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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.02.1890
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1890-02-17
- Erscheinungsdatum
- 17.02.1890
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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Beruh. Frlcdr. Voigt in Weimar. Seite sso l Leopoli» «otz in Hamburg. Seite SSt Ididivke, L., Uratitisebes ktsudbueb für Unust-, Lnu- und Lin- Asltselirlkt für kszeliologie und lüiMoIo^iv der Linnesor^soe. sedillsnsedlosssr. 2. Lud. ^ HrsZ. von LbdinAba,us und Lönig. 1. Uskt. Nichtamtlicher Teil. Technische Rundschau im Buchgewerbe. 1890. No. 2. Ter englischen Zeitschrift »Iran« eutnehnien wir einige Angaben über die Herstellung der seit Januar in London erscheinenden täglichen illustrierten Zeitung »vail^ 6rspliic«. Die Zeit zwischen dem Eintreffen der Skizzen und dem Augenblick, wo dieselben als drucksertige Platten in die Druckerei wandern müssen, ist so kurz, daß man ganz besondere Ein richtungen treffen mußte. In drei Zimmern sitzen Zeichner jeden Augenblick bereit, die einlanfenden, vielfach sehr rohen Skizzen, Angcnblicks-Photographieen rc. auf Zink, Holz rc. zu übertragen, und anderseits dahin zu eilen, wo etwas aus genommen werden soll. Meist werden die Skizzen aus Papier gezeichnet, dann photographisch verkleinert auf Zink übertragen und geätzt Doch kommt auch der Holzschnitt zu seinem Rechte, wobei nalürlich die Stocke in 16 oder 24 Stücke zerlegt und ebensoviel Holzschneidern übergeben werden. Das Geschäft um saßt auch eine Abteilung für typographischen Buntdruck und bringt sogar Bilder aus 12 bis 14 Farbenplatten hervor. Die galvanvplastische Anstalt ist mit einer Dynamomaschine ausgestattet, die aber nur bei sehr eiligen Arbeiten in Thätigkeit tritt. — Der Setzerraum ist elektrisch beleuchtet, und es hat jeder Setzer seine Lampe, deren Helligkeitsgrad er erhöhen oder vermindern kann Es arbeiten 50 Setzer an 300 Setzkästen. Dicht dabei befindet sich die Stereotypie. Dieselbe ist durch eine eigene kleine Bahn mit dem Setzersaale verbunden, auf welcher die Formen hin und her befördert werden, und zwar gelangen sie direkt in den Stcreotypier-Apparat. An der Herstellung des »vail^ Uraplüe« arbeiten fünf Rotationsmaschinen, drei englische von Middleton und zwei französische von Marinoni. Die Cylinder dieser Maschinen sind doppelt so groß als die gewöhnlichen, um die Verzerrung der Illustrationen durch das Biegen möglichst zu verringern Jede Maschine druckt und falzt 10 000 Exemplare in der Stunde. Dem Uebelstande ein Ende zu machen, daß manche Zeitungen schwer Anzeigen zu den Beiblättern bekommen, weil der Leser diese Beiblätter nur allzu oft gleich wegwirft, soll, »1,'lmprimoris« zusolge, die neue »gekuppelte Rotationsmaschine« von Marinoni abhelfen. Dies wird dadurch erreicht, daß die Maschine eine Vorrichtung erhält, welche die Teile des Beiblattes mit Kleister oder Gummi überzieht, die mit dem weißen Rand des Hauptblattes in Berührung kommen Die eine von den ge kuppelten Maschinen arbeitet nur halb so rasch als die andere und bedruckt auf diese Weise nur einen halben Bogen, während die andere einen ganzen Bogen druckt. Der halbe Bogen hängt nun infolge des Klebemittels niit dem Hauptblatte so innig zu sammen, daß dieses reißt, ehe man das Beiblatt abtrennen kann. Der Kleister trocknet angeblich in wenigen Minuten. Wie aber, wenn das Beiblatt aus einem ganzen Bogen be steht, oder wenn die Zeitung mehrere Beiblätter hat? Darüber bleibt »ll'Iwpriwerie« die Auskunft schuldig. Neuerdings veranstaltete Eberle auf der k. k. photo graphischen Versuchsanstalr in Wien Versuche mit seinem Brenn- ätzversahren, welche »Freien Künsten« zufolge sehr befriedigend ausfielen Das Verfahren findet seine