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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 08.05.1943
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1943-05-08
- Erscheinungsdatum
- 08.05.1943
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- Deutsch
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6. Eine ebenso wichtige wie arbeitszeitraubende Arbeit ist das Vergleichen (Kollationieren). Zur Erleichterung dieser ist folgendes zu beachten: a) Auch aus Schönheitsgründen sollen die Drucksignaturen nicht zu klein gesetjt werden oder gar fehlen. b) Das Vergleichen geht wesentlich schneller, wenn die Signa turen nicht rechts, sondern links unter dem Satjspiegel sitjen. Das ist desto wichtiger, je größer die Formate sind, also besonders bei großen wissenschaftlichen Werken zu be achten. c) Wenn Bilder (besonders Kunstdruckbilder auf anderem Papier) als Viertelbogen um die Bogen umgelegt oder als Blätter an die Bogen vorn angeklebt werden müssen, wird die Signatur des Druckbogens verdeckt. Sie ist also dann zweckmäßig auf dem betreffenden Bild entsprechend mit zudrucken. d) Fast vollkommen vermeidbar wird das Vergleichen durch Mitdrucken von Flattermarken. Diese müssen natürlich gut in der Mitte des Bundsteges sit$en und gleichmäßigen Ab stand von Bogen zu Bogen haben. Dann läßt sich das Ver gleichen mit einem einzigen Blick auf den Rücken des zu sammengetragenen Buches erledigen. Gerade von dieser so einfachen Möglichkeit wird noch viel zu wenig Gebrauch ge macht und es ist Aufgabe der Verlage, die-Druckereien ent sprechend zu erziehen. Autorenabend des Karl H. Bischoff Verlages Mit dem schon bei dem ersten Autorenabend des Verlages festgesetjten Zweck, die Werke noch wenig bekannter Dichter und Schriftsteller dem Buchhandel und einem weiten Lesepubli kum zu erschließen, hat der Karl H. Bischoff Verlag, Wien, am 7. April seinen zweiten Autorenabend im Rahmen der Hamer- ling-Gesellschaft wieder in den Räumen des Ausländerdienstes abgehalten. Eingeladen waren Vertreter der öffentlichen Kultur institutionen, Autoren, Schriftleiter und Buchhändler. Der Verleger Karl H. Bischoff eröffnete die Veranstaltung mit einleitenden Worten über den obenerwähnten Sinn und Zweck dieses Abends. Hierauf brachte Erna Blaas eine Reihe von Gedichten in recht eindrucksvoller Weise zum Vortrag. Sodann las Willi Schäferdiek einige rheinische Anekdoten vor, die reichlichen Bei fall ernteten. An den offiziellen Teil schloß sich ein gemütliches Zusam mensein der geladenen Gäste und der Verlagsleitung. Der Verlauf dieses zweiten gut gelungenen Autorenabends berechtigt zu der Hoffnung, daß sich die künftigen Veranstaltun gen zum Treffpunkt der geistigen und kulturellen Kreise Wiens gestalten werden. Die preisrechtliche Aufbewahrungspflicht Durch Verordnung vom 28. Dezember 1942 (RGBl. 1943 I S. 4) sind die zehnjährigen Fristen für die Aufbewahrung von Büchern und Schriften auf dem Gebiete des Handels- und Steuerrechts mit Aus nahme der Handelsbücher, Inventare und Bilanzen allgemein auf fünf Jahre abgekürzt worden. Der Reichskommissar für die Preisbildung weist in einem Erlaß vom 24. März 1943 darauf hin, daß diese Ver ordnung, wie auch aus ihrer amtlichen Begründung (RA. Nr. 10 vom 14. Januar 1943) hervorgeht, nur die auf dem Gebiete des Handels und Steuerrechts bestehenden Aufbewahrungsfristen im Auge hat, daß dagegen die auf dem Gebiete des Preisrechts bestehenden Aufbewah rungspflichten, so insbesondere die Vorschriften der Preisauszeich nungsverordnung vom 23. November 1940 (RGBl. I S. 1531), unbe rührt bleiben. Er weist in diesem Erlasse ferner darauf hin, daß, so weit keine zeitlich begrenzten Aufbewahrungsfristen vorgeschrieben sind, die Belege ohne zeitliche Begrenzung aufzubewahren sind. Viel fach handelt es sich ja bei den nach den Preisvorschriften aufzube wahrenden Unterlagen überhaupt nicht um solche Geschäftspapiere oder Schriften, die der Verordnung vom 28. Dezember 1942 unter liegen, wie z. B. Kalkulationen, Preislisten, Lohnabrechnungen. Weil zum Nachweis der Stoppreise auf Ein- und Verkaufsrechnungen usw. aus den Jahren 1936 und 1937 zurückgegriffen werden muß, konnte auf die Aufbewahrung dieser Belege aus Gründen der Preisüber wachung nicht verzichtet werden. Der Erlaß ist im Mitteilungsblatt des Reichskommissars für die Preisbildung vom 12. April 1943 erschienen. Leipziger Ortsvereinigung der Goethe - Gesellschaft Am 5. Mai sprach der Direktor des Frankfurter Goethe-Museums Prof. Dr. Ernst Beutler über das „Schenkenbuch des Diwan“; am 9. Juni spricht Prof. Dr. August Kippenberg-Bremen über „Goethe und Carlyle“; am 28. August Dr. Buchwald-Htldelberg über „Goethes Faustdichtung“; am 8. September Univ.