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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.10.1931
- Strukturtyp
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- 1931-10-06
- Erscheinungsdatum
- 06.10.1931
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- Deutsch
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Buchhändlerverein Rübezahl, Breslau. — Die Feier des 64. Stif tungsfestes, in Form eines Allsfluges, wurde wegen Hochwassers aus Sonntag, den 11. Oktober 1931, verschoben. Treffpunkt usw. bleiben wie beschlossen. Der Vorstand. Allgemeiner Deutscher Buchhandlungsgehilsen-Vcrband (Fach gruppe Buchhandel im DHV), Ortsgruppe Dresden. — Freitag, den 9. Oktober, 20 Uhr, im »Haus der Kaufmannsgehilsen«, Dresden, Canalettostr. 12: Vortrag des Herrn Kreisgeschästssührers Münnich »Kampf mn das Saargebiet«. Wir erwarten rege Beteiligung. Gäste willkommen. Saldo, Verein jüngerer Buchhändler, Hannover. — Am 22. Sep tember fand unsere diesjährige Jahresversammlung statt. Die Ge samtzahl der Mitglieder beträgt jetzt 66, darunter fünf Ehrenmit glieder. Auch in diesem Fahre ergab der Kassenbericht einen er freulichen Überschuh. Die vom Saldo verwaltete Karl Stichling- Jubiläumsstistung weist heute ein Vermögen von RM 1576.— und einen Zinsbetrag von NM 57.16 aus. Die Neuwahlen ergaben fol gendes Bild: 1. Vorsitzender: Paul Herrmann i. H. Heinrich Feesche; 2. Vorsitzender und Schriftführer: Werner Jhssen i. H. Carl Meyer (Gustav Prior): Kassenwart: Albert Volkerding i. H. Hahnsche Buch handlung, und Beisitzer: Andreas Schirmeisen i. H. Heinrich Feesche. Auch wurden die verschiedenen Ausschüsse neu gewählt. Das Wintcrprogramm sicht wieder eine Beteiligung des Saldos an den Vortragsabenden der Arbeitsgemeinschaft vor und als ge sellige Veranstaltung unsere traditionelle Weihnachtsfeier am Sonn abend, dem 2. Januar 1932 im kleinen Saal des Casinos. Die dies jährige Hauptversammlung stand zum letzten Mal unter der Leitung unseres Hans N a e t t i g, der nach vierjähriger außerordentlich bewährter Leitung das Steuer aus der Hand gibt, um von hier nach Delitzsch zu gehen. Wir hatten schon am 8. September eine Ab schiedsfeier mit Damen veranstaltet, bei der Herr Herrmann, der Vorgänger und heutige Nachfolger von Herrn Naettig, eingehend und mit herzlichen Worten die Verdienste des Scheidenden um den Saldo und insbesondere um den Jungbuchhandel würdigte. War Lr es doch, der den Gedanken der Arbeitsgemeinschaften in Hannover im Saldo zuerst in die Tat umsetzte. Dieser Abend legte wieder einmal Zeugnis ab von der großen Achtung und Sympathie, der sich Herr Naettig allzeit im Salbo erfreut hatte. A3. I. »Insel« Buchhändlcrvercin, Tübingen. — Anläßlich des 100. Ge burtstages Wilhelm Naabes hatte die »Insel« zu einem Gedenk abend eingeladen. Der Einladung, die auch an die Mitglieder der »Gesellschaft der Freunde Wilhelm Naabes« ergangen war, wurde zahlreich Folge geleistet. Von dem Vorsitzenden der »Insel«, Herrn Felix Pflug, konnte außer den Mitgliedern auch eine stattliche Zahl von Gästen begrüßt werden. Die Ausgestaltung des Abends hatte der Ehrenvorsitzende der »Insel«, Herr Nechnungsrat Ziindel, freund licherweise überluilnmen. Der Redner verstand es vortrefflich, das Interesse für Wilhelm Naabe und sein Schaffen zu wecken. Vor lesungen aus einigen seiner Werke vervollständigten das