Begründung darin, daß kalte Steine sich nur schwer, schön aber überhaupt nicht drucken lasse». Aetzt man Steine im kalten Zustande, so erzielt man kein günstiges Ergebnis. Die benötigte Wärme erhält Eberle durch das Brennen mit einer Stichflamme, welche dem Stein die Feuchtigkeit entzieht, wo er mit der säurebeständigen Schicht über zogen wird. AuS der Zahl der inzwischen erschienenen Patente aus der Klasse 15: Druckerei, seien folgende beide erwähnt: I. H. Spoerl in Düsseldorf erfand, laut Patent Nr. 50 466, eine Druckpresse zum ein- oder mehrfarbigen Bedrucken von Rollenpapier. Sie eignet sich hauptsächlich für kleinere Drucksachen: Prospekte, An kündigungen, Zettel, von welchen, bei verhältnismäßig rascher Anfertigung, ein sauberer Ein- oder Mehrfarbendruck bean sprucht wird. — Von G. Dune an in Liverpool rührt ein anscheinend zweckmäßiger Apparat zur Reinigung bedruckter Bogen her, d. h. zur Entfernung von Schmutz oder überschüssiger Farbe von denselben (Patent 50 672). Die Reinigungs vorrichtung besteht aus einem endlosen, wandernden Wischtuch, welches zum Teil in eine Alkalilösung oder eine sonstige Reinigungs flüssigkeit eintaucht, während ein anderer Teil des Tuchs die zu reinigenden Cylinder berührt, ferner in einer mit Tuch überzogenen Walze, welche mit dem Cylinder und mit der Flüssigkeit in Be rührung kommt. Die zu reinigenden Papierbogen werden zwischen den einander parallel liegenden, glatten, geheizten Cylindern durch- gesührt, die den Schmutz wegnehmen; die Cylinder werden als dann durch das erwähnte Wischtuch und die Walze gereinigt. Bekanntlich dehnt sich das Papier beim Feuchten und nachherigen Bedrucken verschieden, was beim Buntdruck viel Schwierigkeiten verursacht. Diese Schwierigkeiten lassen sich in dessen, laut »?a.pe> trads rovisv« zum guten Teil beheben, wenn man gleich bei Anfertigung des Papiers folgende Vorschriften befolgt. Der Stoff darf nicht zu weich gemahlen, die Preßfilzc sollen leicht gewebt und es muß die Papierbahn schon so trocken wie möglich sein, wenn sie auf die Trocken-Cylinder kommt. Man soll ferner jede Zerrung des Papiers beim Uebergang von einem Teil der Maschine zum anderen vermeiden, das Papier, nach er folgtem Schneiden, eine Woche lang in einem kühlen, luftige» Raum aufbewahren, dann leicht glätten, dann wieder eine Woche liegen lassen und schließlich zwischen zwei Platten satinieren. Weiße Baumwollen-Lumpen bilden den besten Stofs zu Buntdruck- Papieren; als Ersatz können weiches Espartogras oder bester Natron-Holzzellstoff Verwendung finden. Bei Bestellung von Buntdruck-Papier werden Buch- und Steindruckerei-Besitzer sowie Verleger vielleicht gut thun, der Papierfabrik die Befolgung dieser Vorschriften anznempfehlen. In den »Mittheilungen der K Versuchsanstalten bespricht W. Herzberg die leider aufgetauchten Nachahmungen des japanischen Papiers. Dieses Papier soll aus Fasern her gestellt sein, die den echten nahe stehen; es koste nur ein Viertel des echten, sei von großer Zähigkeit, besitze eine besser geglättete Oberfläche unir könne für Urkunden, Aktien, Wechsel, Wertpapiere aller Art Verwendung finden. Auch sei es gut geleimt nnd schreibfähig; endlich eigne es sich für ein- und mehrfarbige» Druck, sowie für Kupferpressendruck. Infolge der Anpreisung des Papieres als für Urkunden verwendbar, wurde es einer Prüfung unterzogen, welche im wesentlichen folgendes ergab. Das Papier besteht aus Holz cellulose, vermutlich Sulfitstoff. Holzschliff ist nicht vorhanden. Es ist mit Harz nnd Stärke geleimt nnd leimfest. Es entspricht somit der Stoffklasse III und der Festigkeitsklasse 3. Das Papier gehört also zu den Normalpapieren 4» und kann nur für solche Akten gebraucht werden, welche nur einige Jahre aufbewahrt 114»
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