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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 29.03.1919
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1919-03-29
- Erscheinungsdatum
- 29.03.1919
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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80, 29. März 1919. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Kleine Mitteilungen. Die Wirtschaftliche Vereinigung Deutscher Buchhändler E. G. m. b. H. in Leipzig ladet ihre Mitglieder zur ersten ordentlichen General versammlung ans Montag, den 31. März, nachmittags 5 Uhr, nach dem Deutschen Bnchhändlerhause ein. Ans der Tagesordnung stehen 1. Vorlegung des Geschäftsberichts und des Rechnungsabschlusses für bas erste Geschäfts(halb)jahr und Erteilung der Entlastung. 2. Wah len für die satznngsgcmäß ansschcidcnden Mitglieder des Aufsichts rates und Neuwahlen. 3. Wahl des Herrn Walter Kriege zum Ge schäftsführer. Ans dem uns vorliegenden Geschäftsbericht geht her vor, daß sich die Vereinigung in erfreulichem Aufschwung befindet, sowohl was die Zahl der Mitglieder als auch die von ihr erzielten Umsäße anbetrifft. Am 31. Dezember 1918 gehörten ihr 423 Mit glieder mit ^ 330 500 Kapitalanteilen an, während der erzielte Um satz von 6832.40 im August 1918 auf 95 139.24 im Dezember stieg. Für die weitere günstige Entwicklung des Unternehmens spricht es, daß von Januar d. I. bis 23. Februar feste Aufträge iw der Höhe von rund ^ 520 000 Vorlagen, sodaß es der Wirtschaftlichen Ver einigung wohl auch im Laufe der Zeit gelingt, Einfluß auf die Preis bildung zu nehmen. Es kann daher nur empfohlen werden, sich der Vermittlung dieses Unternehmens, das alle buchhändlerischcn Bedarfs artikel und Papiere liefert und sich mit einem geringen Preisaufschlag zur Deckung seiner Unkosten begnügt, in allen vorkommenden Fällen des Bedarfs zu bedienen und so seinen Einfluß stärken zu helfen. Verkehr mit Posen. — Der Ortsverband der Posener Buchhändler schreibt uns unterm 20. März: Da die hiesigen Kollegen zahlreiche Bestellungen nicht erhalten haben, bitten wir, im Börsen blatt darauf hinzuweisen, daß Kreuzbänder (Drucksachen) hier her zulässig sind. Gesperrt ist der Verkehr für Frachtfendnngen und Postpakete. Aus dem Buchbindereigewcrbe. — Die zwischen dem Verband Deutscher Bnchbindereibesitzer und dem Deutschen Buchbinder-Ver band in letzter Zeit gepflogenen Verhandlungen wegen Erhöhung der Teuerungszulagen verliefen sämtlich ergebnislos; eine Einigung wurde nicht erzielt. Man hatte dann die Wahl eines un parteiischen Schiedsgerichts vorgenommen, dessen Urteil maß gebend sein sollte. Diese Schiedsgerichtssitznng hat nun am 25. März im Neichsarbeitsamt zu Berlin stattgefunden. Nach längeren Be ratungen wurde für die männlichen Arbeiter eine Erhöhung der bis herigen Zulagen um wöchentlich 12 beschlossen; die Arbeiterin nen erhalten .X 6.50 wöchentlich mehr (für Berlin 15 bzw. 9 ./(). Im Verlaufe der Verhandlungen lehnten die Arbeitnehmer eine von den Arbeitgebern angebotene Erhöhung der Akkordsätze um 33^°/, ab. (Die Gehilfen hatten eine allgemeine Erhöhung der Teuerungszulagen um 20 wöchentlich verlangt.) Nach der Anordnung des Schieds gerichts muß der von ihm gefällte Entscheid erst den beiden Verbän den zur Genehmigung vorgelegt werden, ehe er in Kraft tritt. Da sich aber die Parteien vorher verpflichtet hatten, sich dem Schieds spruch zu fügen, so ist mit der Annahme desselben durch die beiden Verbände sehr wahrscheinlich zu rechnen. ergänzt werden, die sich mit den Verteidigern des preußischen Mili tarismus eines Sinnes erklärt haben. Man hat beschlossen, aus der Mitgliedschaft auszuschließen: Adamkiewicz in Wien, Kassel in Heidelberg, Unna in Hamburg, Hirschberg in Berlin und Schmiede berg in Straßburg. Der Wettbewerb für die neue Reichspostmarke. Für die neue Neichspostmarke ist vom Neichspostministerium ein Wettbewerb aus geschrieben worden mit der Absicht, Erinnerungsmarken an die Na tionalversammlung zu erhalten. Es sind hierauf im ganzen 4682 Entwürfe eingegangen. Es erhielten je einen ersten Preis von 2000 ./( Ernst Böhm-Charlottenburg, Willy Schuster-München und Georg Mathey-Berlin. Höhere Schulbücherpreise in Finnland. - Die Verlagsbuchhänd ler in Finnland haben, wie die Papier-Zeitung meldet, beschlossen, ab 17. Februar wegen der stetig gestiegenen Herstellungskosten für Volksschulbücher 200 v. H., für Lehrbücher für höhere Schulen 125 v. H. Aufschlag zu berechnen, gegen bisher 125 bzw. 75 v. H. Er