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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.10.1931
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- 1931-10-06
- Erscheinungsdatum
- 06.10.1931
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- Deutsch
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X« 232, 6. Oktober 1831. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. b. Dtschn Buchhandel. im Rahmen der Nachfaßaktion, die unter dem Motto »Jetzt ist es Zeit« auf allen erreichbaren Wcrbewegen durchgefiihrt wurde, kam sic dann auch zu ihrem Recht. Mir die erste Werbestreuarbeit, nament lich des Sortiments, wurde dagegen aus wohlerwogenen Gründel» die schon äußerlich abweichende, auf das allgemeine Interesse ab zielende Almanach-Form in Gestalt der Druckschrift »Gespeicherte Energien« geschaffen. Davon wurden innerhalb der Subskriptionszeit 80 000 Exemplare zur Verteilung gebracht, wobei ungefähr die Hälfte auf Zeitschriftcnbdlagen entfiel. (Der nachfasscnde Leporello-Prospekt »Jetzt ist es Zeit« hatte eine Auflage von N OOO Stück.) Die Wahl der Drnckschriftform wurde unterstützt durch rein prak tische Überlegungen. Wie an dieser Stelle bei einer andern Gelegen heit mit Recht betont wurde, stellt das Buch hinsichtlich der qualita tiven Gleichmäßigkeit seiner Produktion einen Markenartikel in höch ster Form dar. Leider ist dieser Vergleich nicht so treffend, wenn man ihn ans die erzielbaren Umsätze und die damit zusammen hängende geldliche Fundierung der Vertriebsmaßnahmen ausdehnt. Das gilt insbesondere für das fachwissenschaftliche Buch. Hier liegen die Dinge so, daß der Umsatzwert der einzelnen Veröffentlichung für Werbezwecke nicht wesentlich mehr herzugeben vermag, als die ersten Einführungsmonatc an notwendigstem Werbeaufwand erfor dern. Der weitere Abjatzverlanf hängt u. a. davon ab, in welchem Umfang die Einzelveröffentlichung durch weitere Veröffentlichungen derselben Fachrichtung vertrtebstechnisch immer wieder »mitgenom men« werden kann. In diesem Zusammenhang gesehen, ist die ein zelne Neuerscheinung immer nur Glied und Teilanstoß einer plan mäßigen Werbung für eine Verlags-»Nichtnng«. Auf den hier er örterten Fall übertragen, bedeutete somit das breit gelagerte und umfangreiche Werbeobjekt nicht nur eine günstige Gelegenheit, die Verlagsrichtung »Energiewirtschaft« werblich zu vertiefen, sondern forderte auch gewissermaßen dazu heraus, die weiteren, in ihren Mit teln naturgemäß beschränkteren Neuerscheinungen aus dem gleichen Anlaß mit zu unterstützen. In der Almanach-Form ließ sich beides ungezwungen verwirklichen. . Aus der eben gekennzeichneten Problemstellung der Werbung für "'die technische Buchliteratur lassen sich gleichzeitig allgemeine Forde rungen für die äußere Ausstattung den zugehörigen Werbedrucksachen ableiten. Ihre Besonderheiten sind wieder bedingt durch die Eigenart der Ware »Technisch-wissenschaftliches Buch«. Das technische Buch spiegelt in seiner äußeren Form zu wenig die Eigenart seines Inhalts, als daß es wie bei bibliophilen Werken durch Format-, Satz-, Druck- nnd Bildangleichung des Werbemittels an das Werbeobjekt dem Interessenten nähergebracht werden könnte. Beinahe ebenso selten gelingt es, Stosfbehandlung und Jnhaltsührung durch den Abdruck von Probeseiten werblich zu erschließen, wie es etwa bei Tabellen- nnd Bildwerken, Wörterbüchern usw. möglich ist. Sind der Aus- drnckfähigkeit des Werbemittels für die Einzelerscheinung