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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 11.06.1892
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1892-06-11
- Erscheinungsdatum
- 11.06.1892
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
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des vorigen Jahres erteilen? — Es ist einstimmig geschehen. — Ich habe Sie ferner zu fragen, ob Sie sich Seiten der Haupt versammlung dem Dank anschließcn, den der Rechnungsausschuß unserm Schatzmeister für seine Mühewaltung ausgesprochen hat? (Die Versammlung erhebt sich zum Zeichen der Zustimmung). Wir kommen zu Punkt 3 der Tagesordnung: Bericht des Rechnungsausschusses über den Voranschlag für I 892, und ich ersuche den Herrn Vorsitzenden des Rechnungsausschusses, auch darüber uns Bericht zu erstatten. Herr Theodor Lampart: Meine Herren! Ich glaube, wir werden darüber auch rasch hinwegkommen. Die Aus stellung". desl,Voranschiags ist so, wie sie von dem Herrn Schatzmeister dem Rechnungsausschuß übergeben wurde, vollständig unverändert angenommen worden. Die Grundsätze, nach denen der Voranschlag ausgestellt wurde, sind eine ganz sorgfältige Beachtung der bisherigen Rechnungsergebnisse. Es sind alle die Erfahrungen benutzt worden, und es beruht auch der Vor anschlag aus den Beschlüssen des Gesamlvorstandes. Ich will nur wenige Punkte Ihnen daraus vortragen, und zwar werde ich hier wiederum die Erläuterungen des Herrn Schatzmeisters Ihnen bekannt geben. Ich habe zunächst wegen des Grundstücks-Verwaltungs-Konlo, das mit einem wahrscheinlichen Ueberschuß von diesmal nur 155 Mark eingesetzt ist, Ihnen die Bemerkungen des Herrn Schatzmeisters bekannt zu geben. Derselbe sagt: „Das Grundstücksertrags-Konto stellt sich nur mit einem geringfügigen Nutzen ein. Es steht zu hoffen, daß der Jahres schluß eine befriedigendere Ziffer bringt. Daß ein solches vornehmes Bauwerk, welches gleichsam als sichtbares Zeichen der Würde des ganzen deutschen Buchhandels errichtet wurde, ein geivinnbringendes Unternehmen sein würde, war von Anfang an nicht anzunehmen. Wo viele Köpfe und Kräfte, diese oft nicht einmal gleichzeitig zusammenwirkend, sondern auseinander strebend, sich mit der Herstellung eines solchen Bauwerks beschäftigen, konnte es nicht fehlen, daß mancher Mißgriff bei allem guten Willen und großer Selbstverleugnung sich einschlich. Es ist aber wohl anzunehmen, daß auch bei diesem Werk die Kinderkrankheiten überwunden sind, und daß die Zukunft desselben unter Benutzung der Erfahrungen bei Verwendung der Jnnenräume eine solche sein wird, die ebenso zum Nutzen wie zur Steigerung des öffentlichen Ansehens des Buchhandels das ihrige nicht vermißen lassen wird." Meine Herren! Der Rechnungsausschuß schließt sich auch dieser sehr wohlgemeinten Ausführung vollständig an. Ich komme nun zu dem Konto für Errichtung einer Vertretungsstelle in New-Iork. Meine Herren, dieser Posten ist absolut neu, und es soll hierüber vom Vorstand selbst Bericht erstattet werden. Ich darf wohl übergehen zu dem Konto für Herstellung von Bildnissen im Hauptsaale, und hier wird ebenfalls besonderer Bericht von Seiten des Vor standes in Aussicht genommen. Herr Kommerzienrat Franz Wagner-Leipzig: In betreff des Postens „Konto für Errichtung einer Vertretungs stelle in New-Aork" ist eine weitere Mitteilung nicht zu machen. Es ist das nur ein Verrechnungsposten, weil die Vorar beiten und Vorkehrungen noch im Werke sind und man im Augenblick noch nicht sagen kann, welchen Umfang dieselben an