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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 09.08.1938
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1938-08-09
- Erscheinungsdatum
- 09.08.1938
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- Deutsch
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- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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Berufskundliche Arbeitswochen Fachbuch-Arbeitswoche in Tübingen Der Plan dieser Arbeitswoche (21. bis 28. August) wurde bereits im Börsenblatt Nr. 165 vom 19. Juli und früher veröffentlicht. Das Thema der Woche heißt »Die berufliche Gliederung des deutschen Volkes als Arbeitsfeld des Buchhandels«. Da aus dem umfang reichen Schriftwechsel des Leiters dieser Arbeitswoche zu erkennen war, wie neu doch die Gedanken dieser Woche sind, und da für einige Teilnehmer noch Plätze frei sind, berichten wir noch einmal. In diesen Tagen mitten im schönen Schwabenland wollen wir ein Bild gewinnen von der Arbeit unseres Volkes, welche Berufe es gibt, was sie leisten, wie sie ausgebildet werden, wie sie sich im Reich und auf Stadt und Land verteilen, wo sie mit Fachschrifttum und Dichtung in Berührung kommen oder kommen «können. Der Mensch, der schaffende Deutsche, von ihm werden wir ausgehen. Wir werden uns nicht etwa trockene Zahlen erarbeiten, sondern lebendige Kenntnisse, di« für jeden von uns, ob im Sortiment ober im Verlag, neue Wege für unsere Bücher ins Volk erschließen. Dann werden wir uns in zwei Gruppen von Arbeitsgemeinschaften sowohl mit dem Fachschrifttum wie mit der Dichtung, die für die schaffenden Deutschen vorhanden sind und geeignet oder ungeeignet zu sein scheinen, eingehend und umfassend beschäftigen. Wir werden einmal versuchen, Typen von Fachbüchern zu erkennen, Glieöerungsmöglich- keiten des Fachschristtums zu finden, ein Bild der Fachbuch-Verlage zu bekommen, Maßstäbe zur Beurteilung, Wege zum Verkauf zu er fahren und so weiter. Auf der anderen Seite werden wir uns mit vr. Beer ein Bild machen von den statistisch festgehaltenen Lesebeöürfnissen im Volk und werden solche Bücher suchen, in denen schaffende Deutsche aus allen Lebens- und Arbeitskreisen sich von Dichtern besonders ange sprochen fühlen. Wir wollen sehen, welche Möglichkeiten für eine Verbindung des Fachbuch-Verkaufs und des Verkaufs dichterischen Schrifttums in allen Volkskreisen bestehen und wie wir diese nutzen können. Arbeit und Freizeit werden in gutem Verhältnis zueinander stehen. Und unsere Umgebung, die schöne alte Stadt am Neckar, wird uns gastfreundlich aufnehmen. Die Teilnehmergebühr betrügt MM 2>5.—. Fahr preisermäßigung 50°/o. Anmeldungen (nur noch «bis zum 14. August möglich) an den Leiter der Arbeitswoche: Andreas Pollitz in Ravens burg (Württ.), Wilh.-Gustloff-Straße 16. Andreas Pollitz. Arbeitswoche an der Kieler Förde Unter dem Thema »Volkstum und Schrifttum« wird die Gruppe Buchhandel in der Landesleitung für Schrifttum beim Landeskulturwalter Gau Schleswig-Holstein in dem Schulungslager Buchenhagen in Kitzeberg an der Kieler Förde eine berufs kundliche Arbeitswoche in der Zeit vom 38. August bis 4. September durchführen (siehe auch Börsenblatt Nr. 181). Uber die »Bedeutung des Schrifttums im Volkstumskampf« wird der Leiter der Grenzlandbücherei in Flensburg, vr. I o h a n n s e n, unter besonderer Berücksichtigung des Volksbüchereiwesens sprechen. vr. H. Jessen von der Nordischen Gesellschaft wird über das »Schrifttum als Ausdruck d5s Volkstums« sprechen und eine Typologie der Völker um die Ostsee herausarbeiten. Der Gauschrifttumsbeauftragte der NSDAP, und Leiter der Staatlichen Beratungsstelle, Pg. Harms, gibt einen Überblick über »die Bibliographie als praktische Schrifttumspolitik«. Uber »Das niederdeutsche Schrifttum als Ausdruck niederdeutschen Volkstums« wird der Landesleiter für Schrifttum, Hans Ehrke, sprechen, der gleichzeitig an einem Abend der Woche aus seinem neuesten noch nicht erschienenen Buch »Makedonka« liest. Freerk Haye Schirmann-Hamkens wird einen Licht bildervortrag halten über »Die Wandmalereien im Schleswiger Dom und den Brüggemann-Altar«. Professor Beurlen von der Universität Kiel und Mitglied des Reichsforschungsrates wird über »Die biologische Literatur im Lichte volkhafter Entwicklung« sprechen. Vorgesehen