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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.12.1930
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1930-12-20
- Erscheinungsdatum
- 20.12.1930
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
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- Saxonica
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Xi WS, 26, Dezember 1S80. Redaktioneller Teil, Börsenblatt f. b. Dtschn Buchhanbel. Die Einteilung im Adreßbuch ist die altbewährte geblieben. Ein geleitet wird das Werk diesmal durch Bildnis und Biographie von Hermann S t i l k e. Die Verdienste dieses bedeutenden Buch händlers werden auf 10 Seiten von Walter Heynen eingehend ge würdigt. Es folgen dann Inhaltsverzeichnis, Schlagwortverzeich nis, Buchhanölungsjubiläen, Verzeichnis der Verstorbenen, Zusam menstellung der direkten Bücherwageu usw. Interessant ist auch die dem Werke beigegebene »Statistische Übersicht«. Der neue Jahr gang nennt darnach 11714 (1929: 11 763) Firmen, eine Zahl, die gegenüber dem Jahrgang 1925 mit 13 706 Firmen einen nicht un bedeutenden Rückgang zeigt. — Doch zurück zum Werke selbst! Die Hauptabteilung ist Abteilung I, die das F i r m e n v e r z e i ch n i s enthält. Die vorliegende Ausgabe des Adreßbuches weist als wich tige Neuerung eine Änderung in der alphabetischen Anordnung auf. ltber diese Neuordnung gibt die auf Seite XXXV beigegebene Er klärung der alphabetischen Anordnung, die sehr klar abgefaßt ist, Aufschluß. Wie oft machte sich früher eine gewisse Unübersichtlich keit bei häufig wiederkehrcnden Namen, wie z. B. bei Müller be merkbar. Jetzt ist durch Anwendung der Regel: Familienname, Ortsname, Vorname die Anordnung so vereinfacht, daß man beim Aufschlagen der Müller und dort wieder z. B. unter München auf einen Blick sämtliche Münchener »Müller«-Firmen, ganz gleich ob Einzelfirmen, Nachfolgerfirmen oder Doppelfirmen, findet. Auch die bisher übliche Zerreißung der Firmennamen ist vermieden wor den, und zwar dadurch, daß der Vorname dem vollständigen Firmen namen nachgestellt wurde. Weiterhin ist festzustellen, daß bei der alphabetischen Neuordnung in manchen Punkten von der Anwendung der »Einheits-ABC-Regeln«, die von dem Neichskuratorium für Wirtschaftlichkeit herausgegeben worden sind, abgewichen wurde. Eiue dieser Abweichungen ist die Behandlung der Umlaute. Die Re daktion hat die von den Einheits-ABC-Regeln vorgeschlagene Auf lösung der Umlaute ä, ö, ü in ae, oe und ue nicht vorgenommen und sicher mit Recht, denn in der Praxis wird Müller an derselben Stelle gesucht werden wie Müller und niemand wird daran denken, das ü erst in ue aufzulösen. Auch die Ausnahme-Bestimmung in den Einheits- ABC-Regeln: »Hat ein Familienname die Form eines Eigenschafts wortes, so bleibt ein dazugehöriger Vorname vor dem Familien namen stehen und ist erstes Ordnungswort (z. B. Friedrich Korn'sche Buchhandlung)« wurde außer acht gelassen, denn danach müßte Wilh. Gottl. Korn, Breslau und K und Friedrich Korn'sche Buchhandlung, Nürnberg unter F eingereiht werden. — Die Abteilung II nennt die buchhändlerischen Vereine und Sachverständigcn-Kammern, Prüf stellen für Schund- und Schmutzschriften, Unterstützungsvereine, Ge- hilfenverbände und ferner Angaben über die Deutsche Bücherei, die Deutsche Buchhändler-Lehranstalt und die Verlagsveröffentlichungen des