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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.12.1892
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1892-12-01
- Erscheinungsdatum
- 01.12.1892
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- Deutsch
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279, 1. Dezember 1892. Nichtamtlicher Teil. - Sprechsaal. 7427 wald lVerlag der Hofbuchhandlung von Johannes Elchlepp in Frei krieg) nach eingehender Prüfung angenommen. Haus, Hrsg" v. E. Kraus. Zugleich Katalog des Vereins^ v^n Verlegern christlicher Litteratur. 14. Jahrg gr. 8'. 167 S. Wien. 1892 11 (klovsmber) (k'rio^'s 06oeralIia.tLlo» 1892). 8r. 8«. XVI, 128. 48 8.) — dlo. 12 (vecewber) (krieli'» HaväbatLloA 1892). ^r. 8^. XVI, 72. 48 8.) 1'. Volelcmare (Leipris) Hliviatur-Xatalo^ 1892,93. 16". 138 8. F. Volckmars (Leipzig) Verzeichnjß der Neuigkeiten für Weihnachten 1892. 12". 8 S. k'rLolisurt a. l)I. 8". 35 8. 808 Hlru. ^.^ 4^8.^8370^0.^ ^ ^osopü Laer L Oo. in k'ranLkurt Geschenklitteratur (Eschstruth. Treulos u a). Katalog von Hermann Costenoble in Jena. 8'. 16 S. ia LeipriA 8". 40 8. 1762 Hrn.^ Das Lahrer Reichswaisenhaus und die deutschen Dichter und Schrift steller. Verzeichnis von Büchergaben mit handschriftlichen Wid mungen. kl. 8'. 88 S. Lahr, Druck von Moritz Schauen burg. Zu beziehen zum Preise von 50 H von der Generalfecht schule in Lahr. Aus dem Antiquariat. — Die auf dem Gebiete der deutschen Kulturgeschichte bedeutende Bibliothek des bekannten Bibliophilen E Spacth in Sachsenhausen bei Frankfurt a/M. ist in den Besitz von Paul Neubner's Antiquariat in Köln a/Rh. übergegangen Reich vertreten ist die Litteratur des deutschen Romans im 18. Jahrhundert, Robinsonaden rc Herr Spaeth, welcher mit vielem Verständnis sammelte, war stets auf den Erwerb guter und wohlerhaltener Exemplare bedach», was der Bibliothek einen besonderen Wert verleiht. Buchhandlungsgehilfen-Verein zu Leipzig. — Der Buch- handlungsgehilfen-Verein zu Leipzig wird am Sonntag den 4. Dezember sein 59. Stiftungsfest im großen Saale des deutschen Buchhändlerhauses feiern. Das Fest wird um 2 Uhr durch eine Festtafel eröffnet werden, der sich um 6 Uhr ein Ball anschließen wird. Festkarten verabfolgt bis spätestens Freitag den 2. Dezember Herr M. Friedemann i./H. L. Staackmann. Besserer Schutz gebundener Bücher. Einsender dieser Zeilen, ein im fast 40jährigen Sortimenterdienst er grauter oder genauer kahl gewordener Kollege, hat schon einmal an dieser Stelle seinen Schmerzen über die Mißhandlungen Luft gemacht, die die Verleger ihren gebundenen Büchern durch schlechte oder ungenügende Verpackung angedeihen lassen. Er hatte damals die Freude, daß ein Sortimentskollege dazu schrieb, er habe den Nagel auf den Kopf getroffen und nur versäumt, auf den noch schlimmeren Uebelstand hinzuweisen, daß sehr viele Herren Auslieferer sich überhaupt nicht darum kümmerten, in welchem Zustande sie ihre Bücher verschicken, während doch das Publi kum und der Sortimenter für ihr gutes Geld gute, saubere Ware ver langen könnten. Genützt haben diese Klagerufe nichts; je mehr das gebundene Buch das broschierte verdrängt, um so fühlbarer sind die gerügten Uebelstände ge worden. Das wird wohl jeder Sortimenter bestätigen. Also sei es gestattet die Klagen zu wiederholen; vielleicht hört doch der eine oder andere diesmal darauf und wendet im eigenen Interesse seiner Ware größere Liebe und Sorgfalt zu. Wie in mancher anderen Beziehung könnten hier die Buchhändler von den Kaufleuten lernen. Wie sauber und zweckmäßig verpackt kommen die meisten kaufmännischen Waren zur Versendung; welcher Kauf mann würde seine Artikel in alte schon einnial verwandte bedruckte Maku latur ohne weiteres einwickeln! Im Buchhandel ist es keine Seltenheit, daß selbst mit den diffizilsten matten Farben bedruckte Einbände in noch abfärbende bedruckte Makulatur eingeschlagen werden. Welchen Aerger, welche Klagen, welche Verluste führt solches Verfahren mit sich. Da kommt glücklich noch zum