ist weiterhin der Besuch und die Besichtigung des Instituts für Meereskunde in Kitzeberg. Eine Einführung in die Fragen und Aufgaben der Meereskunde wird von einem der Mit arbeiter des Instituts gegeben werden. Der Landschaftsleiter der Fachschaft Volksmusik in der Reichs musikkammer und Musikreferent in der HI. Pg. Behnsen wird über »Goethe und die Musik« sprechen. Die buchhändlerischen und berufskundlichen Fragen werden von K. H. Bischofs behandelt, während I)r. Hellmuth Langen- bucher über »Das Volksdeutsche Schrifttum« berichten wird. Eine Einführung in die Entstehung und Geschichte der schleswig holsteinischen Landschaft wird anläßlich einer Wanderung an der Kliffküste nach Laboe gegeben. Die Kosten für diese Woche einschließlich Verpflegung und Unter kunft betragen NM 24.—. Anmeldungen sind bis spätestens 16. August an den Landes-- kulturwalter, Gau. Schleswig-Holstein, Landesleitung für Schrifttum, GruPpe Buchhandel, Kiel, Niemannsweg 160, zu richten. vr. I. H i l 5, Landesobmann der Gruppe Buchhandel. Buchwerbung in Breslau Die Tage des Deutschen Turn- und Sportfestes in Breslau ga>ben viele Möglichkeiten zur Werbung für das deutsche Buch. Das große Ereignis, für das alle Vorbereitungen mit viel Sorgfalt und Fleiß getroffen worden waren, bot für alle gewerbetreibenden Berufe reiche Gelegenheit für eine erhöhte Tätigkeit. Die starke Verbundenheit zwischen Leibesübungen und Buchhandel verpflichtete uns Buchhändler besonders «zur Mitarbeit. Außer der bei allen Geschäften anzutreffen den Ausschmückung der Außenfront war jede Buchhandlung bestrebt, in ihrer Auslage dem Sinn und der Bedeutung des Deutschen Turn- und Sportfestes Rechnung zu tragen. Vom Obmann war die Losung ausgegeben worden, daß in den Schaufenstern neben Turn- und Sportbüchern vor allem Bücher über die schlesische Heimat gezeigt werden sollten. Wie verabredet, erfuhr das gestellte Thema in allen Sortimenten eine kleine Abwandlung nach dieser oder jener Seiten Um die Landsmannschaften herzlich zu begrüßen, hatte die Buch handlung Priebatsch im Schaufenster das freundlich aufmunternde Plakat angebracht: »Wi snackt platt, mr schwätzet schwäbisch und sächsisch auch«. Damit sollte die Verbundenheit zwischen den einzelnen Gauen zum Ausdruck kommen. Die Wirkung war über Erwarten stark. Immer wieder blieben die Scharen der vorbeiziehenden Turner und Festteilnehmer vor dem Fenster stehen, lasen die Sätze nach, daß es laut in den Laden herein schallte, und viele kamen daraufhin in den Laden herein. Da gab es stets ein frohes Gelächter und ein an schließendes Gespräch, wobei gut auf die ausgelegten Bücher hinge- wiesen werden konnte. Damit ist wiederum der Wert einer Beschriftung der jeweiligen Buchauslage erwiesen. In einem früheren Aufsatz habe ich schon ein mal betont, daß jedes neu gerichtete'Fenster durch die richtige Be schriftung sehr gewinnt. Das Elementarste dabei sind die Preis schilder an allen Büchern. Darüber hinaus will der Kunde durch ein paar Sätze oder Hinweise näher auf den Wert der Bücher oder den Sinn der Gruppierung und Zusammenstellung hingeführt sein. Vor zuviel Text im Schaufenster sei jedoch gewarnt. Große Schrift plakate mit vielen Zeilen wirken ermüdend und werden kaum gelesen. Auch der Buchhändler kann oft durch Originalität und Witz in der Auslage Anklang beim Publikum finden. Adolf Schlüter. Die Staatlichen Volksbüchereistellen Franz Schriewers neuestes Buch über »Die staatlichen Volks büchereistellen im Ausbau des deutschen Volksbüchereiwesens« (Leip zig 1938, Einkaufshaus für Büchereien) ist eine direkte Fortsetzung des kürzlich bereits angezeigten Werkes über »Das ländliche Volks- bllchereiwesen« (vgl. Börsenblatt Nr. 135 vom 14. Juni 1938). Wurden darin die Grundfragen und Praxis der Dorf- und Kleinstadtbllcheret behandelt, so gilt diese neueste Darstellung einer fachkundlichen Einführung in das Werden, Wesen und in die Arbeit der aus den bisherigen »Beratungsstellen« hervorgegangenen »Staatlichen Volksbüchereistellen«, deren zur Zeit 42 gibt. Natur gemäß wendet sich dieses Buch mehr noch als das frühere an den bibliothekarischen Fachmann und vor allem an den Nachwuchs, aber auch für den Buchhändler ist es nicht unwichtig, diese Einrichtungen Nr. 183 Dienstag, -en 6. August 1988 62S
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