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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.08.1903
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1903-08-20
- Erscheinungsdatum
- 20.08.1903
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
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- SLUB Dresden
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6362 Nichtamtlicher Teil. 192, 20, August 1903. im Verhältnis weit zurückgeblieben ist hinter dem Anwachsen der Bevölkerung. s) Gegenüber den schmähenden Behauptungen Büchers, daß der deutsche Sortimentsbuchhandel von Stallupönen bis Friedrichshafen — im Gegensatz zu dem der Städte Berlin und Leipzig — ein schläfriges Dasein führe, ökonomisch rückständig und seinen Ausgaben nicht ge wachsen wäre, gilt es, durch Aufzählung und Nam haftmachung einer großen Zahl von Einzelfällen nach zuweisen, wie der deutsche Sortimenter in Ost und West, in Nord und Süd für bestimmte Bücher und Unternehmungen arbeitet, welche Erfolge, aber auch welche Mißerfolge er in einzelnen Fällen dabei erzielt hat. Wirksamkeit und Unwirksamkeit von Prospekt- Versendungen, sowohl von Verleger-Prospekten, als von eignen, würde dabei zu berücksichtigen sein. k) Über die Inanspruchnahme der Sortimentsbuchhändler seitens Gelehrter und Schriftsteller zu literarischen und bibliographischen Nachweisen und andrer Beihilfe müssen möglichst zahlreiche und namhaft gemachte Beispiele aufgestellt werden. Wir beschränken uns heute auf die obigen Angaben. Manche andre Punkte, die sich unsrer Beachtung etwa ent zogen haben, werden Sie selbst vielleicht schon sich vor gemerkt haben. Bitte, sammeln Sie tatsächliches Material an und suchen Sie die Herren Kollegen Ihres Kreises zu gleicher Arbeit zu veranlassen. Dem Bearbeiter der Gegenschrift muß reichhaltiges Material zur Verfügung stehen! Ihre gefälligen Antworten erbitten wir bis spätestens den 10. September d. I. Später eingehendes Material würde für die am 15. September in Leipzig stattfindende Vorstands sitzung des Börsenvereins nicht benutzt werden können. Schließlich lenken wir Ihre Aufmerksamkeit noch auf den vortrefflichen Artikel des Herrn Kollegen Johannes Grunow in den »Grenzboten« und abgedruckt im »Börsenblatt«! In kollegialischer Begrüßung Der Vorstand des Verbandes der Kreis- und Ortsvereine im Deutschen Buchhandel: Hermann Seippel. Justus Pape. Otto Meißner. Badisch - Pfälzischer Buchhändler - Verband. Hauptversammlung in Offenburg, 2 8. Juni 1903. Anwesend von Mitgliedern waren aus Karlsruhe: die Herren vr. Knittel, Grass, Linck, Pillmeyer, „ Heidelberg: die Herren Faust, Köster, vr. Wolfs, „ Freiburg: die Herren Elchlepp, Harms, Jedele, Stall, „ Baden-Baden: die Herren Ryssel, Wild, „ Konstanz: Herr Ernst Ackermann, „ Offenburg: Herr Trübe, „ Speyer: Herr Noever, „ Landau: Herr Lang, „ Weinheim: Herr Carl Ackermann, im ganzen 18 Mitglieder. Der bisherige Vorsitzende, Herr vr. Knittel, eröffnet die Hauptversammlung um 10 Uhr. Er berichtet über die Ereignisse des letzten Jahres und betont besonders den erfreulichen Zuwachs an Mitgliedern, deren Zahl auf 67 gestiegen ist. Der Schatzmeister, Herr Gräff, legt die Kassenverhältnisse dar. Das Verbandsvermögen ist um 68 59 H gestiegen und beträgt jetzt 755 94 Herr Faust berichtet über die diesjährigen Versamm lungen der Kreis- und Ortsvereine, an denen er, sowie die Herren Gräff und Harms, als Vertreter des Verbands teil genommen haben, und über die Hauptversammlung des Börsenvereins. Es wird hierauf die Neuwahl des Vorstands mit Stimmzetteln vorgenommen. Herr vr. Knittel erklärt, daß ihm bei seiner Arbeitsüberhäufung eine Neuwahl nicht er wünscht sei. An seine Stelle wird Herr G. Pillmeyer als erster Vorsitzender gewählt. Es besteht daher der Vorstand aus den Herren: G. Pillmeyer, Karlsruhe, 1. Vorsitzender, E. Crusius, Kaiserslautern, 2. Vorsitzender, I. Linck, Karlsruhe, 1. Schriftführer, R. Noever, Speyer, 2. Schriftführer, W. Gräff, Karlsruhe, Schatzmeister. Herrn vr. Knittel wird der Dank des Verbands für die bisherige umsichtige und opferwillige Leitung ausgesprochen. Der Antrag des Vorstands, daß jedes Mitglied auf Beschluß verpflichtet ist, seinen ernsten Willen zur Einhaltung der Verbandsbeschlüsse durch eigenhändige Unterschrift zu betätigen, wird an einem speziellen Fall erläutert und mit dem Zusatz angenommen, daß der Beschluß rückwirkende Kraft habe. Weiter wird nach längerer Debatte angenommen der Antrag des Herrn Harms: Im Verbandsgebiet darf kein höherer Rabatt als fünf Prozent gegeben werden, dieser auch nur an Staats- und städtische Behörden unter den vom Börsenverein und vom Verband fest gesetzten Bedingungen. Vereinen darf demnach nicht mit fünf Prozent geliefert werden. Alle Zuwiderhandelnden Abmachungen sind für 1. Ok tober d. I. zu kündigen. Der Vorstand des Verbands hat diesen Beschluß im Börsenblatt zu veröffentlichen. Als Ort der nächsten Hauptversammlung wird hierauf Baden-Baden bestimmt. Herr Ackermann-Konstanz regt an, der Verband möge dahin wirken, daß die Bestimmung der Satzungen des Börsenvereins aufgehoben werden solle, nach welcher der Ver leger direkt an das Publikum mit höherem Rabatt liefern darf als der Sortimenter. Besondere Abmachungen, soweit Bücher im Auftrag von Behörden oder Vereinen gedruckt werden, sind natürlich ausgeschlossen. Unter allgemeiner Zu stimmung werden diese direkten Lieferungen als viel schäd licher für das Sortiment bezeichnet als alle Rabattüber tretungen und Warenhauskonkurrenz zusammengenommen. Herr Ackermann schließt mit einigen Bemerkungen über ihm gemachte Schwierigkeiten bei Aufnahme von Einsendungen im Börsenblatt. Herr Harms gibt dem Wunsche Ausdruck, daß die Zeitschriften von den Verlegern möglichst schon Mittwoch oder noch früher in Leipzig abgegeben würden, damit sich die Expedition der Zeitschriften besser verteilen lasse. Herr Graeff teilt mit, daß er als Auslieferer der Karten des badischen Schwarzwaldvereins mit aller Kraft dahin wirken wolle, daß dem Sortimenter ein höherer Rabatt wie bisher bewilligt würde. Um ftz l Uhr wurde die diesjährige Hauptversammlung von Herrn vr. Knittel geschlossen. Nachdem ein vorzügliches Mittagessen die Teilnehmer gestärkt hatte, brachten mehrere Wagen diese nach dem weinberühmten Durbach, wo sich bald ein fröhliches Treiben entwickelte. Ein Trinkspruch folgte dem andern: auf das
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