Zwei Gfterbücher fürKin-er M Das häschenbuch. Ausgesuchte kindliche Verse mit schwarzen und farbigen Bildern; ein prächtiges Oster buch für Kinder von 4-8 Jahren. ^ 13. Tausend. ^ In Pappband Mk. 1.-. Des gol-ene Aauberfluß. Ein Märchen aus Steiermark von John Ruskin. ^ 7. Auflage. ^ In England in mehr als 6OOOO Exemplaren verbreitet. „Seit Christian Andersen wurde nichts geschaffen, was sich mit Ruskins goldnem Zauberfluß vergleichen ließe", schreibt das Heidelberger Tagblatt. ^ Jeder Band in Pappband Mk. 1.-, 7 Exemplare, auch (L) gemischt, mit 4O v. H. Z) Einhorn-Verlag in Dachau bei München. Das Frauenbuch des Kriegest Eleonore Kalkowska — niemand kannte gestern den Namen dieser Dichterin Morgen wird er in aller Munde sein. M t ihrem Buch „DerRauch des Opfers" hat sie das Fcauenbuch d>s Krieges geieben; das Menschenbuch der Frau aus dieser Zeit. Vorwärts Ich bitte immer auf Lager zu halten: Eleonore Kalkowska ^ Der Rauch des Opfers Gedichte. Brosch. M 2.—, in elegantem P^lppband M 3.- Ilse Reicke im Berliner Börsen-Courier: Kriegsgedichtbückern von Frauen begegnet man zunächst mit leisem Mißtrauen Unsere wirklich großen Ly ikerinnen: Agnes Miegel, Lulu v. Strauß und Torney, Ricarda Luch haben bisher jm wesentlichen geschwiegen; die große erschütternde Auseinandeisetzung der Frau mit diesem Kriege, der doch ihr ganzes Wesen, den ganzen Sinn ihres Da eins negiert, hat bis heute noch gefehlt Und jetzt, nach mehr als zwei Jahren des Krieges, kommt eine F au, eine Polin, die mit einer Leiden schaft und einer Ausdrucksfähigkeit der Leidenschaft, die dem nordisch deutschen Gemüte und Geblüte fremd sind, das Frauen weh de» Krieges hmausschreit in die Welt, eS emporschleudert gegen den Limmel Dieses unerhört starke und dichterische Buch bedenkt wirklich die letzte und tiefste, erschüt ternde Auseinandersetzung der Frau mit demKriege. Berliner Tageblatt: Diesen leidenden Frauen entstand eine Sprecherin Es ist ein Buch, das nicht in Schönheit geformt wurde, sondern in dump'em Schmerz und Grauen. Aber es ist eine Dich tung. Und es ist die einzige Frauendichtung zu dieser Zeit, die ich kenne und dennoch so nenne Es bedeutet noch mehr: es ist das Frauenletd, das hier Gestalt gewann. Volkszeitung: Ganz unbeeinflußt von der herrschenden Kriegsstimmung — den Gegensatz zu ihr weder suchend noch findend, sind diese Gedichte durchaus ein selbstän"iger und originaler Reflex des Krie es auf ein weibliches Gemüt ES ist ein Beweis für die Größe dieser Dichterin, daß ihre Gedichte, ohne eineBeziehung zum offiziellenKriegSjubel zu haben, eine tiefe tragische Einsicht in das Gigantische dieser Ereignisse verraten. Tägliche Rundschau: Dieses Buch wird nicht vergehen mit dem Kriege, wird nicht historisch werden und von neuen Versen neuer Tage verdrängt. Es ist ein Buch, das uns vom Menschen sagt, wie er ewig ist Und dieser Mensch ist diesmal eine Frau Nicht eine einzelne „Frauen, Frauen, endlos Frauen " Jede trägt ein anderes Gesicht, spricht zu uns mit verschiedener Stimme, aber alle diese einzelnen bilden einen Chorus, rein und stark, der durch die Zeiten Hallen wird Niemals sprach Schmerz so wissend und so mutig zu uns wie aus diesen Versen, und niemals vorher faßte er die unentrinnbar grauenvolle Klage in so strenge künstlerische Zucht Da ist kein jammerndes Weh klagen, unserm Mitleid entgegengesch'ckt, nur ein Linleuchten in tiefste Seelengründe; dem Linabschauenden schauernde Er- kenntnis, dem Leraufbangenden ein Trost- und Lettlicht brin gend. And so voll Schönheit sind die Gedichte! Schon das allein hebt empor; selbst wenn die unvergeßbaren Bilder und die Mitreisenden Gedanken nicht wären. Vossische Zeitung: Lunderttausende Männer, Millionen Frauen haben dumpf empfunden, was diese die deutsche Sprach- meisternde Polin, in brennenden Worten hinausschreit, in farbenfunkelnde Bilver bannt, in Symbolen prägt und deutet. Das künstlerische Temperament, in dem sich das - wenn man will — typische Frauenschtcksal des Krieges spiegelt, ist un- gewöhnlich stark. Die Gegenwart: Den „Rauch des Opfers" sieht Eleonore Kalkowska zum Limmel steigen und deutet seherisch kühn den Zug seiner Wolken; eine neue Dichterin, die gleich dieses Werk in die allererste Reihe von Deutschlands schreibenden Frauen rückt. Eugen Diederichs Verlag in Jena