-Prof. Dr. Benno von Wiese- Erlangen über die „Helenatragödie“. — Am 19. Mai veranstalten in der Alten Handelsbörse Mitglieder unter der Leitung von Dr. Eduard Craß ein Hauskonzert, wie sie zu Goethes Lebzeiten im Haus am Frauenplan aufgeführt wurden. — Studienabende werden in der Uni versität abgehalten von Dr. Joachim Müller über „Goethes Pädago gische Provinz“; von Dr. Marie Schnette über „Goethe als Kunstsamm ler“; von Karl Markert über „Goethe in Leipzig“; von Dr. Fr. Ad. Hünidi über das „Buch im Leben Goethes“. — Mit der Klopstock- Gesellschaft wird am 22. Mai im Gohliser Schlößchen eine Klopstock- Feier veranstaltet, bei der Dr. Joachim Müller über den „Jungen Klopstock in Leipzig“ sprechen wird; Tilla Schmidt-Ziegler wird aus den in Leipzig geschriebenen Gesängen des „Messias“ vortragen. — Eine Anzahl von Mitgliedern hat ihrer Ortsvereinigung die große 143 bändige Sophienausgabe geschenkt. Sie ist in die Goethe-Bücherei eingereiht worden und steht dort den Mitgliedern nach Vereinba rung mit dem Schriftführer zur Verfügung. Anschrift: Oberlehrer Paul Schlager, Leipzig C 1, Albertstr. 54, Tel. 11 893. Gründung einer Hölderlin-Gesellschaft An Hölderlins hundertstem Todestag am 7. Juni 1943 wird eine Hölderlin-Gesellschaft mit dem Si§ in Tübingen gegründet. Sie wird die Hölderlin-Gedenkstätten zu Lauffen, Nürtingen, Maulbronn, Tübingen usw. in pflegende Obhut nehmen und der Hölderlin-For schung und Hölderlin-Verehrung einen Mittelpunkt geben. Für das Jahr 1943 erhalten die Mitglieder der Gesellschaft eine Gedenkschrift, die zum hundertsten Todestag von der Stadt und der Universität Tübingen herausgegeben wird. Namhafte Hölderlinforscher lieferten hierfür Beiträge. Es ist geplant, von 1944 an das Jahrbuch regelmäßig erscheinen zu lassen. Personalnachricliten Ihren fünfundsiebzigsten Geburtstag feierten am 4. Mai Herr Peter Seit) i. Fa. Phil. Brönner & Martin Daentler’sche Buchdruckerei und Buchhandlung in Eichstätt und am 7. Mai Herr Otto Grüttefien i. Fa. A. Martini & Grüttefien G. m. b. H. in Wuppertal-Elberfeld. Am 1. Mai feierte Herr Karl Göty sein vierzigjähriges Tätigkeits- Jubiläum in der Expedition der J. G. Cotta’schen Buchhandlung Nachf. in Stuttgart. Ihr fünfundzwanzigjähriges Dienst-Jubiläum feierten am 1. Mai Herr Direktor Emil Diehl, Betriebsführer der Privileg. Württ. Bibel anstalt in Stuttgart und Frau Margarete Granzer in der Buchhandlung Schallehn & Wollbrück in Wien. Am 8. Mai feiert Herr Prokurist August Werner, Leiter der Ver triebsabteilung der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart, sein fünf zigjähriges T ätigkeits- J ubiläum. Todesfälle: Gestorben am 14. April nach längerem schweren Leiden im drei undsechzigsten Lebensjahre Herr Dr. phil. h. c. Hans Emil Reclam, der nahezu vierzig Jahre für die Firma Philipp Reclam jun. in Leipzig gewirkt hat. Am 27. April im siebenundsiebzigsten Lebensjahre Herr General direktor Philipp Dorneich, der vierundsechzig Jahre für den Verlag Herder in Freiburg i. Br. tätig war. Zu seinem fünfzigjährigen Dienst jubiläum veröffentlichte er eine Erinnerungsschrift „Vor 50 Jahren“ und zu seinem siebzigsten Geburtstag im Jahre 1936 eine Gedicht sammlung „Erlebtes und Erträumtes“. Am 30. April nach schwerem Leiden im wohlverdienten Ruhe stände Herr Alwin Bcrthold, der ehemalige Vorsteher der Kalender abteilung und Betriebsobmänn der Firma Otto Maier K.G. in Leipzig. Hauptschriftleiter: Dr. Hellmuth JLangen bucher, Schömberg.— Stellvertr. d. Hauptschriftleiters: Geo rg v. K om merstfidt, Lei pzig.— Verantw. Anzeigen leiter: Walter Herfnrth, Leipzig. — Verlag: Verlag des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. — Anschrift der Schriftleitung und Expedition: Leipzig C 1, Gerichtsweg 26, Postschließfach 274/75. — Druck Brandstetter, Leipzig C 1, Dresdner Straße n •) Zur Zeit ist Preisliste Nr. 11 gültig! 84 Börsenbl. f. d. Dt. Buchh. Nr. 88, Sonnabend, den 8. Mai 1943
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