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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.08.1920
- Strukturtyp
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- 1920-08-03
- Erscheinungsdatum
- 03.08.1920
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- Deutsch
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171, 3. August 1920. Redaktioneller Teil. Börsenblatt if. d. Dtschn. Buchhandel. *Röhrtg's Verlag, F., Burgstä-t. Verlag, Buch-, Musik.- u. Paph. Spez.: Humortstika, Scherz- u. Cotillon-Artikel. Gegr. 1899. Postscheckkonto: Leipzig 38K14. Leipziger Komm.: F. E. Fischer. sDir.s Rummel, Johannes, Odenkirchen. Der Inh. Johannes Rummel ist am 19./V. 1929 verstorben. Das Geschäft ging käuf lich an Karl Hohloch über. Die Prokura der Else Rummel ist er loschen. Prokura wurde Frau Else Hohloch geb. Rummel erteilt. sH. 22./VII. 1929Z Sättig, P. W., Görlitz. Die Firma ist erloschen. sH. 23./VII. 1920.s *Se i tz, R : ch a r d, 8c C o., v o rm. W e: s c 8c C o., B e r l i n W. 62, Maaßenstr. 39. Ant-iq., Sort. u. Kunstverlag, Neisebuchh. Spez.: Architektur, Kunst n. Kunstgewerbe. Gegr. 15./X. 1995. Fern sprecher: Llitzow 9289. Geschäftszeit 9—5. Bankkonto: Stadt. Girokasse X 8473, Berlin-Schöneberg. Postscheckkonto 19 879. Inh.: Eine Komm.-Ges. Pcrs. Haft. Gesellsch.: Richard Seitz. Kunst blätter u. Maxpenwerke werden nur direkt gelicsert. Leipz. Komm.: s. an Bolckmar, sB. 167.s Stier L Gotstorph, Hamburg, ging mit Akt. n. Pass, an die Druckerei u. Vcrlagsanst. Stier L Pieper sallein. Inh. Carl Stiers, Hamburg, über. sB. 188.s Stubcr's, A,, Buch- u. Kunsthandlung, Inhaber: B. Sack heim, Würzburg, ging 1./VII. 1929 käuflich an Han nes Badenklec über, der firmiert: A. Stübers Btich- u. Kunsthand lung Johann Wadcnklcc. sB. 189.s Thelcmann's, Ludwig, Buch- und Kunsthandlung Inhaber Bruno Wollbrück, Weimar. Dem Max Wehner ist Prokura erteilt. sH. 26,/VII. 19S9.s Trans Cedron, Benlo sHollands. Das Geschäft wurde nach Kaldenkirchen (Rheins.) verlegt. sB. 184.) erlag des dritten Reiches, Dresden-Tolkewitz, Toeplerstr. 21. Gegr. 25./X. 1919. Inh.: Or. Rolf Engert. Leipziger Komm.: a. R. Hoffmann. sDir.s Verlagsbuchhandlung Friedrich Zillessen, Berlin, veränderte sich in: Friedrich Zillessen stzeinrich Beenkens. sDir.s Vincentz, Curt R., Hanno v. Verlags-An st alt, Han nover, gliederte dem Verlag eine Bersandabt. an. sB. 188.s Weise 8c C o., B u ch h a n d l un g s. Architektur u. Kunstge» iverbe, Berlin, veränderte sich in Richard Seitz 8c Co., vorm. Weise 8c Co. sB. 187.s 'Wilken ' sche Buchhandlung, C., Rengsdorf b. Neuwied. Gegr. Mal 1911. Bankkonto: Reichsbank-Girv-Konto durch Kreissparkafse Neuwied 8. 193. Postscheckkonto: Köln 79 728. Leip ziger Komm.: v. Fleischer. sDir.s Wollbrück Verlag, Bruno, Weimar. Dem Rax Wehner ist Prokura erteilt. sH. 26./VII. 1929.s Kleine Milteilunnen. Ans dem Berliner Buchdruckgcivcrbc. — Die seit nahezu 199 Jah ren bestehende Buchdruckerei von Julius Sitten selb hat ihr gesamtes Inventar an die Firma Pas; 8c Garleb veräußert und wird, wie der »Korrespondent für Deutschlands Buchdrucker« berichtet, mit dem 31. August d. I. den Betrieb einstellen. Durch die Schließung des Betriebes wird das Personal, etwa 