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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.07.1939
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- 1939-07-20
- Erscheinungsdatum
- 20.07.1939
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weltanschaulichen Tendenzen und Erfordernisse auszurichten. Nur so kann verhindert werden, daß sich die zurückbleibende Kunst vom wirklichen Leben der Völker mehr und mehr trennt und damit endlich vereinsamt.- Entscheidend sei gewesen, so sagte der Führer weiterhin, daß der neue Staat nicht nur die Bedeutung seiner Volks- und macht politischen, sondern auch kulturellen Aufgaben erkannte und diese als eine wichtige Mission in ihrer vollen Bedeutung würdigte und damit auch zur Tat werden ließ. Er habe stets die Über zeugung vertreten, daß, sowie die ersten Bauten einmal stehen würden, das Geschimpfe der Kritikaster verstummen werde; denn dann sei nicht mehr die Ausfassung dieser wurzellosen Literaten entscheidend, sondern die Meinung des Volkes. Damit aber höre die Kunst auf, mehr oder weniger internes Gesprächsthema schwindsüchtiger Ästheten zu sein, sondern sie beginne vielmehr, ein kraftvolles Element unseres kulturellen Lebens zu werden. So, wie das Reich gewachsen sei, so wachse nun auch seine Kunst. Die Denkmäler der Architektur seien schon heute gewaltige Zeugen für die Kraft der neuen deutschen Erscheinung auch auf kulturpolitischem Gebiet. Am Sonntagmittag bewegte sich dann der Festzug -2000 Jahre Deutsche Kultur- durch die Straßen der Haupt stadt der Bewegung. Gewaltig war die Zuschauermengel überall herrschte Jubel und Begeisterung. Auch das Wetter zeigte sich günstig, die Sonne schien, und blau wölbte sich der Himmel. Als sich der Abend aber neigte, begann es zu regnen. Ein Gewitter war aufgezogen und entlud sich mit heftiger Gewalt. Doch ver mochte dies der guten Stimmung leinen Abbruch zu tun. Die Feste wurden in die großen Säle der Stadt verlegt und nicht minder froh und ausgelassen war deshalb das Treiben, überall erklang Musik und es wurde mit Eifer und Ausdauer getanzt. So klang das Fest aus, das in Gedanken das ganze Groß- deutsche Reich mitfeierte und miterlebte. Uns Münchnern aber werden diese Tage unvergeßlich bleiben. Hans Schulz. Umschau in Wirtschaft und Recht Von Dr. K. Ludwig Leistet Erntehilfe! Die Sicherung der Ernährung ist nach wie vor eine der wesent lichsten Voraussetzungen für die Erhaltung unserer nationalen Frei heit. Darum erhielten die Arbeitsämter Anweisungen für den Ernte einsatz. Eingesetzt werden können die Schuljugend und geeignete Kräfte, die während der arbeitsstillen Zeit in manchen Berufs zweigen beurlaubt werden können. Gegebenenfalls können in solchen Betrieben geschlossene Abteilungen stillgelegt werden. Zur freiwilli gen Erntehilfe ist die Deutsche Studentenschaft ab 14. Juli geschlossen eingesetzt worden. Das Gleiche geschieht bei der HI. und dem BDM. Allgemein ergeht der Aufruf an alle Parteigliederungen, Organisa tionen, Behörden und Betriebe, ihren Mitgliedern, Beamten und An gestellten zur freiwilligen Erntehilfe Urlaub zu gewähren. Urlaub zum Reichöparteitag 1939 Die Neichswirtschaftskammer ersucht in einem Rundschreiben, den Gefolgschaftsmitgliedern, die laut Bescheinigung der zuständigen Parteistellen für die Teilnahme am Neichsparteitag vorgesehen sind, den erforderlichen Urlaub ohne Anrechnung auf den sonst Anstehen den Urlaub zu gewähren und, soweit es die wirtschaftliche Lage der Betriebe zuläßt, den Lohn für die ausfallende Arbeitszeit zu zahlen. Den Betrieben werden bis 20. Juli die Teilnehmerbogen für jene eingereicht, die über fünf Urlaubstage benötigen. Sollte die Be urlaubung nicht möglich sein, ist Fühlungnahme mit den zuständigen Parteidienststellen herbeizufllhren. Verkaufssountage vor Weihnachten 1939 Ein Erlaß des Neichsarbeitsmtnisters vom 16. Juni 1939 be stimmt als Verkaufssonntage den 10., 17. und 24. Dezember 1939. Die Vcrkaufsstunden am 24. Dezember sollen nach den örtlichen Ver hältnissen festgesetzt werden. Einer Anregung der Neichswirtschafts kammer folgend, stellt der Neichsarbeitsminister anheim, die Ver kaufszeit am 24. Dezember ganz oder teilweise auf den Vormittag zu verlegen. Mit Ausnahme