also ohne hin Grenzen gesetzt, so wird mail' aus diese formale Ansschöpfung des Werbeinhalts auch ganz verzichten können, wenn das Stadium der Druckvorbereitung des Werkes (wie im vorliegenden Fall) die werb liche Mitbenutzung seiner Unterlagen fast ausschließt. Dafür verlangt andrerseits die Funktion des einzelnen Werbemittels als Glied einer gerichteten Reihe um so mehr Sorgfalt in der Verwendung der Ge- staltungselemente, die der Gesamtwerbung »Gesicht« geben. Soweit Allgemeines und Grundsätzliches zur erörterten Werbe- anfgabe! Um das eigene Urteil bilden oder kontrollieren zu können, wird der Außenstehende mit Recht nach dem Ergebnis der durchge- sührten Vertriebsmaßnahmen fragen. I" diesem Sinne mnß zunächst sestgestellt werden, daß der Gesamtabsay hinter dem Verkauf des Werkes der ersten Hanptkonferenz zurückgeblieben ist. Die veränderte Wirtschaftslage (1030 gegen 1024) dürfte dabei ebenso eine Rolle gespielt haben wie das natürliche Verblassen des aktuellen Moments der Erstmaligkeit. Hinsichtlich dieser Erscheinung teilt das Gesamt wert der Zweiten Weltkraftkonferenz wohl das Schicksal der Ver öffentlichungen aller Veranstaltungen, deren Zielsetzung nicht selbst schöpferisch ist, sondern in der ordnenden Zusammenfassung von Tat beständen und Erkenntnissen liegt, die einzeln im Schrifttum schon mehr oder weniger verankert sind. Vergleicht man dagegen hie Verkaufsergebnijse innerhalb des deutschen Sprachkreises miteinander, aus den sich die hier behandelten Maßnahmen beschränkten, so hat sich der Absatz auch bei Berücksich tigung der Überschneidungen im Vertrieb mehr als verdoppeln lassen. Zeitlich entfallen von dem Verkauf während der Subskriptionszeit (vom Tagungszeitpnnkt bis zum Subskriptionsschlnß) rund 80 ?6, und zwar zu ziemlich gleichen Teilen, ans das erste und letzte Drittel der Verkaufszeit. Man kann ans dem Ergebnis zweifellos eine ge wisse Berechtigung der Überlegungen herauslesen, die für die Vcr- triebsplanung maßgebend gewesen sind. Bei der Beurteilung der ab soluten Höhe darf natürlich die Arbeit des einschlägigen Sortiments nicht unberücksichtigt bleiben, das sich mit großer Hingabe siir den Vertrieb eingesetzt hat. Di-. Kurt Schulz. Für die buchhändlerische Fachbibliothek. Alle für diese Rubrik bestimmten Einsendungen sind an die Schrift leitung des Börsenblattes, Leipzig C 1, Gerichtsweg 26, Postschließ- sach 274/75 zu richten. Vorhergehende Liste s. 1031. Nr. 226. Bücher, Zeitschriften, Kataloge usw. Allgemeiner Anzeiger für Buchbindereien. 46. Jg., Nr. 30. Stutt gart. Aus dem Inhalt: H. Nitz: Vertrauenskrise in der Preis gestaltung der Bnchherstellnng. .Vlonatlidier .^nreixer von Avuersellsiuungon des deutsdien kud»- üandels au8 allen Oebieten des Wissens und der Sebönen Lite ratur. 13. d^. September 1031. Orankkurt a. IA.: II. Oileker. 16 8. ^1931.o"l7^Oatalogue. ^e>v book^. ^utumn — 0. I. Klees kirn: Oe IVIentaliteit van den Loekkandelaar. — 1!et enZelseke koek. — O. Ooken jr.: Oe XIaekt der Uudekban- delaren. Bonz K Comp.. Adolf, Stuttgart: Verzeichnis: Auslese des Besten. Geschenkwerke für Weihnachten und andere festliche Gelegenheiten. 36 S. kl. 8" Der Große Brockhaus. Handbuch des Wissens in zwanzig Bänden. 15., völlig neubearb. Ausl, von Brockhaus' Konversations-Lexikon. 0. Bd. I—Kas. Leipzig 1031: F. A. Brockhaus. 784 S. m. zahlr, z. T. färb. Tafeln, Karten und Abbildungen. Lwd. Mk. 26.