenblatt vom 22. Januar veröffentlichten und in der sie mitteilten, daß sie bis auf weiteres bei ihren direkten Lieferungen an das Publikum nur den bisher gültigen Zuschlag in Höhe von 10 v. H. weiter erheben würden. Es ist begreiflich, daß diese Erklärung im Sortiment, das durch dieses Vorgehen die nach langen Kämpfen endlich erreichte Erhöhung wieder be droht sah, große Erregung hervorrief. Auch der Verbandsvor stand erachtete es als seine Pflicht, mit allem Nachdruck Ein spruch gegen dieses Vorgehen zu erheben, das einen fortgesetzten geflissentlichen Verstoß gegen K 2 Ziffer 4 der Satzungen des Börsenvereins darstellt. Er hatte um so mehr das Recht zu diesem im Börsenblatt vom 3. Februar in einer Erklärung ver öffentlichten Einspruch, als er sich darauf berufen konnte, auch das Sortiment immer und immer wieder vor einem selbständigen Vorgehen und seinen Folgen gewarnt zu haben. Eine Vor sitzendenzusammenkunft zur Besprechung dieser Angelegenheit einzuberufen, hielt er zunächst nicht für erforderlich, da auch sie vorerst nur als Ergebnis eine ohnehin als vorliegend anzuneh mende Meinungsübereinstimmung haben konnte. Gemäß seiner Satzung und der ihm darin zugewiesenen Aufgabe des Aus gleichs der Interessen von Verlag und Sortiment hielt es der Verband jedoch für seine Pflicht, eine friedliche Lösung dieses Konflikts anzustreben. Demzufolge fand auf seine Veranlas sung und unter seinem Vorsitz am 9. Februar in Berlin eine Zusammenkunft statt, an der der Vorstand des Börsenvereins, mehrere der Unterzeichner der Verlegererklärung und einige andere Berliner Verleger und Sortimenter teilnahmen. In einem ausführlichen Referat wies der Verbandsvorsitzende anhand der eingegangenen Unterlagen die unbedingte wirtschaftliche Not wendigkeit der Zuschlagserhöhung nach, schilderte die unheil vollen Folgen des Vorgehens der 29 Verleger und fand in seinem Bestreben, die gerade jetzt infolge der Stellungnahme des Reichswirtschaftsministeriums unbedingt erforderliche Ein heitsfront im Buchhandel wiederherzustellen, die lebhafteste Un terstützung der anderen Teilnehmer an der Versammlung, ins besondere auch des Vorstands des Börsenvereins. Leider gelang es trotzdem nicht, die widerstrebenden Verleger zu einer Ände rung ihrer Ansicht zu veranlassen. Unterm 11. Februar erstat tete der Vorstand in einem kurzen Rundschreiben den ange schlossenen Vereinen Bericht über diese Zusammenkunft. In der Besprechung tauchte der in anderer Form schon im Börsenblatt von Herrn Ed. Urban geäußerte Gedanke einer Abschaffung des Sortimenter-Teuerungszuschlags und als Ausgleich dafür einer wesentlichen Erhöhung des Verlegerzuschlags bzw. der La denpreise und in Verbindung damit evtl, einer Erhöhung des Sortimenterrabatts auf Veranlassung des Herrn vr. Oskar Siebeck wieder auf. Die weitere Verfolgung dieses Gedankens ließ es dem Börsenvereinsvorstande ratsam erscheinen, zu einer Besprechung und zu einem erneuten Versuche, die 29 Verleger umzustimmen, eine wettere Zusammenkunft für den 3. März in Berlin anzuberaumen. Als das Ergebnis dieser Versammlung wurden folgende Punkte von den Teilnehmern anerkannt, seitens der drei anwesenden Verleger, die zu den Unterzeichnern der Erklärung vom 22. Januar gehörten, jedoch mit der Einschrän kung, daß sie sich ihrerseits auf etwas Schriftliches festzulegen nicht mehr imstande seien, und daß sie nichts namens der übrigen Unterzeichner der Verlegerbekanntmachung erklärt hätten, daß es sich hier vielmehr um eine private Meinungsäußerung handle: 1. Der Verlegerverein und die Vertreter der Gruppe der 29 Verleger erkennen an, daß der Vorstand des Börsenvereins die wirtschaftliche Lage des Sortiments gewissenhaft ge prüft hat und auf Grund dieser Prüfung zu dem Er gebnis gelangt ist, daß zurzeit dem Sortiment nur durch eine Erhöhung des Teuerungszuschlags auf 20 v. H. ge holfen werden könne, da alle anderen heute vorgebrachten Vorschläge zur Verbesserung seiner Lage, so beachtenswert sie sind, augenblicklich noch nicht durchführbar erscheinen. 2. Der Verlegerverein tritt der vom Vorstand des Börsen vereins gewonnenen Ansicht über die kommende allge-
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