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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.11.1912
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1912-11-16
- Erscheinungsdatum
- 16.11.1912
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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- LDP: Zeitungen
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268, 18. November 1912. Nichtamtlicher Teil. Börsenblatt I- b. Dlschn. Buchhandel. 14497 jährigen Versammlung berichten. Heute bitte er die Kollegen, bei gelegentlicher Anwesenheit in Hamburg seine Ausstellung und Einrichtung freundlichst zu besuchen. Herr Kommerzienrat Karl S i e g i s m un d - Berlin berichtet sodann ein amüsantes Erlebnis, das er gelegentlich eines Kongresses gegen Schundliteratur in Danzig erlebt hat. Der Vorsitzende des Vereins zur Bekämpfung der Schund literatur habe erklärt, datz Sortimenter und Buchhändler sehr nette Leute feien, die sich an der Verbreitung von Schund nicht beteiligten. Um nun noch weiter dagegen Vorgehen zu können, habe er den Magistrat veranlaßt, Schul- und sonstige gute Bücher gerade bei diesen Winkelhändlern zu beziehen. Erst auf die Vorhaltung des Redners habe er eingesehen, daß er gerade dadurch die Auchbuchhändler auf Kosten der Sorti menter unterstützt habe. Auch darin müßten die Ortsvereine aufklärend wirken, denn der Börsenvercin könne nicht in alle diese Verhältnisse hineinleuchten. Das sei also ein Grund, daß die Kollegen eines Ortes sich mehr und mehr zu Vereinen zusammenschließen. Der Vorsitzende bemerkt, daß die Frage der Jugend« schriften-Ausschllsse Wohl erschöpfend genug besprochen sei, und dankt den Rednern für ihre eingehenden Darlegungen. Wegen der kurzen noch zur Verfügung stehenden Zeit bittet er von einer Besprechung des nächsten Punktes der Tagesordnung: »Revision der Vcrkaufsordnung« abzusehen, zumal demnächst in Bayreuth dieses Thema jedenfalls eine eingehendere Be leuchtung erfahren wird, wie es hier möglich ist. Die Versammlung erklärt sich einverstanden. 4. »Die Angestellten im Buchhandel und die durch sie bewirkten Gesälligkeitsliefcrungen an Verwandte und Bekannte.« Herr R. L. Prager-Berlin bittet, dem Berbandsvor- stand Material zu übermitteln, um den Auswüchsen zu begeg nen, denn Kegelbrüder sind z. B. doch nicht berechtigt, zu Nettopreisen zu beziehen. In diesem Bestreben werden wahr scheinlich auch die Verleger auf unserer Seite stehen. Herr Hermann S e i p p e l - Hamburg bemerkt, daß diese Angelegenheit in den einzelnen Geschäften sehr verschie den gehandhabt wird. Er hält es für berechtigt, das; die An gestellten für ihren eigenen Bedarf zu Nettopreisen beziehen, aber für bedauerlich, wenn ein Angestellter auf diese Weise Bücher zum Nettopreise erwirbt, um sie Leuten zu verkaufen, die gar kein Anrecht darauf haben. Es ist also zu empfehlen, daß wir uns gegen jeden mißbräuchlichen Erwerb von Bü chern seitens unserer Angestellten sichern. Herr R. L. Prager-Berlin schlägt vor, daß solche Nettolieferungen an Angestellte stets durch die Hände des Chefs gehen, und vielleicht nur gegen schriftliche Beschei nigung. Er bittet, eine weitere Besprechung bis zur Ver sammlung in Bayreuth zurückzustellen. Punkt 8. Verschiedene Mitteilungen. Herr Wilh. Halle-Altona verliest einen Brief der Handelskammer für Westholstein, nach welchem der Verkauf der Generalstabskarten aus dem Buchhandel zurückgezogen werden soll, und erklärt, daß darin eine direkte und indirekte Schädigung des Buchhandels liegt. Der direkte Schaden besteht in der verminderten Einnahme überhaupt und der indirekte darin, datz das Publikum vom Verkehr mit dem Buchhandel abgehalten wird. Auch das Publikum wird geschädigt, weil die Buchhandlungen künftig kein Lager halten und daher nur verspätet liefern können oder Bestellungen überhaupt zurück weisen müssen. Er bittet, diese Angelegenheit auch seitens des Vorstandes vom Kreise Norden ins Auge zu fassen. Der Vorsitzende erklärt, datz er schon in gestriger Vorstandssitzung die Zusage gegeben habe, sich der Sache an zunehmen. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel. 79- Jahrgang. Herr Justus Pape-Hamburg weist darauf hin, datz ihm vor ungefähr acht Tagen eine Firma die »Deutsche Bibliothek« angeboten habe und datz auf seine Anfrage als Inhaber Herr Reich! bezeichnet sei. Da er nun aber erfahren habe, datz das Warenhaus Wertheim Unternehmer sei, habe er seinen Auftrag zurückgezogen. Er bittet um Auskunft, wie die Sache zusammenhängt. Herr Heinrich Boysen- Hamburg bittet im Anschluß an diese Mitteilung, datz das Börsenblatt künftig bei Ankün digung von anonymen Gesellschaften den vollständigen Aus zug aus dem Handelsregister veröffentliche, um zu erkennen, wer der Geschäftsführer sei, mit welchem Kapital die Firma arbeite, wer die Einzahler dieses Kapitals seien usw. Herr Kommerzienrat Karl S i e g i s m u n d - Berlin verspricht Prüfung und glaubt, Erfüllung Zusagen zu dürfen, da er augenblicklich keinen Grund finde, der einer Veröffent lichung des Registcrauszuges entgegenstehe. Herr R. L. Prager-Berlin bemerkt, datz durch dieses Unternehmen ein Warenhaus beinahe Mitglied des Börsen vereins geworden wäre, denn Herr Reich! habe dem Börsen« verein früher angehört und man sei im Begriff gewesen, ihn wiederum als Mitglied der Vereinigung der Berliner Mit glieder des Börsenvcreins aufzunehmen. Datz das Waren haus dahinter stecke, habe man zufällig noch rechtzeitig er fahren. Punkt 9. Bestimmung des Ortes der nächsten ordent lichen Kreisvereins-Versammlung. Herr Heinrich B o y s e n - Hamburg bittet, dem alten Brauch zu folgen und sich nun auch wieder einmal in Hamburg sehen zu lassen, wofür er die herzlichste Einladung ausspricht. Wenn auch nicht sicher ist, datz die Schwesterstadt Hamburg die Gäste so herrlich traktiert, wie Lübeck es getan hat, so wird die Stadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten sicher Ersatz bieten. (Bravo!) Der Vorsitzende fragt an, ob es den Kollegen genehm sei, wenn anläßlich der nächstjährigen Hauptversammlung in Hamburg Beteiligung der Damen in Aussicht genommen würde. Die Versammlung erklärt sich einstimmig und gern für den Antrag Boysen im Sinne des Vorsitzenden. Herr Justus Pape-Hamburg: Es liegt ein Jahr hinter uns, ein Jahr voll anstrengender Arbeit, wie Sie aus dem Jahresbericht vernommen haben. Wir können daher nach diesen geschäftlichen Verhandlungen nicht auseinandergehen, ohne vorher dem Vorstande und besonders dem Vorsitzenden den herzlichsten Dank auszusprechen für die grotze Mühe und Arbeitsleistung, die er gehabt hat in unserem Interesse und im Dienste des Buchhandels. Unser Vorstand und besonders unser Vorsitzender, er lebe hoch! — hoch! — hoch! Der Vorsitzende dankt im Namen des Vorstandes und schließt die Sitzung 4 Uhr 20 Minuten. Verbote und Verbotsaufhebungen deutscher Bücher in Rußland. «Vgl. Rr. 23, 7V, 91, 133, 144, 203, 211 „. 2S8 d. Bl.) Juni 1912. L.. Ganz verbotene Bücher. Börner, Wilhelm: Weltliche Seelsorge. Grundlegende und kritische Betrachtungen. 68 S. gr. 8°. Leipzig 1912, Alfred Kröner. 1 Flaischlen, Cäsar: Martin Lehnhardt. Ein Kampf um Gott. Fünf Szenen. Neue Ausg. 140 S. 8°. Berlin 1910, Egon Fleische! k Co. 2 geb. 3 1886
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