Börsenvereins. Die Abteilung III bringt die Übersicht der in der I. Abteilung verzeichneten Firmen in geographischer Anordnung. Gegenüber der vorjährigen Ausgabe ist ein Mehr von 8 Orten, an denen sich Buchhandlungen niedergelassen haben, zu verzeichnen. Das den Schluß bildende Bezugsquellen-Register ist eine erwünschte Bereicherung des Inhalts, denn hier ist alles zu fin den, was von den verwandten Gewerben für den Buchhandel von Interesse ist. Nein äußerlich unterscheidet sich die neue Ausgabe von ihren Vorgängern durch einen dunkleren Einband, der bei dem häu figen Gebrauch des Werkes sicher von Vorteil sein wird. Angenehm berührt auch die Farbe der beigegebenen Kartonblätter, die diesmal blaugrün gehalten sind und wohltuend auf das Auge wirken. Kleine Mitteilungen Ausstellungen. — Die Buchhandlung C l. Tischendorff Nach f. N i ch. Fülle in F a l k e n st e i n (Vogtl.) veranstaltete in letzter Zeit zwei gut gelungene Ausstellungen. Die eine bestand in einer Beteiligung an einer Ausstellung »Das Reich der Frau«, die im größten Saale Falkensteins stattfand und bei der neben Büchern und Papierwaren auch kunstgewerbliche Gegenstände von der Firma ausgestellt wurden. — Die andere Veranstaltung galt der Werbung für das Jugendbuch, und zwar in Gestalt eines fröhlichen Märchen nachmittags, für den die Märchentante Frau Marte Sorge ge wonnen war. Infolge des großen Andranges mußte die Vorlesung am selben Nachmittag wiederholt werden. In einem großen Saal des Schützenhauses, wo der Märchennachmittag bei freiem Eintritt stattfand, war eine reichhaltige Ausstellung von Bilderbüchern und Jugendschriften aufgebant, die regen Zuspruch fand. Max Lchmstedts Buchhandlung in Weißenfels hat auch in diesem Jahre eine Jugendschriften-Ausstellung veran staltet, deren Erfolg befriedigte. Sie fand vom 28. November bis 7. Dezember im Hotel zum Schützen statt und war auch an den beiden Sonntagen geöffnet. Außer Zeitungsanzeigen und Hinweisen im Laden wurden zur Bekanntmachung Handzettel benutzt, die auf die zwanglose Besichtigung hinwiesen. Ein uns vorliegendes Bild verrät die Reichhaltigkeit und gute Auswahl der Ausstellung. Fachgruppe der Perlagsvertreter. — Unter reger Beteiligung fand am 13. Dezember 1930 in Berlin die fünfte Hauptversammlung der Fachgruppe der Verlagsvertreter im Verband reisender Kanf- lente Deutschlands statt. Nach der satzungsgemäß erfolgten Neuwahl des Vorstandes setzt sich dieser aus folgenden Herren zusammen: 1. Vorsitzender Franz Reuter, Dresden; 2. Vorsitzender Curt M. Nabe, Berlin; 1. Schriftführer Erich Mett, Leipzig; 2. Schriftführer Fritz Dittich, Leipzig; Kassierer Georg Görtitz, Leipzig; 2. Kas sierer Adam Reitze, Dresden. Im Anschlüsse hieran wurde in leb hafter und anregender Aussprache Stellung genommen zur wirt schaftlichen Lage und den damit gegebenen Schwierigkeiten. Stärk sten Ausdruck fand die Feststellung, daß der Verlagsvertreter auch in den kommenden schweren Zeiten der beste Mittler zwischen Verlag und Sortiment bleiben wird. Allgemeiner Deutscher Buchhandlungsgehilfen-Verband (Fach gruppe Buchhandel im D. H. V.) Ortsgruppe Dresden. — Die Orts gruppe Dresden des A. D. B. V. veranstaltet am Freitag, dem 9. Jan. 1931, abends 8 Uhr im Hotel »Imperial«, Dresden Ring, EckeJohann.