richtigen Termin das zum Geschenk be stimmte und fest versprochene Buch unter Kreuzband oder im Ballen an. Aber wie sieht das Ding aus! Verbogene Ecken, Leimflecken auf dem Kalikoeinband, verriebener und verblaßter Gold- und Farbendruck. Mit Sorge wird es etwas abgerieben, die Ecken geklopft und fein in Seidenpapier eingewickelt, damit es wenigstens von außen einen guten Eindruck mache. Ja, proste Mahlzeit, nach zwei Stunden kommt die freundliche Bestellerin in liebenswürdiger Stimmung in den Laden. »Ist Herr Müller selbst da?» Nun wappne dich mit Geduld und Demut, arme Sortimenterseele, um die freundlichen Reden anzu^ hören von der «ganz verdorbenen Festfreude«, »wohl den Versuch gemacht, es antiquarisch zu beschaffen und für neu anzubringen». »Verzeihen Sie nur, meine Gnädige, ich werde Ihnen gern ein neues kommen lassen.« »Ach nein, die ganze Festfreude ist einmal verdorben, geben Sie mir mein Geld wieder.» Vielleicht ist die Gnädige froh, ihr bereutes Geschenk wieder rückgängig machen zu können; jedenfalls ist sie für uns als Kundin verloren und wird mit ihrer scharfen Zunge den fatalen Vorfall hübsch aufgebauscht zu unserm Nutzen hundert Mal weitererzählen. Wer hätte solche Scenen nicht mit angehört? Wohl jeder Sorti menter. die Verleger nicht. Wir haben überhaupt oft den Eindruck, daß viele Herren vom Verlage nie in ein Sortiment hineingeblickt haben und nicht im entferntesten wissen, welche Anforderungen das Publikum an diese stellt. Wäre es sonst möglich, daß so selbstverständliche Dinge so oft versäumt wurden? Also, liebe Herren, bedenkt doch, daß die Leute »eigen« mit ihren Büchern sind, sich die Bücher genau ansehen, ehe sie den Beutel ziehen, und neue Bücher auch in tadellosem Zustande haben wollen. Demnach ist es unbedingt nötig, daß jedes gebundene Buch in einem guten Pappschuber und mit bedrucktem Umschläge versehen verschickt werde. Auch die Herren Barsortimenter sollten dös, wenigstens bei teuren Büchern, thun. Diese Schuber müssen aber mit dem vollen richtigen Titel und dem Verlegernamen bedruckt sein. Das ist nun eigentlich selbstverständlich, aber wie oft wird es versäumt, so daß also das Buch jedesmal erst ausgepackt werden muß, wenn es vorgelegt und cingeräumt wird; wenn nicht beim Empsang von dem aus zeichnenden Gehilfen oder Lehrling auf die saubere Verpackung, Titel und Verlegerfirma ausgeschrieben worden ist. Daß dies sehr müh sam und aufhältlich ist und dem Buche nicht zur Zierde gereicht, ist selbstverständlich. Auch das sollte selbstverständlich sein, daß der Auf druck des Titels den Verfasser oder das sonst die Ordnung im Lager bestimmende Wort deutlich erkennen läßt. Wird aber oft versäumt, weil es der Verleger natürlich nicht braucht, und auf ein Buch, das vielleicht den Titel hat: »Was unsere Tante Emilie erlebt hat, von Friederike Bormüller» wird ein schöner Zettel mit »Emilie» aufgeklebt. Auch die oft benutzten gerippten und gepreßten Schuber, auf die man nicht schreiben kann, sind zu verwerfen. Endlich möchten wir der möglichst häufigen Anwendung von Goldschnitt oder einem glatten einfarbigen und hellfarbige Schnitte sehr bald verdorben sind. Die Herren Markthelfcr aber möchten wir bitten, beim Verpacken der Pakete und ganz besonders beim Herrichten der Verlagsballen broschierter Bücher zu bedenken, daß zu stark geschnürter Bindfaden ins Buch ein schneidet und solche Eindrücke nicht wieder herauszubringen sind. Als vor fast vierzig Jahren Einsender dieses in Leipzig lernte und auf dein großen Magazingebäude lieben der alten Peterskirche in die ^Ge- Zur Strafe dieser wohl noch üblichen Jugendsünde muß der Schreiber täglich auf einen biedern kostbaren Ladenhüter blicken, den der Besteller, ein allerdings sehr feiner Bücherkenner und Bücherfreund, dem kein Masseneinband konveniert, zurückgegeben hat, weil er durch Schnüren verdorben ist. Ziehen wir noch einmal unsere Klagen zusammen, so verlangen wir also Auslieferung nur tadelloser Exemplare! 1001*
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