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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.09.1938
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- 1938-09-03
- Erscheinungsdatum
- 03.09.1938
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Bekanntmachung der Reichsschrifttumskammer Nachstehend verzeichnete Ausweise der Reichsschrifttums kammer sind verlorcngegangcn und werden hierdurch für un gültig erklärt: 6 2476 Arnold Bartels, Stettin, Unterwiek 22 VF 5280 Johann Baumgartner, Lörrach, Teichstraße 20/11 VF 5811 Robert Behn, Bcrlin-Charlottenbnrg, Uhlandstraße 178/IV VF 6708 Heinz Bramscher, Wilhelmshaven, Uhlandstraße 17 6 4216 Kurt Braun, Berlin-Neukölln, Flughasenstraße 81 VF 7476 Hans Busse, Wiesbaden, Taubcnstraße 8 0 1701 Leonhard Dittmer, Augsburg, Jesuitengasse 443 1/2 VF 7062 Otto Kabry, Köln-Sulz, Berrcnrathcr Straße 224 a VF 7172 Otto Falsch Köln, Agrippastratze 02/4 VF 7862 Klaus Faschender, Schisfsweiler/Saar, Eisenbahnstraße 1 6 3250 Johann Kesten, Essen-Karnopp, Matthiasstraße 62 VF! 685 Arno Krihe, Waldenburg/Schl,, Scheuerftraße 5 b VF 7116 Franziska Froschmeier, München, Schleißhelmer Str, 50/4 VF 4277 Hans Joses Funke, Essen/Ruhr, Kischerstraßc 1 VF 7051 Max Gantert, Berlin-Eharlottenbnrg, Niebuhrstraße 25/1 VF 7480 Helmut Griineberg, Halle/Saale, Preßlcrs Berg 11 VF 7436 Marlon Nassib Gnraiob, Berlin SW 88, Friedlichst!. 238 VF 5689 Therese Heck, Essen, Max-Beyer-Straße 24 VF 8014 Ernst-Ludwig Hengesbach, Wismar, Köhlcrstraße 44 VF 6423 Wilhelm Hepe, Velbert, Wilhelmstraße 26 VF 7377 Wilhelm Kleferle, Stuttgart-S-, Willi-Kirchhofs-Straße 6 KV 6491 Ottmar Klein-Roden, Hamburg 18, Bornstraße 16 VF 7464 Paul Kohlmann, Hamburg, Oben Borgfelde 27 VF 8219 Alois Morick, Schöningen, Sallnen-Sicdlung VF 8588 Franz Reinlcke, Berlin W 15, Pariser Straße 7 0 3604 Valentin Reiter, München, Kyreinstraße 711 0 1971 Hermann Rehwaldt, Berlin NW 21, Bandelstraße 8/II VF 9329 Robert Ruckdeschel, Ruhpolding/Obb., Zeller Str. 99 1/5 6 3512 Maria Nuhnau, Düsseldorf, Woringerstraße 114 6 1272 Weiner Siegmann, Fürth i. B., Königstraße 138 6 4640 Curt Sprewitz, Berlin W 57, Potsdamer Straße 68 VF 8496 Rudolf Schlesinger, Magdeburg, Lödischehosstraße 18 0 5181 Johann Schmiebt, Berlin W, Motzstraße 18 KV 8841 Wolsgang Schneider, Nürnberg, Josefplatz 24/III b. Braun 0 1105 Peter Scholzen, Stuttgart, Libanonstr. 79 VF 7080 Joses Schug, Essen-Altenessen, Rahmstraße 46 6 184 Ernst Stopka, Wigrinnen, Ar. Semburg/Ostpr. VF 9019 August Thiele, Hamburg-Langenhorn, Hainselder Straße 7 VF 9611 Carlo Travaglini, Berlin W 62, Lützowplatz 10 VF 8188 Herbert Wittke, Leipzig C 1, Neumarkt 8/1 0 3508 Joses Wittkowski,, Essen, Schönleinstraße 42 Vor Mißbrauch dieser Ausweise wird gewarnt. Aus Grund des Z 29 der Ersten Verordnung zur Durch führung des Rcichskulturkammergesctzcs vom 1. November 1933 (RGBl. I, S. 797) werden die Polizeibehörden gebeten, die für ungültig erklärten Ausweise bei unberechtigter Benutzung einzu- zichen und an die Reichsschrifttumskammer, Berlin-Charlottcn- burg 2, Hardenbcrgstraße 6, unter Beifügung eines Berichtes zu übersenden. Es wird noch einmal darauf hingewiesen, daß die orange farbigen Ausweise der Reichsschrifttumskammer ungültig gewor den sind. Diese Ausweise wurden früher für die sogenannten be- rufsangeschlossenen Mitglieder geführt, die keine Beiträge zahl ten, weil sie in einer anderen Kammer der Reichskulturkammer zahlende Mitglieder waren. Seit der Veröffentlichung der Bekanntmachung der Reichs schrifttuniskammer Nr. 88 (Völkischer Beobachter vom 1. Juli 1937) gibt es keine berussangeschlossenen Mitglieder mehr; ihre Ausweise sind durch Ziff. 7 der genannten Bekanntmachung un gültig geworden. Berlin-Charlottenburg 2, den 2. Sept. 1938 Hardenbsrgstraße 