Sonnabend, den 11- dlpril 1003- Umschlag zu ^ 83. - - - l§^ Verlag von franL Münder in Kerlin. ' (^) I" Kürze erscheint: Lar Wan tler Schreckliche. Romarr von Graf Alexis Lolstoy. Nus dem Russischen überseht von Mttbelm Lange. 2. Auflage. f ' Preis gekeklel jVlk. 4.— orcl.» sVlk. 2.— netto» IVlk. 2.80 bar. ,» gebunäen »» 5.— „ »» 2.75 „ .» 2.50 gebettet unä gebunäen bei voraurbettellungen vis 10. Mai «eit 40-/o »»,»d 7 (». Die russische Literaturgeschichte bezeichnet den Grafen Mlexis üoistoy als den Malter 6cott seines Landes; er hat den historischen Roman Rußlands geschaffen und steht auf diesem Gebiete unbestritten als der Erste da. Der Roman »,2ar Ixvan äer Sichrecklicke", oder „Fürst Serebräny", wie er in der russischen Griginal-Ausgabe heißt, ist das Hauptwerk des Dichters, welcher darin ein kulturgemälcle aus clem ib. Jakrkundert von einem Farbenreichtuni und einer Pracht entrollt, wie sie in kaum einem andern Hauptwerke der Welt literatur wieder erreicht worden ist. Die Schärfe der Tharakterzeichnung, die oft dramatische Gewalt der einzelnen Bilder, das gelungene Rolorit und die Runst der Gruppierung jhaben beim ersten Erscheinen der Dichtung allgemeine und ungeteilte Bewunderung erregt. Eine der unheimlichsten Gestalten der Weltgeschichte, die des grausamen Zaren Iwan, welcher im f6. Iahrh. mit seinen blutdürstigen Henkern und Ratgebern Rkaljuta, Wassili, Gräsnoy, Godunoff und Pater Lcwki das unglückliche russische Volk zur Verzweiflung und an den Rand des Untergangs brachte, ferner die in der Umgebung des Zaren befindlichen wenigen edleren Charaktere, wie den weltunerfahrenen Anas Sere bräny, den stolzen, starrnackigen Rlorosoff und mancherlei Typen aus dem Volke der damaligen Zeit läßt der Dichter mit bewundernswerter Plastik und Wahrheit vor dem Auge des Lesers erstehen. — Die meisterhafte Übersetzung Wilhelm Langes gibt die eigenartige- poetische Stimmung und das düstere Rolorit dieses geschicht licheil Gemäldes mit echt künstlerischer Treue wieder. Ich bitte um tätige Verwendung. § r kerlin. fr an 2 Münder. <