tvtI77^ von M »W » » 6Udll)k8K^k42I,kk s. v. vr. 16^1^2 A ^ I ^ I» I» Sc.-8° ca. 336 E, Brosch. UM. S.-, Szln. RM. 11 — Die österreichische Verfassungsreform und die damit zusammenhängenden politischen und wirtschaftlichen Erscheinungen beschäftigen heute nicht nur Österreich, ganz Europa nimmt dazu Stellung. Es ist daher zu begrüßen, daß der beste Kenner dieser verwickelten Materie, Altbundeskanzler Or. Seipel auf Grund seiner ganz besonderen Vertrautheit mit diesem Fragenkomplex in seinem neuen Buche auf alle diese Probleme ausführlich eingeht, sie mit der Logik seines scharfen Geistes beleuchtet und so dem Politiker wie dem Laien richtunggebende Grundlinien aufzeigt. Schon in der alten Monarchie, dann als Referent über das Bundesverfassungsgeseh in der konstituierenden Nationalversammlung und vor allem seit 1928 hat sich Or. Seipel mit größter Sachkenntnis diesem Problem gewidmet und sich für seine Lösung mit aller Energie eingesetzt. Er ist daher der Be rufenste, sich über das Gesamtproblem und die umstrittenen Punkte, wie Notverordnungs recht des Bundespräsidenten, Wahl des Bundespräsidenten, die Stellung Wiens, Reform der Schwurgerichte, Immunität der Abgeordneten usw., maßgebend zu äußern. Seine Arbeit ist aber mehr als eine aktuelle Gelegenheitsschrift, sie rollt das Thema in seiner ganzen historischen Entwicklung seit den Tagen der Monarchie auf, zeigt die Übergänge einer Verfassungsform in die andere, das Zustandekommen der ersten öster reichischen Bundesverfassung im Iahre 1920 und die weitere Entwicklung bis zur Gegen wart, in der das Verlangen nach einer Reform immer unabweisbarer wurde. So er möglicht er einen Vergleich der damaligen mit der heutigen politischen Situation und damit ein objektives Urteil über die Bedeutung und Tragweite der jetzigen Versaffungsreform. Ein Anhang mit Auszügen und vollständigen Texten von Reden, Kundgebungen, Gesetzesanträgen und Gesehen ergänzt die Ausführungen Seipels, in denen er auch eigene Schriften, Reden und Aufsätze heranzieht, die die jeweilige politische Lage charakterisieren. Niemand wird dieses Buch, dem durch sein Thema und durch die Persönlichkeit des Autors gleiche Wichtigkeit zukommt, ohne stärkstes Interesse lesen. T Ulii.nki.ki Skiwkivi.i.kir Ulikn uno I.kipri6