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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.12.1922
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1922-12-13
- Erscheinungsdatum
- 13.12.1922
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- Deutsch
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,v 289, 13. Dezember 1922. Redaktioneller Teil. König, Gchciinrat Pros. vr. EL., Bonn. Köster, Geheimrat Pros. vr. Albert, Leipzig. Maler, Oberschulrat vr., Stettin. Marquardt, Geh. RegierungS- und Oberschulrat, Stettin. Meinccke, Pros, vr., Berlin-Dahlem. Meinhold, Pros. vr. I., Bonn. Menzel, Geh. Reg.-Rat Ministerialrat, Berlin. Meusch, vr., Hannover. MnthesiuS, Schulrat Karl, Weimar. Reumann, Hermann, Präsident der hessischen Staatsschuldenvcrwaltung, D a r m st a d t. Norrenberg, Geheimer Oberregierungsrat Pros, vr., Universitäts- lurator, Bonn. Panlssen, Thür. Slaatsmin. z. D. Wirkl. Geh. Rat vr. Arnold, Weimar. Renh, Wirkl. Geheimer Oberbergral, Berlin. Rill-, Pros. vr. weck., Leipzig. Rohrcr, Regierungsrat, Stettin. Rommel, Geheimer Ncgicrungsrat Kriedr., Berlin - Wil m. Schcllberg, Geh. Reg.-Rat Ministerialrat vr., Berlin. Schott, Studiendirektor vr. Emil, Ulm. Sieber, Ministerialrat vr. Joh. Gg., Dresden. Spranger, Pros, vr., C h a r I o t t e n b n r g. Strieder, Pros, vr., München. Strümpell, Geh. Medizinalrat Pros. vr. Adols, Leipzig. Thiemc, Univ.-Pros. v. vr. Karl, Leipzig. Triepel, Geh. Justizrat Pros. Vr. Heinrich, Berlin. Troeltsch, Pros. vr. Ernst, C h a r l o t t e n b n r g. Wächter, Geheimer Ra«, Oberbürgermeister, Ban, ber g. Wactzoldt, Geh. Negierungsrat Pros, vr., Berlin. Ziehen, Geheimrat Pros, vr, Theodor, Halle a. S. Die Grundsätze des Deutschen Verlegervereins und das Sortiment. Von R. C. Schmidt-Berlin. sBgi. zuletzt Bbl. Nr. 272.) In einer Reihe von Erklärungen hat ein Teil des Sortiments in scharfer Form gegen diese Grundsätze Stellung genommen. Herr vr. Bielefeld hat sich in Nr. 272 bereits hierzu geäußert und diese Angelegenheit sowohl vom praktischen als auch vom rein rechtlichen Standpunkt aus beleuchtet. Für den, der verstehen will, bürste dies vollauf genüge». Ich hörte jedoch trotz alledem noch so viel grundsätzlich Falsches, daß ich in nwinen nachfolgenden Ausführungen noch einmal die rein praktisch« Seite in den Vordergrund stellen möchte. I» der Hauptsache dreht sich der Einspruch 1. gegen die neue Berechnungzart der Bedingt-Lieferungen nach Grundzahlen, 2. gegen die monatliche Kreditliste. Das Bedingt-Lieserungswesen hat eine solche Einschränkung erfahren, wie man es allgemein »och vor zwei Jahren nicht für möglich gehalten hätte. Das Jahr 1922 ist das Jahr, das mit dieser alten Lieferungsart wenigstens in der bisherigen Weise vollständig aufräumte. Es ist das schwarze Jahr des Verlages, in dem der Verlag vielleicht Hunderte von Millionen »durch diese Berechnungsart« als Verlust zu buchen hat. Diese Millio - neu sind dem Sortiment zugeflossen. Jeder Ver lag und jedes Sortiment kann dies an der Hand der eigenen Konten nachprüfen. Diejenigen Verleger, die zur Ostcrmesse 1922 disponieren ließen, sind die besonders schwer Geschädigten, denn selten wird der Wert der disponierten Bücher auch mir den zehn- bis zwanzigfachen Friedenswert erreichen. Das Sortiment verkauft aber diese Disponenden zum Tagespreis, dieser ist aber heute mindestens 400mal höher als der Friedenspreis. Wie die Entwicklung weitergehen wird, ist noch nicht abzusehen; bleibt dieses Marschtempo, so haben wir zur Ostermesse die Schlüsselzahl 1809. Das Sortiment hat mit Riesengewinncn verkauft und bietet dem Verleger zur Ostermesse nur noch eine Summe, die nicht ausreicht, die Gehälter für die Kontenführer zu zahlen, selbst wenn ein außerordentlich guter prozentualer Absatz vorhanden ist — und er wird leider vorhanden sein, denn so billig kann das Sortiment die Bücher nicht einmal »antiquarisch vom Publi kum« kaufen. Dem Sortiment ist es nicht zu verübeln, wenn es den Wunsch hat, diesen Zustand beizubchalten. Vielleicht haben wir zur Ostcrmesse 1924 dann die Schlüsselzahl 10 000. Welcher Zahlen wahnsinn möglich ist, zeigt das Vorbild »Sowjetrußland-. Die jetzige Form der