Bild. H. S. Neues vom russischen Staatsocrlag. — In der »I8vve8tja« vom 4. September 1931 wird eine Verordnung des Zentralkomitees vom 15. August d. I. bekanntgegeben, die als Antwort auf die Klagen über die Tätigkeit des Staatsvcrlages, insbesondere über die Quali tät der Bücher und Zeitschriften, aufzusassen ist, die aber gleichzeitig eine Neuordnung des russischen Verlagswesens ankündigt: In diesem Bericht wird betont, daß die Gesamtproduktion des Ver einigten Staatsverlages von 300 Millionen Exemplaren im Jahre 1929 auf 575 Millionen Exemplare im Jahre 1930 gestiegen sei. Um den ständig wachsenden Ausgaben gerecht zu werden, müßten aber neue selbständige Verlagsanstalten gebildet werden. In erster Linie ein besonderer technischer Staatsverlag, der dem Obersten Volkswirtschaftsrat unterstellt wird. Sodann ein Verlag für die Herausgabe von marxistisch-leninistischer Parteiliteratur fiir die Massen, unter der Kulturpropaganda-Abteilung des Zentralkomitees. Bemerkenswert ist auch die Schaffung von Sektionen des Staats- verlagcs und der neugebildeten Verlagsanstalten bei denjenigen nationalen Minderheiten, die noch keine eigenen Verlagsanstalten haben. Unter den Ausgaben, die der Verlagsarbeit Angewiesen werden, steht der Kamps um die Qualität des Buches an erster Stelle. Der neugebildete »Partei-Verlag« soll die Werke der marxistischen Klas siker in großem Umfange Herausgeber!. Die künstlerische Literatur soll sich u. a. mit der jetzt sehr beliebten Darstellung der Tätigkeit der Helden des sozialistischen Aufbaues befassen. Die Zcitschriften- literatur soll auf ein höheres Niveau gebracht werden. Die Ver besserung der Schulbücher bildet den Gegenstand ernster Sorgen. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, daß differenzierte und angemessene Bezahlung die Voraussetzung für die Schaffensfreude talentvoller Autoren bilde. Diese sollen in neu zu schaffenden Kon- sultationsbttros beraten werden, und ihre Werke sollen, unabhängig davon, ob das Manuskript angenommen wird oder nicht, ausführlich besprochen werden. In diesem Zusammenhänge wird der Kritik, die bisher vernachlässigt sei, besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Der Vereinigte Staatsocrlag soll eine Skorganisation der Bibliographie durchführen. Die Verordnung ist sich klar darüber, daß eine Auswirkung aller dieser Maßnahmen unmöglich wird, wenn kein Papier da ist. Daher wird der Oberste Volkswirtschastsrat beauftragt, in Monatsfrist einen Plan zur Entwicklung der Papierindustrie vorzulegen. End lich wird auch die Verbreitung der Bücher, die bisher in den Händen des »lini^Entr« lag und viele Mängel aufwies, umgestaltet. Der Leiter des Staatsverlages, Chalatow, hat in eingehenden Ausführungen in der »?ravv(l3« vom 6. September diesen Maß nahmen eine entscheidende Bedeutung für Erziehung und Propa ganda beigcmessen. Tatsächlich wird man in ihnen einen neuen Schritt der Regierung zu scheu haben, auf dem Wege von Reformen mehr Ordnung in das innere Staatsgefüge zu bringen und den Einfluß des sozialistischen Staatsgedankens besonders unter der Jugend zu verstärken. Carl Schünemann-Preis. — Die Verteilung des diesjährigen Carl Schttnemann-Protses mußte, wie uns mitgeteilt wird, um ein Jahr verschoben werden, da sich unter den in diesem Jahre vor geschlagenen Werken keines befand, das den Absichten der Stiftung völlig