556 Künftig erscheinende Bücher. 15, 20. Januar 1903. I G Dervorragencie Novität! Frih Löwe ist durch seine Dichtungen der deutschen Lesewelt bereits aufs vor teilhafteste bekannt I Einige Orteilc ster Anette über trüber erschienene Merke. Hosprediger ll Emil From me! ch schrieb über das letzte Werk: .... in Kürze denn: Mich hat seit Jahren kein Lied so er griffen, wie das Ihre. Hier ist Kraft und Poesie, Fleisch und Blut. Ich wühte nichts neben den Renatus ;n stellen und seine Art. » Hamburger Nachrichten: Fritz Löwe gehört unbestreitbar zu den be deutendsten Epikern der Gegenwart. Er besitzt die Gabe des echten Poeten! Norddeutsche Allgemeine Zei tung: Wir gebe» dieser im besten Sinne Poesievollen Erzählung (Rena tus) ohne Bedenken bor den neuesten Epen Julius Wolff's den Vorzug. Der Bär, Berlin: .... werden wir umsomehr von dem Epos eines jungen Dichters ange zogen, der entschieden zu Hohem berufen erscheint. Anhaltischer Staatsanzeiger: Löwe's epische Dichtungen gehören zu den besten der letzten Jahrzehnte und sind denen Von Wolff und Baumbach durch aus ebenbürtig; ste dürsten viele in mancher Beziehung noch übertreffen! Demnächst erscheint: frilL Lowe's neuestes 6pos Die ^iageiianlen Gekettet jVlk. z.—, elegant gebunclen jVlk. 4.— Leip-ig, Hospitalstraße 271. Hochachtungsvoll Oetlagsbuchkantllung von ?aul List. Verugsbcclingungen: ä condition, nur gekettet mit 25°/°, bar mit aast»"/«; aut,0:1 Freiexemplar mit Kerecknung von clessen Ginbancl bei gebundenen Känclen. —- , Probeexemplar mit 40°/« - Über Fritz Lomes Bedeutung als Epiker herrscht nach der Aufnahme, die vor allem sein „Renatus, ein märkisches Retterlied", in der gesamten Presse gefunden, nur ein llrieil. Er besitzt die Gabe des echten Poeten: neben reicher Phantasie und schöpferischer Kraft — ver bunden mit formvollendeter, feuriger, ganz in dem Stoff ausgehender Sprache — vor allem die Kunst, dauernd den Leser zu fesseln und in Spannung zu halten. Darum haben namhafte Männer aus den verschiedensten literarischen Lagern nicht gezögert, seinen Dichtungen vor anderen Epen den Vorzug zu geben. Friedrich Spielhagen, unser groher Romancier, nennt den Versaffer „rin zweifellos poetisches Talent", der feinsinnige verstorbene Emil Frommet schrieb an den Dichter: „Mich hat seit Jahren kein Lied so ergriffen, wie das Ihre. Hier ist Kraft und Poesie, Fleisch und Blut." Ebenso urteilte — um ans den in ca. 40 Zeitungen und Zeitschriften erschienenen lobenden Kritiken nur eine noch anzuführen, der bekannte Professor l>r. Kinzel, der das Werk im „Neichsboten" in einem zweiseitigen Artikel besprach, in dem es heiht: „in dem bisher unbekannten Fritz Löwe trat ihm ein wirk licher Dichter Von Gottes Gnaden entgegen." Auf der gleichen Höhe steht Las so eben erschienene Werk „Flagellanten, Epos aus der Hansazeit". Die Berechtigung des vorstehend Gesagten wird niemand in Abrede stellen, wenn er das Epos gelesen hat — ein jeder wird, wenn er seine moderne Scheu, überhaupt ein Epos zu lesen, erst überwunden hat, die Dichtung lesen und nicht eher aushören, als bis er sie mit ehrlichem Be dauern über den jähen aber wohl motivierten Schluß aus der Hand legen muß. Denn hier ist kein eintöniges ermüdendes Versgeklingel, sondern eine allen Situationen und Stimmungen angepaßte Sprache, die bei aller Sicherheit der Kunstform niemals den Eindruck des Gekünstelten macht. Hier gleicht die Handlung nicht, wie in so vielen Epen, einem seichten, sich mühsam durch eine flache Ebene hinschleichenden Fluß: hier wird durch zielbewußte» dra matischen Aufbau die Spannung gesteigert von Schritt zu Schritt. Dazu kommt, daß der psychologisch trefflich durchgeführte Konflikt des Epos nicht nur die große Zeit der Hansa als Hintergrund und inilisu hat, sondern in einem Jahre spielt, das wohl als der Höhepunkt des deutschen Mittelalters gelten kann, jener kraftstrotzenden Zeit von wüster Roheit und tiefer Innigkeit, voll jauchzender Weltfreude und starrer Weltentsagung, voll Himmelssehusucht und glühender überschäumender Sinnenlust, die alle Bande sprengt. Die gut gereihte Folge der ereignisreichen Scenen wird gelegentlich in reizvoller Weise durch lyrische Ergüsse unterbrochen, die als Minne- und Schelmenlieder nur noch des Kompo nisten bedürfen, um volkstümliche Bedeutung zu gewinnen. leb bitte Ikr Lager mit Exemplaren ou verleben unci gefälligst recbt batst 2u bestellen; für weitgebcnstltes Kekanntwersten sturcb stie Prelle ilt gesorgt, leb lenste nur auf Verlangen.