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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 24.11.1938
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1938-11-24
- Erscheinungsdatum
- 24.11.1938
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- Deutsch
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Zum ersten Male wurde auch eine Sonderabtcilung »Das Fachbuch für Handel, Handwerk und Industrie» gezeigt. Das Interesse für diese Abteilung war auffallenderweise jetzt viel stärker als zur Fachbuchwerbung im Frühjahr. Den Wandschmuck der Schau bildeten zahlreiche Bilder, so wohl Originale bekannter Münchner Künstler, Bilder der natio nalen Führer als auch Hansstaengl- und Piperdrucke (darunter Cranach, Dürer, C. D. Friedrich, Thoma usw.) sowie gute Graphik. Die Vorbereitungen zu einer derart großen Ausstellung be ginnen naturgemäß schon im Sommer. Nachdem der Entwurf fertig vorliegt, beteiligt sich jeder der Mitarbeiter entsprechend seinen Fähigkeiten an den vorbereitenden Arbeiten. Der eine entwirft die Propaganda (Text der zu versendenden Einladung und der Zeitungsanzeigen), der andere malt die vielen Plakate, der nächste baut die benötigten Holzgcstclle usw. So wächst lang sam in einer Gemeinschaftsarbeit das geschlossene Bild der Aus stellung heran. Sämtliche Tische wurden mit einem blauen Stoff belegt, wozu sich Rupfen oder Rips eignen. Jede Abteilung wurde durch ein gelbes Plakat mit blauer Schrift gekennzeichnet, in dem Raum für Kinder waren die Plakate rot mit weißer Schrift. Als vorteilhaft erwies sich das Auflegen von Bestellkartcn auf den Tischen und die Verteilung von Probeheften und Prospekten. Der Eintritt muß natürlich frei sein. An der Außenwand des Gebäudes wies ein leuchtendes großes Plakat auf Holz rahmen auf die Ausstellung hin. Mit der Schau war ein Ver kauf verbunden, der nur an den Sonntagen unterblieb. Nicht unerwähnt darf bleiben, daß die gesamte Presse auch der Umgebung in dankenswerter Weise zum Erfolg mit beitrug, wie auch die Behörden alle Bemühungen unterstützten. Die in Frage kommenden Verleger trugen gern ihr Scherflein durch Überlassen von Kommissions-Sendungen bei. Eine derartige Veranstaltung bringt zunächst eine enorme Mehrarbeit, die nur der Buchhändler auf sich nehmen wird, der nicht nur kaufmännisch denkt, sondern sich auch seiner Pflichten gegenüber dem Volke bewußt ist. Dann verursacht sie auch er hebliche Unkosten, die aber erfahrungsgemäß durch den Verkauf sofort oder spätestens in zwei bis drei Monaten wieder herein kommen. Es zeigte sich, daß die Besucherzahl jährlich zunahm und daß sich unter diesen in steigendem Maße die Jugend, Arbeiter und Soldaten befanden, daß sich viele Besucher Notizen machten und später noch nach Monaten darauf zurückkamen, wie über haupt eine solche Veranstaltung als »Vorschau für Weihnachten» gewertet werden will. Die Hauptwirkung läßt sich beim Weih nachtsgeschäft deutlich feslstellen, zumal da schon auf der »Schau- Aufträge fürs Fest erteilt werden. Die Ausstellung kann neben dem Schaufenster als die wertvollste Werbung des Sortiments angesehen werden. Die »Bücherschau Kleinschmidt- in Hof wurde in den letzten Jahren von bekannten Dichtern und Schriftstellern wie Alver- des, Anton Dörfler, E. E. Dwinger, Ettighoffer, Hielscher usw. besucht. Es würde den Artikelschreiber freuen, wenn er mit diesen Zeilen auch Berufskameraden in anderen Orten eine Anregung gegeben hätte. Vierzehnte Tagung des Internationalen Verbandes für Dokumentation Erste Sitzung des I8^-Komitees 46 Dokumentation*) In Oxford und London fand vom 21. bis 2g. September 1938 die vierzehnte Tagung des Internationalen Verbandes für Dokumentation statt. An ihr nahmen etwa 350 Fachleute aus zahlreichen Staaten, die Hälfte davon aus Großbritannien, teil. Deutschland war durch eine amtliche, vom Reichs- und Preußi schen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung eingesetzte Delegation vertreten. Sie stand unter Führung des Vorsitzenden des Fachnormenausschusses für Bibliotheks-, Buch» und Zeitschriftenwesen im Deutschen Normenausschuß, Geheim rat Prof. I)r. Krüß, Generaldirektor der Preußischen Staats bibliothek Berlin. Der Fachnormenausschuß für Bibliotheks-, Buch- und Zeitschriftenwesen wirkt als Zentralstelle für Doku mentation in Deutschland. Aus der Tagung wurden zahlreiche, die Dokumentation be treffende Fragen in Vorträgen und Aussprachen behandelt, z. B. die Herstellung von Referaten, die Theorie und die Anwendung der Ordnungssysteme, die Auswertung von Bibliographien, der Stand der Bibliographie in einzelnen Ländern und auf einzel nen Gebieten, die Organisation des Schrifttumsauskunftsdienstes und die photographischen Hilfsmittel der Dokumentation. Zahlreiche Vorträge und Erörterungen behandelten den Stand der Bibliographie in einzelnen Ländern und aus einzelnen Fachgebieten, sowie die Benutzung von Biblio graphien. Es sind die Verhältnisse in Amerika, Deutschland, ') I8^-Illt«ruLtioaaI b'eäorotion ok tb6 Xatioust Ltoaitoräiriag ^ssooiotious (Internationale Koederatton der Nationalen Normen- Vercinigungen). England, Frankreich, Schweiz, Ungarn und auf den Fachgebieten der Staats- und Sozialwissenschaftcn, Berwaltungswissenschast, des Verkehrswesens, der Geschichte, der Volkskunde, der Haus wirtschaft, Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie behandelt worden. Ein weiteres Thema war die Herstellung von Refera ten des lausenden Schrifttums. In verschiedenen Vorträgen wurden vorhandene Einrichtungen in verschiedenen Ländern ge schildert und Vorschläge für die Verbesserung der Arbeitsmetho den gemacht. Auf der Tagung wurde beschlossen die Verleger aufzu- fordcrn, möglichst genaue Titelangaben, z. B. Angabe des Erscheinungsjahres einer Schrift, genaue Unterscheidung zwischen Erstveröffentlichung, Neudrucken und neuen Ausgaben zu machen. Die Dokumentation im engeren Sinne ist das Arbeitsgebiet des S ch r i f t t u m a ns kun s tsd ien stes, der von Biblio theken, wissenschaftlichen Gesellschaften, Verlagen oder anderen besonderen Schrifttumsauskunftsstellcn betrieben wird. Es wurde auf der Tagung über die diesbezüglichen Einrichtungen in den verschiedenen Ländern und auf den verschiedenen Fachgebieten berichtet, so z. B. über die Informationsstelle für technisches Schrifttum an der Technischen Hochschule Berlin. Besondere Be deutung haben die Verzeichnisse von Schrifttumauskunftsstellen, wie sie in Deutschland, in Holland, Frankreich, der Schweiz, England und Kanada jeweils für die Auskunftsstellcn der be treffenden Länder herausgegeben worden sind. Daneben stehen SI8
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