für Apotheken und den Handel mit Weih nachtsbäumen wird ein Verkauf nach 17 Uhr in keinem Falle zuge lassen. (Neichsarbeitsblatt 1939 Nr. 19, I, 282). Sieben allgemeine Beflaggungstage Nachdem der 9. November als Gedenktag für die Gefallenen der Bewegung zum staatlichen Feiertag erklärt worden ist, wurde das Neichsflaggengesetz entsprechend abgeändert (VO. vom 3. Juli 1939, RGBl. I, S. 1088). Danach sind regelmäßige allgemeine Bcflaggungs- tage: Der Reichsgründungstag (18. Januar), der Tag der Natio nalen Erhebung (30. Januar), der Heldengedenktag (16. März oder der vorangehende Sonntag), der Geburtstag des Führers (20. April), der Nationale Feiertag des Deutschen Volkes (1. Mai), der Ernte danktag (1. Sonntag nach Michaelis), der Gedenktag für die Ge fallenen der Bewegung (9. November). Der Vierjahresplan in der Handwerkswirtschast Ein Erlaß des Reichswirtschaftsministers vom 7. Juni 1939 (Ministerialblatt für Wirtschaft vom 28. Juni) betont die Not wendigkeit schneller und umfassender Bereinigung des Handwerks gemäß der Verordnung vom 22. Februar 1939. Es muß in Kürze erreicht werden, daß die nicht am richtigen Arbeitsplatz stehenden oder nur unvollständig beschäftigten Handwerker an zweckvollere Arbeitsplätze kommen. Die Präsidenten und Geschäftsführer der Handwerkskammern sind persönlich für die beschleunigte und sorg fältige Durchführung dieser Aufgabe verantwortlich. — Im »Reichs anzeiger« vom 6. Juli wird die Anordnung des Reichswirtschafts ministers vom 5. Juli über die Regelung der handwerklichen Ge werbeförderung veröffentlicht. Die Gewerbeförderung obliegt dem Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertag. Sie umfaßt alle tech nischen Betriebe und alle wirtschaftlichen und kulturellen Maß nahmen, die geeignet sind, die Leistungsfähigkeit des Handwerks zu stcigeru. Bei den Handwerkskammern wird als besondere Abteilung eine Gewerbeförderungsstelle geschaffen, die mit Aufträgen an die entsprechenden Stellen herantreten kann. Das Gewerbe- und Fach schulwesen wird aber davon nicht berührt. Im Bedarfsfälle können gewerbefördernde Anstalten (mit Internaten) errichtet werden, wie sie in vorbildlicher Weise Ostpreußen bereits geschaffen hat. — Seit 1933 hat sich die Zahl der Handwerkslehrlinge um 48,8 v. H. erhöht. Die Zunahme erstreckt sich auf Bau- und Baunebengewerbe, metall- und holzverarbeitende Handwerkszweige. Dagegen ging die Lehr lingszahl zum Teil erheblich zurück im Bäcker-, Fleischer-, Buch binder-, Schneider-, Schuhmacher- und Malerhandwerk. Verbindung von Lohnpolitik und Arbeitseinsatz Mit Wirkung vom 1. August 1939 an bestellt der Reichsarbeits minister die Leiter der Arbeitsämter zu Beauftragten der Reichs- treuhänder der Arbeit. Die Leiter der Gewerbeaufsichtsämter werden von ihrem Amte als Beauftragte entbunden. Damit werden die Arbeitsämter mit ihren rund 40 000 Mitarbeitern und ihrer ein gehenden Kenntnis der Betriebe irr den jeweiligen Bezirken Helfer der Neichstreuhänder, denen bisher nur die rund 1000 Beamten der Gewerbeaufsicht zur Verfügung standen. Beauftragte des Werberates bei den Wirtschaftskammern In Erfüllung des Auftrages des Generalfeldmarschalls Göring vom 27. Juni 1938, nämlich alle geeigneten Maßnahmen zur An regung, Förderung und Intensivierung der Wirtschaftswerbung im Vicrjahresplan cinzuleiten, hat der Neichswirtschaftsminister im Ein vernehmen mit dem Präsidenten des Wcrberates der deutschen Wirt schaft bestimmt, daß bei den Wirtschaftskammern Beauftragte des Wcrberates bestellt werden. Diese haben die werbende Wirtschaft des Kammerbezirkes zu beraten, anderweit nicht oder nur schwer er hältliche Auskünfte zu erteilen und auf Unterlassung etwaiger Ver stöße hinzuwirken. Begrenzung der Dienstoerpflichtung Der Beauftragte für den Vicrjahresplan, Generalfeldmarschall Göring, hat angeordnct, daß die Dienstverpflichteten für staats politisch wichtige Arbeiten auch bei Verlängerung ihrer Verpflich tung die Ausgleichszulage erhalten. Sind bisher durch den Wegfall dieser Zulage ungewöhnliche Härten entstanden, kann ein besonderer Härteausgleich gewährt werden. Im Zusammenhang damit hat Gene- Nr. 166 Donnerstag, den 20. Juli 1939 567
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