—. In Bereitschaft sein ist alles! Dieses Wort Hamlets bewährt sich im »Großen Brockhaus« ganz und gar. Hier haben wir einen Freund, der immer bereit ist, uns in leichtverständlicher knapper Form über den ganzen riesigen Tatsachenschatz zu unterrichten, der sich mit den zahllosen, uns heute begegnenden Begriffen verbindet. Neun stattliche Bände liegen nun schon fertig vor; mit dem zehnten soll noch in diesem Iahte die Hälfte dieses monumentalen Werkes seine Vollendung finden. Der neue Band bringt wieder eine Fülle uns besonders interessierender Artikel in bekannter textlicher Zu verlässigkeit und mit hervorragender Bebilderung. Da sind die Artikel Indien, Indische Kunst Literatur - Philosophie — Schriften, Irland, Islam, Islamische Kunst, Island und Isländische Literatur, dann Italien, Italienische Kunst und Literatur (mit Zeittafel), ferner Japan, Japanische Kunst und Literatur, ein Ar tikel über Jerusalem mit Literaturangaben, ebenso über Jesus, ein besonderes Kapitel Jüdische Literatur (4 Spalten) und Jugend literatur (4 Spalten). Besonders erwähnt sei der Abschnitt Kant, ferner Ibsen, Karl Jmmermann, Jung-Stilling, Nikolai Karamsin. Sa. Der Bücherwurm. 16. Jg., H. 11. Berlin: Verlag für Buchwerbnng. Aus dem Inhalt: M. Naschte: propos »Lady Chatterley«. — B. Diebold: Ricarda Huch erhält den Goethe-Preis. - St. Drake: Paar Worte über den Dichter Brehm. — M. Kießig: Der Lyrik eine Bresche. — Leseproben und Anmerkungen zu Büchern. Der Buch- und Zcitschristcnhandcl. 52. Jg., Nr. 30. Berlin. Aus dem Inhalt: N. Vorwerg: Betrachtungen über Neuerscheinungen. - A. Kaifenheim: Die »Ik^« 1031. — Die Notlage der deutschen Zeitschriften. Bttchhändlergilde-Blatt. 15. Jg. Nr. 0. Berlin. Ans dem Inhalt: Der Kamps ums Dasein. — P. Martell: Zum Problem der Hmi- delsspanne. — E. K. Kretzschmar: BuchhandlnngSgehilsen-Prüfnng- - Or. Brönner: Monatszahlungen und Freigrenze bei der Um satzsteuer. Ooppenralli's Verlax, ^Ikred, kexensburA: ^uswabl-Xatalo^ 1931/32. 56 8. Der Druckschristenhandcl. 8. Jg., Nr. 18. Berlin. Ans dem Inhalt: Dreieinigkeit! Ein Wort zum 12. Stiftungsfest. — Das Biicher- wesen im Mittelalter. Gaedc, Hans Hermann: Vom Stufenreich des Lebens. Versuch eines Werturteils über 40 Jahre verlegerischer Arbeit. Heilbronn 1031: Eugen Salzer. 40 S. Aus Anlaß des 40jährigen Bestehens des Eugen Salzer Ver lages am 1. Oktober 10.31 hat Herr Gaede obige kleine Festschrift abgefaßt. In ihr wird das Spiegelbild eines christlich-evangelischen Verlages und seines Schöpfers anfgerollt. Tie einzelnen Verlags- richtnngen sind die ethisch-religiöse, die schöngeistig-künstlerische und die sich sozial verpflichtet fühlende. Wie man aus den kurzen Vorstellungen der einzelnen Autoren des Verlages — Namen besten Klanges — sowie ihrer Werke sieht, handelt es sich stets um das aufbauende Buch, in dem den natürlichen Wahrheiten und den übernatürlichen Tatsachen Raum gegeben wird. »Für Zeit und Ewigkeit« lautet das Spruchband in der Verlags-Vignette, diese Gesinnung ist durch 40 Jahre der Leitstern des Verlages ge wesen und soll cs auch in der gegenwärtigen Zeit bleiben. Xoeüler L Vnllkinar ^.-(1. «k Ö»., Oeipdx: Xeues vom küdier- markt. Oktober 1931, dir. 10. 8 8. Die Literatur. 34. Jg., H. 1. Stuttgart. Ans dem Inhalt: Emge: Authentische Mitteilungen über Nietzsches Nachlaß. — E. R. Cnr- tius: Namän Perez de Ayala. — W. E. Süskind: Joseph Roth. — E. Lissaucr: Theodor Kramers Kriegsgedichte. — I. Sprengler: Hanns von Gumppenberg. — W. Mommsen: Stein. 885
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