höhung. Luxussteuergcsetz: Wiederverkäufer-Nummer. Von verschiede nen Seiten ist empfohlen worden, eine Liste der Firmen, die eine Er laubnis zur gewerblichen Weiterveräußerung von Luxusgegenständen erhalten haben, mit Angabe des Datums und der Nummer im Bör senblatt oder dem Adreßbuch des Deutschen Buchhandels abzudrucken. Da wir dieser Aufforderung in der einen oder der anderen Form — unter Umständen sowohl dort wie hier — entsprechen möchten, so ersuchen wir, der Redaktion des Börsenblattes gefl. die Unterlagen zur Aufstellung dieser Liste bis 10. April zugehen zu lassen. Monopol von Schulbüchern? — In der preußischen Nationalver sammlung ist die nachstehende Interpellation eingebracht worden: Zeitungsnachrichten zufolge beabsichtigt das Ministerium für Wissen schaft, Kunst und Volksbildung ein Monopol von Schulbüchern her beizuführen. Ist die Regierung in der Lage Auskunft zu geben, ob ein solches Monopol tatsächlich beabsichtigt wird? Berlin, den 21. März 1919. vr. Boelitz. Fräulein Poehlmann. Hollmann. Aßmann. Meyer (Herford). Garnich (Berlin). I)r. Molöenhauer. Frau Garnich (Eharlvttenb.) Pischke. vr. Gebeschus. Or. Görck. Held. Langer (Oberhausen), vr. v. Krause (Ostpreußen). Or. Leidig. l)r. Nasch. Richert. I)r. v. Richter (Hannover). Stendel. Tegeder. vr. Thaer. Die Hamburger Universität gescheitert. — Das Projekt der Grün dung der Hamburger Universität wurde von der Hamburger Bürger schaft mit Stimmengleichheit wegen finanzieller und kommerzieller Bedenken abgelehnt. Verkehr mit dem besetzten Gebiete. Der Blind deutscher Vereine des Drnckgewerbes, Verlages und der Papierverarbeitung in Berlin schreibt uns: Verschiedene an uns gerichtete Anfragen geben uns Ver anlassung, darauf hinzuweisen, daß alle Anträge auf Ausfuhr aus dem besetzten Gebiete bzw. Einfuhr in das besetzte Gebiet an die Leetion eeonomique der betreffenden BesatznngSarmee zu richten sind, und zwar lediglich von dem im besetzten Gebiete wohnenden Ab sender bzw. Empfänger. Nach einer Mitteilung der deutschen Waffcnstillstandskommission wird im allgemeinen die Ausfuhr von Fertigfabrikaten, die ans Rohstoffen hergestellt sind, die ans dem^Jnnern Deutschlands in die besetzten Gebiete eingeftthrt wurden, genehmigt. Ebenso wird wohl auch Genehmigung für die Ausfuhr von Rohstoffen zur Her stellung wieder einzuführender Fertigfabrikate in der Regel erteilt werden. Die Einfuhr in das besetzte Gebiet ist ohne Genehmigung zu- znlassen für alle Rohstoffe, die für die Industrie des besetzten Ge bietes unentbehrlich sind. Der Generalsekretär: E. Hager. Keine Verständigung ! Die Pariser medizinische Akademie hat beschlossen, daß keines ihrer Mitglieder an einem Kongreß oder an einer anderen Zusammenkunft internationaler Art teilnehmen darf, zu deren Mitgliedern oder Veranstaltern Gelehrte der feindlichen Län der gehören. Außerdem meint man, die Streichung der ausländischen Mitglieder, deren Namen unter dem Aufruf der 93 stehen, müsse durch Streichung der ausländischen korrespondierenden Mitglieder Die Schleiermacher-Stiftung für Theologie-Studierende an der Berliner Universität stellt für das Jahr 1919 folgende Preisaufgabc: Darstellung und Beurteilung der Gedanken Schleiermachers über die Trennung von Staat und Kirche. Eine Professur für Flugkunst. — Eine Professur für aeronautische Jngenieurkunst ist an der Universität zu Cambridge errichtet woxden ans Grund einer Stiftung, die ein englischer Mäzen, Emil Mond, gemacht hat. Monds Sohn Francis war Fliegerlentnant und fiel im Kriege. Zu seinem Gedächtnis stiftete der Vater die Summe von 400 000 Mark zur Errichtung einer Francis-Monö-Professur für Flngknnst. Das englische Flugministerinm wird für diese Professur eine Flughalle und ein kleines Flugzeuggeschwader zur Verfügung stellen, damit auch der nötige Anschauungsunterricht erteilt werden kann. Friedensaufruf an die geistigen Kämpfer. — Das Pariser Blatt »kapulLire« veröffentlicht einen Aufruf, der an erster Stelle von Henri Barbusse unterzeichnet ist und der sich an die geistigen Kämpfer der Mittelmächte mit folgenden Worten wendet: Trotz allen Blutes, das uns zum Trotz von unseren Händen trieft, harren unsere Hände heute darauf, mi^euch allen im Bunde die Welt neu anfzubauen. Darf die Erinnerung oder gar die tragische Gewis- sensqual, daß wir länger als vier Jahre Handwerker des Gemetzels und der Unfruchtbarkeit waren, uns noch fernerhin trennen, nachdem eine allzu enge Brüderlichkeit mit unseren Landsleuten in de» 211
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