.V 47, 25. Februar 1924. Fertige Bücher. «LrlenblatI f. d. Dtschn. vuchhandcl. 2271 oetliereit Versuch einer ideellen Entwicklung der klassisch-romantischen Literaturgeschichte von tt. ^ X O kk- o. Professor an der Universität Gießen Erster Teil: Sturm und Drang Gr. 8° XV! - 321 Seiten. - Holzfreies Papier - Broschiert: G.-M. 7.50 ord., 4.85 no. Freiexpl. 11/10 - In Halbleinen gebunden: G.-M. 8.50 ord., 5.50 no. Freiexpl. 11/10. Von zahlreichen Würdigungen nur diese: ie Darstellungsweise ist nicht die übliche literarhistorische, sondern eine aus- 1 gesprochen ideengeschichtliche; nicht auf Extensierung, sondern auf die Inten- 'sierung des historischen Wissens kommt es dem Verfasser an . . . Nicht die ganze Breite der Geschichte will er vorführen, sondern nur ihr Profil, das Wesentliche ihrer Gestalt, und das Einzelne sub specie aeterni; nicht Analyse, sondern die aus ihr erwachsende Synthese ist sein Ziel. Dem hohen Wollen entspricht ein be deutendes Können sowohl in geistiger wie in darstellerischer Hinsicht. Aus voller Be herrschung des Stoffes und aus dessen tiefer selbständiger Durchdringung ist ein zugleich historisches und systematisches Werk von monumentalem Charakter erwachsen. Diese Monumentalität zeigt sich in der sicheren, planvollen Anlage und in der klaren Durch sichtigkeit des Aufbaues. Korff kompliziert die Dinge nicht, sondern er vereinfacht sie. Obwohl an der Philosophie orientiert, hält er sich von ihrer Neigung zu terminologischen Spitzfindigkeiten frei. Es gelingt ihm, einen schwierigen Stoff leicht und angenehm lesbar darzustellen, ohne der Wissenschaftlichkeit unerlaubte Zugeständnisse zu machen. Der Ruhe und Klarheit seines Geistes wie seiner schönen und lichtvollen Formgebung gebührt hohe Anerkennung . . . Korff ist ein wirklicher Literarhistoriker . . . eine der bedeutendsten neueren Erscheinungen über den großen Gegenstand H. Mc. im „Bund". „. . . eine neue Leistung gezeitigt, die weit über den Kreis derer, die die Entwicklung der Wissenschaft verfolgen, für alle die von Bedeutung ist, die über die Kenntnis der Einzelheiten und des biographischen und bibliographischen Kleinkrams hinaus in die großen Zusammenhänge und in das innerste Wesen einer Zeit einzudringen sich bemühen . . . . . . wer seinen Hamann und Herder, seinen Goethe und Schiller zu kennen meint, der wird zu neuen Schönheiten und Offenbarungen geführt und er gewinnt, was diese Zeit dem Leben gebracht hat, erneut aus der Hand dieses Gestalters: Erlösung durch die Gnade der Kunst". Hans Schulz in der „Illustrirten Zeitung". „. . . ein Werk ... das seit Gundolfs „Goethe" wohl als bemerkenswerteste Publikation der Goetheliteratur angesehen werden kann . . ." vr. Tornius im „Leipziger Tageblatt". Verlagsbuchhandlung I. I. Weber, Leipzig