6 Der Präsident der Reichsschrifttumskammer I. V.: Baur Dichtung und Volkstum Zum fünfzigsten Geburtstag Laus Friedrich Bluncks vr. 11. l.. — Es ist eine stolze Bilanz, die der Dichter Hans Friedrich Blunck an seinem fünfzigsten Geburtstag von seinem Schaffen ziehen darf. Wenn wir bei einem solchen Anlaß als Außenstehende sein Werk betrachten, dann dürfen wir nicht die Tatsache vergessen, daß die Anfänge des Schaffens dieses Dich ters in eine Zeit fielen, in der das deutsche Volk der Vorherr schaft eines artfremden Geistes fast, wie cs schien, wehrlos aus geliefert war. Gerade für einen künstlerischen Menschen aber waren in dieser Zeit die Lockungen, sich geistig dem allgemeinen Strome anzupassen, besonders stark, und mancher, der diesen Lockungen erlag, war sich dessen nicht bewußt, daß er damit seine eigentliche künstlerische Existenz von vornherein preisgab. Um so deutlicher hebt sich das Bild eines Dichters, wie ihn das deutsche Volk in Hans Friedrich Blunck besitzt, ab von dem Hintergrund einer Zeit, der volkhafte Werte und Maßstäbe jeder Art mehr und mehr fragwürdig geworden waren. Denn die Grundkraft, die im Schaffen dieses Dichters wirltc, war je und je das deutsche Volkstum, und Hans Friedrich Blunck hat seine Aufgabe nie anders gesehen als darin, durch sein dichterisches Werk die Kräfte des Volkstums in ihrer ewigen Wirkungsmäch tigkeit offenbar zu machen. »Was ich von ihnen erfuhr«, schreibt Hans Friedrich Blunck einmal über seine Ahnen, »war fast imnier Bauerntum, zähes, unwandelbares, gleichgesügtes Bauern tum der Nordmark wie aus Ewigkeiten heraus. Es kam einem vor, als wollten sie selbst sich nicht unterscheiden, wollten nur als Einheit von Vater, Sohn und Enkel ungeschaut werden, als ein unendlicher Zug, der durch die Jahrhunderte wandert, als Bewegung der Landschaft, Leben ihrer Scholle«. So werden dem Dichter Heimat und Ahnen zu den »leuchtenden Ketten«, die ihn mit dem Unendlichen verbinden, die vom »Urtum ins Zukünf tige führen«. Die einzelnen Glieder dieser Kette aber werden für uns sichtbar, wenn wir das reiche Lcbenswerk, auf das der Fünf ziger zurückblicken darf, an uns vorbeiziehen lassen. Da ist zunächst einmal der Künder der Landschaft seiner Heimat, wie uns Hans Friedrich Blunck vor allem entgegentritt in den drei Bänden seiner -Märchen von der Niederelbe« (»Von Klabaulern und Rullerpuckern«, »Bon klugen Frauen und Füch sen«, »Sprung über die Schwelle«). Die Landschaft wird in die sen Dichtungen künstlerisch gedeutet, so, wie der Dichter sie in jciner tiefen Verbundenheit mit ihren tiefsten Kräften und doch als moderner Mensch erlebt hat. Ein Bild davon stellt Blunck in folgenden Sätzen vor uns hin: von einem Berge aus sieht er die Welt »wie einen braunen Kranz« nach allen Seiten um sich gebreitet. »Städte rauchten da, wo Himmel und Erde sich be rühren, der Wind kam von der strömenden See, noch herb und salzig. Wälder wuchsen zwischen den Äckern und trugen steiler Wolken blutrote Sonnenkissen aus ihren Wipfeln. Unter ihnen aber lagen geheimnisvolle, blaudunkle Höhlen. Alle Wege vom Berge führten in ihre Ungemcssenhcit. Der Wind sprach ver nehmlicher, als ich ihn sonst hörte, und die Erde rauschte unter meinen Füßen wie von heimlichen Rädern, die unterm Boden liefen. Da kam ein grauer alter Mann auf mich zu«. Es ist ein tiefes Märchenwissen, das der Dichter von dieser Urgestalt seiner heimatlichen Landschaft empfängt und das er in seinen zahl reichen Märchen vor dem Leser ausbreitct und enthüllt. Zu diesen Landschaftsdichtungen, die Blunck übrigens im Taumel der Jnflationsjahre geschrieben hat, treten dann die zahlreichen Romane, in denen der Dichter das Erlebnis jenes Nr. 205 Sonnabend, den 8. September 1938 683
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