- straße, einen Vortrag »Moderne Werbung für das deut sche Bu ch«. Zur Teiluahme werden alle Angehörigen des Dresd ner Buchhandels, besonders auch die jüngeren Angestellten eingeladen. Auch Gäste sind zu diesem Vortragsabend willkommen. »Hauff« Verein jüngerer Buchhändler. E. B., Stuttgart. — Am Sonnabend, dem 6. Dezember fand im Stuttgarter Ratskeller das alljährliche Gansessen statt. Trotz aller Ungunst der Zeitverhält nisse war der Besuch noch stärker als im Vorjahr, ein Zeichen da für, daß diese Veranstaltung sich ständig wachsender Beliebtheit er freut. Noch während des vortrefflichen Mahles wurden die Er schienenen mit einer allerliebsten Überraschung bedacht. Ein mäch tiger Lautsprecher erhob auf einmal seine Stimme, die angeblich aus Königswusterhausen in diesen Saal drang. Sehr bald stellte sich indessen heraus, daß sie aus dem Saale selber kam und ihr In haber der in weitesten Kreisen beliebte ehemalige Oberspielleiter des Süddeutschen Rundfunks Herr Max Heye war. Nach einem kurzen Schallplattenkonzert trug Herr Heye »Phantasien über Essen und Trinken, gehalten im Stuttgarter Ratskeller von Buchhändlern und verwandten Geistern« vor. Eine Folge entzückender kleiner Essays über das anziehende Thema, verfaßt von Angehörigen und Freun den des »Hauff«. Stürmischer Jubel belohnte die von Herrn Heye mit gepflegtester Vortragskunst gebotenen humorvollen Abhandlun gen, die dann in einer gediegen qusgestatteten Festschrift den An wesenden zur Erinnerung mitgegeben wurden. Im anschließenden geselligen Teil wetteiferten die Erschienenen mit Herrn Heye im Erzählen von Scherzen und Schwänken aller Art. Gemeinsame Ge sänge, Gläserklang und frohe Stimmung hielten die Versammlung noch lange beisammen, und gern gedenkt ein jeder der schönen Stun den, die so recht geeignet waren, alle Gegenwartssorgen wenigstens für einen Abend einmal durch angenehmere »Komplexe« zu ver drängen. A. L. »Insel«, Buchhändler-Verein Tübingen. — Diesmal führte die Mitglieder und ihre Angehörigen am 29. November ein Metzel- snppen-Essen zusammen. Durch Ludwig Uhland, dessen Heimat Tübingen ist, fand die Metzelsnppe Eingang in die »klassische« Litera tur. Er hielt sie für würdig genug, sie in einem Liede zu ver herrlichen. Kein Wunder, wenn ihr auch die »Insel« einen be sonderen Abend widmet. Eingeleitet wurde der Abend durch den Vortrag des eben erwähnten Metzelsuppenliedes. Wenn auch natur gemäß das größere Interesse der aufgetragcnen Mctzelsuppc galt, so blieb doch für die verschiedenen mundartlichen Darbietungen noch genügend Aufmerksamkeit. Es war wieder einmal ein Abend, der uns fern von allen beruflichen Fragen einige gemütliche Stunden brachte. (Metzelsuppe — Essen von Schweinefleisch und Würsten, meist mit Sauerkraut und Spätzle sNudelartj.) Sbt. Blätter für Buchgestaltung und Buchpflcge. — Der Bund Meister der Einbandkunst E. V. Sitz Leipzig (Geschäftsstelle, Leip zig W 31, Altestr. 5 II) gibt eine Werbeschrift heraus, die das Buch als Ergebnis einer vielfachen handwerklichen Tätigkeit zeigt und den Bücherfreund auf die Arbeitsweisen am Buch und die Mühen seiner Herstellung Hinweisen soll. Die Blätter sind reich illustriert. Das 1. Heft zeigt den Werdegang eines Bucheinbandes in Bildern, das 2. Heft den der Handvergoldung, der edelsten Verzierung für den Handeinband. Es ist zweifellos, daß auf diese Art das breite Publi kum auf die Schönheit von Buch und Bucheinband hingewiesen wird. 1183
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