Bedingt-Lieferungen ist eine Bereiche, rung des Sortiments auf Kosten des Verlages. Bei ruhiger Be trachtung mutz sich das Sortiment doch sagen, daß es so nicht weitergehen kann. Es sollt« vielmehr dem Geschick und den Ver legern dankbar sein, die es ihm ermöglichten, außergewöhnliche Gewinne in so schwerer Zeit einzuheimsen. Der Verlag gönnt gewiß dem Sortiment von Herzen jeden Gewinn, den das gütige Geschick ihm in den Schoß wirft, aber es darf nicht auf Kosten des Verlages geschehen, die seine Arbeits- und Verlagstätigkeit schmälern. Das Schlagwort vom »kaufkräftigen« Sortiment ist sehr schön, nur darf die »Kaufkraft des Verlages» dadurch keine Einbuße erleiden. Der Schlußfolgerung: die bisherige Form der Bedingt-Lie- ferung war für den Verlag ruinös, kann sich kein vernünstiger Sortimenter mehr entziehen. Damit wären wir aber bereits einen Schritt weiter! Jetzt käme der nächste Schritt, nämlich die »Ersatzfrage«. Zwei Vorschläge gehen nebeneinander, die R.-N.- Barlieserungen und die Lieferungen mit Grundzahl nach den Grundsätzen des Deutschen Verlegcrvereins. Zu den R.-R.-Barlieserungen wird sich natürlich jeder Ver leger verstehen. Aber man hörte bereits, dann würde ja das »Sortiment« die Markentwertung zu tragen haben, denn es be- käme nach Wochen nur dieselbe Papiermarkzahl zurück. Mir wurde vom Sortiment erklärt, diese Frage in dieser Form sei unter den jetzigen Verhältnissen »»diskutabel. Es bleibt also vorläufig, solange das Sortiment selbst keine besseren Vorschläge macht, di« Berechnung nach Grundzahl und Abrechnung nach der Schlüsselzahl übrig. Ist dies nun wirklich so schlimm und undurchführbar, wie es das Sortiment darstellt? Ich glaube nein! Denn — früher war die Bedingt-Sendung die Regel — sie wird für die Zukunft die Ausnahme sein! Ob später, falls die Mark wieder ein fester Wertmesser werden sollte, Bedingt-Sendungen auskommen, ist eine Zukunftsfrage, die zu behandeln heute zwecklos wäre. Hieraus ergibt sich, daß sich das Sortiment über folgendes klar sein muß: Will es weiter vom Verlag überhaupt Bedingt-Lieferungen, so wird es die Bedingungen des Verlages annehmen müssen. Will es diese Bedingungen nicht, so hören die Bedingt-Sendun gen ganz auf. Lediglich ein Teil des wissenschaftlichen Verlages und des Sortiments glaubt, Bedingt-Sendungen nicht ganz ent behren zu können. Hier ist aber der Weg von Firma zu Firma bereits beschritten, er wird sich aber auch hier den veränderten Verhältnissen ebenso anpassen müssen. Betrachte» wir nun di« Erklärungen der Sortimentervereini- gungen von der praktischen Seite. Voran die Gilde-Bestell- grundsätze. Die Gilde dreht den Spieß um, als ob das Sor- iiment der Lieferant wäre und der Verlag vom Sortiment be ziehen müßte. Wehe uns, wenn dem so wäre! Aber der Verlag hat auch ein gerüttelt Maß Schuld, daß er vom Sortiment so be handelt wird, und wer sich diese Art Behandlung gefallen läßt, ist es eben nicht besser wert. Der Verlag hat sich z. T. in den Augen des Sortiments lächerlich gemacht, und zwar aus reiner Angst, ein paar Bücher weniger zu verkaufen. Es ist dies ein Ausdruck, der wörtlich von einem Sortimenter so gebraucht ist. Man braucht sich daher auch nicht zu Wundern, wenn die Dro- hung, sich nur für die und die Verleger zu verwenden, immer und immer wieder bei dem Sortiment austaucht. Das Sortiment Hai doch also anscheinend Erfahrungen gemacht. Wer nun aber heute durch ein paar höhere Prozente oder billigere Preise dem Verlagskonkurrenten das Wasser abgraben will, schädigt sich und stärkt seine Konkurrenz. Den« Sortiment dürste nicht entgangen sein, daß ein Teil des Verlages längst angcfangen hat zu strecken, zu rationieren und Hamsteraufträge nicht mehr auszuführen. Früher hieß es schneller Umsatz — heute sind die Verleger bes ser dran, die aus alten Beständen schöpfen könne». Haben die Bestellgrundsätze der Gilde und die sonstigen vielen Be dingungen der verschiedenen Sortimentervereinc überhaupt irgendeinen praktischen Wert? Hier ist ein klares »Nein« am Platze. Diese Bedingungen sind zweifellos aus der ersten Ver ärgerung heraus entstanden. So nennt z. B. ein Verein die 1728
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