699 Personen, arbeitslos, soweit cs nicht anderswo untergebracht wird. Auch andere große Berliner Buch druckereien sind zur Auslösung des Betriebes geschritten, u. a. die Fir men Gebhardt, Jahn 8c Landt sowie Ilmberg 8c Lefson. Die Ber liner Buchdruckergehilfen wollen gegen diese Betriebseinstellungen Vor gehen. Sie erkennen die sinanziellen Nöte dieser Druckereien nicht als stichhaltig an. Die Ursachen der Betriebsveräußcrungen erblicken die Gehilfen in den gegenwärtig ungewöhnlich günstigen Konjunktnr- verhältnissen, »die es den Prinzipalen ermöglichen, für Materialien wie Maschinen, trotz langjährigen Gebrauchs das Zehn- bis Fünfzehn- fache des Anschaffungswertes zu erhalten«. Da kein Gesetz besteht, das die Arbeitgeber zwingen könnte, ihr« Betriebe aufrcchiznerhaltcn, so sorbcr »die Gehilfen durch ihren Vertreter beim Reichswirtschasis- rat, 1. bei Stillegung der Betriebe, 2. bei Auflösung oder Verkauf 3. bei Vereinigung sKusiou) mehrerer Betriebe ein Mitbeftimmnngs- recht durch Schaffung besonderer Instanzen, die die Notwendigkeit und Berechtigung der beabsichtigten Maßnahmen zu prüfen haben, vom kansmännischen und technischen Standpunkte aus, unter Zuziehung von Vertretern der beiderseitigen örtlichen Organisationen. Diese Instanz soll auch das Recht haben, die beabsichtigten Maßnahmen zu untersagen und die Fortführung der Werke z» veranlassen. In Berlin solic» gegenwärtig 899 arbeitslose Buchdrucker vorhanden sein und 1999, die in verkürzter Arbeitszeit arbeiten. Klagen über die Post. — Warum sorgt die Post nicht für aus reichende Mengen von Briefmarken? Das ist eine der Fragen und Klagen, die in letzter Zeit häufig in der Öffentlichkeit erhoben werben. Und in der Tat, der Markenmangel ist unleugbar. Tic Hauptursache ist allgemein bekannt: der erhöhte Gebühreniarif für den innerdeut schen Verkehr, dann aber auch der durch den Stand unserer Valuta verteuerte Auslandpostverkehr erfordert einen so gewaltigen Ver brauch an Postwertzeichen, daß die Herstellung damit nicht mehr gleichen Schritt zu hatten vermochte. Hinzu kommt aber noch ein Umstand, der den Auforauch der Briefmarken wesentlich beeinflußt, d. i. die Ver wendung der Bricsmartcn als Kleingcldersatz. Aus diese Weise wer ben so bedeutende Mengen ihrer eigentlich«:: Bestimmung entzogen, daß man sich wirklich nicht wundern kann, wenn hier und da ein Mangel eintritt, der nicht so geschwinde zu beheben ist, wie man wün schen möchte. Was tut nun die Post, um diese offenkundige Kalamität zu beseitige»? Ihr Haupkbcstreben ist, mehr Marken zu drucken. Das wird ihr gelingen, wenn die Zwcifarbendruckmarken durch die der Öffentlichkeit bereits angekündigten einfarbigen ersetzt werden. So dann werden die niederen Markwertc in kleinerem Formate hcraus- gcgeben werden, wodurch die Zahl der gleichzeitig herzusteltenden Wert zeichen erheblich vermehrt wird. Weiter wird an neuen hochwertigen Marken <zu 19 und 29 -st) eifrig gearbeitet; es ist zu erwarten, daß diese in absehbarer Zeit erscheinen werden. Schließlich wird es den Verbrauch an Postwertzeichen nicht unerheblich vermindern, daß die Postanstalten jetzt hohe Beträge an Ausland-Paketporto auf den Paket karten nicht mehr durch Freimarken