nehmen werden. Wir mußten aber im Voranschlag wenigstens einen Disposilionsfond haben, und der ist mit 2090 Mark eingestellt worden. Herr Theodor Lampart: Meine Herren! Ich habe noch einen Posten zu erwähnen. Beim Unterstützungs- Konto ist unter «) für den Zentralverein für das gesamte Buchgewerbe ein Posten mit 3000 Mark eingesetzt, um >000 Mark mehr als im Vorjahre, und hierzu sagen die Erläuterungen des Herrn Schatzmeisters: „In diesem, — nämlich im Unterstützungs-Konto — ist der Beitrag an den Zentralverein für das gesamte Buchgewerbe um 1000 Mark höher einge stellt. Diese Erhöhung zu bewilligen wird dringend empfohlen. Die wertvollen Sammlungen des Zentralvereins, die durch unermüdliche opferfreudige Arbeit von Gönnern und Freunden des Buchgewerbes zusammengebracht, durch Unterstützung von Staats- und städtischen Behörden wesentlich gefördert wurden, und die eine Zierde des Börsenvereins, in dessen Haus sie ihr Heim gefunden haben, abgebcn, glaube ich, ist auch der Börsenverein berufen, kräftig zu unterstützen. Die Klemm'sche Samm lung von Jncunabeln und alten seltenen Druckwerken ist demselben, wenn auch Eigentum des sächsischen Staatsfiskus, zur dauernden Benutzung einverleibt, und bewirkt dieser Schatz eine mächtige Anziehungskraft. Für die weiteren, ausschließliches Eigentum des Zentralvereins bildenden schätzbaren Sammlungen, die ohne Zweifel einen sehr großen Wert haben, dürfte nach meiner Meinung der Börsenverein dereinst geborener Erbe sein." Meine Herren! Nach diesen Ausführungen, glaube ich, werden auch Sie keinen Anstand nehmen, den Beitrag um 1000 Mark zu erhöhen. Das Endergebnis dieses Voranschlags ist ein wahrscheinlicher Ueberschuß von 26525 Mark, also nahezu derselbe Betrag, wie er im Vorjahre vorgesehen war. Ich will nun hoffen, daß auch im nächsten Jahre der wirkliche Ueberschuß ein bedeutend höherer sein möge, wie er es auch Heuer gewesen ist. Vorsitzender: Wünscht jemand das Wort in Bezug auf den Voranschlag? — Als selbstverständlich muß ich be merken, daß der unter 11 aufgefllhrte Posten: Konto für Herstellung von Bildnissen, bei der Abstimmung Vorbehalten werden muß, weil er einen besonderen Punkt unserer heutigen Tagesordnung bildet. Ich würde also die Abstimmung richten auf die Genehmigung des Voranschlags für 1892, vorbehaltlich der Abstimmung über Punkt 8 der heutigen Tagesordnung. Wünscht jemand das Wort? — Es ist nicht der Fall, dann richte ich die Frage an Sie, ob Sie, dem Lntrag des Rech nungsausschusses entsprechend, die Genehmigung des Voranschlags für 1892 hiermit aussprechen? — Er ist genehmigt. Wir würden nun zu Punkt 4 der Tagesordnung kommen. Da aber die Auszählung noch nicht geschlossen ist — und zwar verzögert sich das heute wohl aus dem Grunde, weil durch den vorherigen Druck des Geschäftsberichts wir viel Zeit gewonnen haben — so geben wir über zu Punkt 5 der Tagesordnung: Antrag des Vorstandes: Die Hauptversammlung wolle die von dem hierzu niedergesetzten Ausschüsse ausgearbeitete Verlagsordnung für den Deutschen Buchhandel in dem Sinne genehmigen, 1. daß den Mitgliedern des Börsenvereins empfohlen werde, die Vsrlagsordnung als Grundlage zu ihren Verlagsverträgen und durch ausdrückliche Bezugnahme in Verlagsverträgen zu deren Ergänzung und Er läuterung zu benutzen; 2. daß die Verlagsordnung dem Reichskanzler bezw. dem Reichs-Justizamte zur Berücksichtigung bei einer reichsgesetzlichen Regelung des Verlagsrechts überwiesen werde. Neumindfünszigftrr Jadrgang. 472
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