entsprach. Fritz Reuter und sein Verleger. — Im Septemberheft der Meck lenburgischen Monatshefte« (Carl Hinstorff, Rostock) beleuchtet vr. Gerhard Ringeling nach bisher unveröffentlichten Briefen das Ver hältnis Fritz Reuters zu seinem Verleger Detloff Carl Hinstorff. Der Dichter erscheint im Lichte dieser Niederschriften durchaus nicht als »gemütlicher Stammtischplaudcrer« voll niederdeutscher Senti mentalität, sondern als kluger, zäher, rücksichtsloser Geschäftsmann, der seinen »alten Esel Hinstorfs« gehörig zureitet. Routers Honorar- sordorungcn dürfen als ungewöhnlich hoch bezeichnet werden und der Verlagsgewinn war auf Jahre hin so gering, daß die Reuter- kontrakte das Geschäft bei Stockung des Absatzes ernstlich gefährdet hätten. Reuter hielt daraus, »sein Part gleich zu haben«. Das Honorar mußte sofort bezahlt werden, jedenfalls vor Beendigung des Druckes, obwohl der Verleger die Einnahmen erst Ostern des nächsten Jahres hatte. Einmal beklagt sich Reuter über die seines Er achtens zu geringe Sorgfalt in der Ausstattung seiner Bücher: »Hast Du noch nicht genug an meinen Schreibereien verdient, daß du sie in wahrer Lumpentracht auf den Markt führen mutzt?« Als die ersten beiden Teile der »Stromtid« so glänzend einschlugen, er höhte der Dichter seine Forderung beim dritten Teil auf ein Drittel des Verkaufspreises: » . . . . lieber Hinstorff, es geht nicht anders, das Hemd steht einem näher als der Nock, ich muß dafür sorgen, daß ich in alten Tagen zu leben habe . . .« Sein Druckmittel war stets und ständig: Übergabe seiner Werke in einen anderen Verlag, in welcher Hinsicht er sich völlig frei gehalten hatte. Trotzdem ist er seinem alten Verleger treu geblieben, auch als der Ruhm stieg und seine Werke ungeahnte Verbreitung fanden, und es für keinen Ver lag mehr ein Risiko war, höher zu bieten, da die Werbung nichts mehr kostete. Seltsame Büchertitel, die man in den Katalogen kaum finden dürfte, finden sich in einem soeben erschienenen, 1700 Nummern starken Katalog einer nicht buchhändlerischen Versteigerungsfirma. Z. B.: Wienamowitz, Möllendorf, Erinnerungen; die Götzschen Zim mer, von Strindberg; Albert Berlin, von Huldermann; Eduard Mörtel, gesammelte Schriften; Der Mann und sein Werk, von Henric Ibsen; Humboldt, Kosmos, Entwurf einer viehischen Weltbeschrei bung; Roder Rodas und Romann; Das Leben der Bienen, von Metterling; Die Gitterbürsten, von A. Frank; Der Narr in Christo, von Emanuel Quindt; Münchshausen Abbildungen, von Daurö; Lene Chaternä uud ihr Liebhaber; Baodelais Werke; Sennrau, die Kunst des Mittelalters; die Renaissance, von Gaubian; Gobingian, von Schemann; Die Conditorei, von Semmerau; Lebendes Benvinuto, Hrsg, von Goethe; Kürschners deutscher Naturkalenüer; die Sinn sprüche Ostmarks des Zeltmachers; Goethes Briefwechsel mit M. von Wielimar; Homers Elias usw. Von Büchern scheinen beide, nämlich der, der die Titel diktiert, uud der, der sie nachgeschriebeu Hst. nicht viel zu verstehen. Wer kann Auskunft geben über ein Konvolut von etwa 100 Blät tern mit Original-Autogrammen, Widmungen, Gedichten usw. von den Abgeordneten der Nationalversammlung 1848 in der Pauls kirche zu Frankfurt a. M. Irgendwelche Angaben erbittet gegen Er stattung sämtlicher Auslagen Düsseldorf, Blumenstr. 11 Buch- und Kunst-Kabinett Hans Trojanski. 887
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