darzustelien brauchen, sondern bar verrechnen können. Das Zusammenwirken dieser Maßnahmen wird es hoffentlich erreichen, daß der viel beklagte Markenmangel recht bald der Vergangenheit angehört. Not des deutschen Sprachvereins, — Die Herstellungskosten aller Drnckveröffenilichttugcn, besonders der Zeitungen und Zeitschriften, sind ins Maßlose gewachsen und steigen fortgesetzt weiter. Schon hat eine Anzahl altbewährter Zeitschriften deswegen ihr Erscheinen «instcilcn müssen. Dasselbe Schicksal droht jetzt, wie die »Boss, Ztg.« meldet, der bekannten »Zeitschrift des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins», Während der Preis für 1999 Doppelbogen Zeit schristpapier bei der Aprilnummer 1915, also schon während des Krie ges, noch -st 18,99 betrug, ist er bei der biessährigen Aprilnummer aus .st 138.19 gestiegen. In ähnlichen: Maße haben sich aber auch die Preise für Satz, Druck, Löhne aller Art usw. erhöht, sodaß die Kosten für die Gesamtauflage der zwei Bogen starken Aprilnmnmer, die 1915 noch -st 1800,— betrugen, jetzt auf volle -st 11999,— gestiegen sind. Die unvermeidliche Erhöhung der Jahresbeiträge oder der Teuerungs zulage kann erst für das nächste Jahr, für 1921, in Frage kommen, Den Umfang der Veröffentlichungen, insbesondere der Zeitschrift aber so weit einzuschränken, daß der Gesamtbetrieb des Sprachvereins mit den gegenwärtigen geringen Beiträgen aufrechterhalten werden könnte, hieße die Zeitschrift, das vornehmste Rüstzeug und die wirksamste Masse des Vereins, fast zur Untätigkeit verurteilen, hieße aber auch den Bestand des Sprachvereins selbst ernstlich gefährden. Der Vor sitzende des Sprachvereins, Geheimrat Or. Sarrazin, richtet daher an die Mitglieder und Freunde des Vereins einen dringenden Hilferuf, den Verein in dieser Zeit der Rot durch freiwillig« Spenden in den Stand zu setzen, jetzt gerade die besonders wichtigen Aufgaben in gleichem Umfange und mit gleicher Tatkraft wie bisher zu er füllen. Autographen-Versteigerung. — Eine Auktion von Büchern und Manuskripten, die kürzlich in Philadelphia unter großem Zulaus von Sammlern und Antiquaren stattgefunden hat, vereinigte eine sel tene Auslese von Kostbarkeiten des Autographenmarltks, Ein heißer Kampf entbrannte insbesondere um die Originalhandschrtft des achten Gesanges von Byrons »Don Juan«, die der Dichter auf 48 große Folio- seiten niedcrgeschrieben hatte, und die für 3899 Dollar einem Liebhaber zugesprochcn wurde. Fünfzig Briefe, die Benjamin Franklin an Miß Mary Stevenson gerichtet hatte, brachten 5525 Dollar, Unter den zur Versteigerung gelangten Manuskripten befanden sich auch zwei Doku mente, die aus die Eroberung von Mexiko Bezug haben. Das eine stammt ans der Feder Pedro de Alvarados,'eines Gefährten des Cor- tez, und erzielte einen Preis von 1099 Dollar, Das zweite war ein sechsseitiger Brief, den Coriez an den Kaiser Karl V. gerichtet halte, und der silr 1499 Dollar einen Käufer fand. Den höchsten Preis aber erzielte bas Manuskript des ersten der drei Bücher von Popes »Lss»^ an dlan«. Es füllt 49 zweiseitig beschriebene Blätter eines Quarthestes und wurde nach heftigen: Kampf für 55 MO Dollar ver kauft. 899
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