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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 29.08.1929
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- 1929-08-29
- Erscheinungsdatum
- 29.08.1929
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- Deutsch
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^ 200, 29. August 1929. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f.d.Dtschn. Buchhandel. ^/HN auck, Albert, L Comp., Berlin W 8. Dem Fritz Bauer ^ wurde Gesamt-Prokura erteilt. sB. 192.) HRHenania - Verlag, Buch- u. Kunstdruckerei Joh- ner L Siepmann G. m. b. H., Bonn, veränderte sich in Rhcnania-Verlag u. Druckerei G. m. b. H. Verlagsdirektor HW. Johner u. Studiendirektor a. D. Theodor Siepmann sind nicht mehr Geschäftsführer, an ihre Stelle traten Direktor Hans Brinkmann u. Ottomar Mattes. Adresse jetzt Gangolfstr. 9/11 Verlag, Buch- u. Schreibwarenhandlung. V jetzt Deutsche Dank, Filiale Bonn. ^ jetzt Köln 8075. (Dir.) >^HSch rüder, Richard, Verlagsbuchhandlung (vorm. Ed. Dörings Erben), Berlin W 62, ging an Frl. Christa Scholz über. (Dir.) .^S imion Nf., Leonhard, Berlin W 8. Dem Fritz Bauer ^ wurde Gesamt-Prokura erteilt. sB. 192.) HB erlag der Bremer Presse G. m. b. H., München 13. Adresse jetzt 23, Leopoldstr. 9. (Dir.) HWagner, Alfred, Dessau. Die Prokura des Erich Scheel ist erloschen. lH. 19/VIII. 1929.) HW artner's, M., Buchhandlung, Hans Berger, Gör - l i tz, ging 12/VIII. 1929 ohne Akt. u. Pass, an HCurt Wust über, der '».ns Geschäft unter der Firma HNudolf Wust L Sohn Abteilung.' Sortimentsbuchhandlung, Görlitz, Berliner Str. 30, weiterführt. Leipziger Komm.: Koehler. sB. 197.) -s-HWebels, W., Theater- und Musikverlag, Essen- Steele. Spez.: Theateraufführungen für alle Vereinsbllhnen, sowie musikalische Aufführungen. Größter Spezialverlag von Rheinland u. Westfalen. Gegr. 1/IV. 1919. (»^ Essen 21372. — d" Essen 2396.) Inh.: HWilli Webels. Liefere direkt mit */i Portoberechnung. Nachnahme, Rechnung oder Faktur über Leipzig. Leipziger Komm.: Hofmeister G. m. b. H. HW ez e l L Naumann, A. - G., Leipzig C 1. Dem Walter Finke wurde Ges.-Prokura erteilt. (Dir.) HHW ieland'sche Buchh., Ludwigsburg, veränderte sich in B. Wielands Nachf. Buchh. sDir.) HZenith - Verlag Erich Stolpe, Leipzig O 27, ver- ^ änderte sich in HAxia-Verlag Erich Stolpe. (Dir.) Kleine Mitteilungen Der Rcichsverband Deutscher Buch- und Zeitschriftcnhänbler e. V., Berlin, hat Herrn Rechtsanwalt und Notar vr. Hermann Schild -Berlin zu seinem Syndikus bestellt. Die Lage des deutschen Buchhandels und der Absatz fremd sprachiger Literatur in Deutschland. — Unter dieser Überschrift er schien kürzlich in dem englischen Fachblatt Ide k^ibllsderZ' Circular Loolrsellers' Record ein umfangreicher Artikel aus der Feder d?-^ Herrn Bruno Conrad, früherer Geschäftsführer und Vertreter r lübrairie I§il88ou in Leipzig. Nachdem er zunächst die Lage des deutschen Buchhandels in wenig rosigen Farben schil dert: »Der deutsche Buchhändler von heute ist in keiner beneidens werten Lage, keiner seiner ausländischen Kollegen würde unter gleich ungünstigen Bedingungen arbeiten mögen«, kommt er auf den Ver trieb ausländischer Bücher durch den deutschen Buchhandel zu sprechen. Wir entnehmen diesem Teil des Artikels auszugsweise folgende Stellen: Der Absatz ausländischer Bücher in Deutschland ist von jeher eine wichtige Sparte vieler, guter Buchhandlungen gewesen. Englisch ist die meistgesprochene Fremdsprache in Deutschland und wird es in der Folge noch mehr sein, da in manchen Schulen jetzt Englisch oder Spanisch an Stelle des Französischen getrieben wird. Die Tauchnitz Edition befriedigte bisher den Großteil des Bedarfs an englischer Nomanliteratur, jetzt beginnen auch die billigen Aus gaben der englischen Verlage in den Wettbewerb einzutreten. Wissen schaftliche Literatur findet laufend regen Absatz in Deutschland. Die Oxford Preß hat vor kurzer Zeit ihre Continental Brauch nach Leipzig, dem Mittelpunkt des deutschen und kontinentalen Buch handels verlegt, und auch andere englische Firmen nehmen an dieser Vertretung thil. Wieder andere haben einen Kommissionär, nach englischem Sprachgebrauch »agent«, in Leipzig: aber jeder mit dem Buchhandel Vertraute vermißt zugleich irgendwelche gielbewußte Propaganda für englische Bücher, von denen unschwer größere Ab sätze zu erreichen sein sollten. Mancher deutsche Buchhändler scheute sich überhaupt, Bestellungen auf englische Literatur anzunehmen, bis die Wallace-Welle auf dem Kontinent Büchermarkt und Bühnen er obert hat. Amerikanische Bücher werden in Deutschland ebenfalls verlangt, sie sind aber noch kaum in den Buchläden zu finden. Im Bedarfs fälle werden sie meist in London bestellt, denn die Zusendung aus U. S. A. dauert zu lange. Die hauptsächlichsten amerikanischen Maga zine, auch Tagesz-eitungen, meist in den Kontinent-Ausgaben, sind häufig in den Zeitungskiosken zu sehen. Französische Literatur behauptete bis vor kurzem einen bevor zugten Platz in Deutschland, ist aber drauf und dran, diesen Vorrang einzubüßen. Für den deutschen Buchhändler ist es wenig verlockend, französische Bücher zu führen, denn Frankreich ist heute das einzige große Land, das Bücher zu Preisen verkauft, die unter dem Vor kriegsniveau liegen. Das ist natürlich nur durch Unterstützung für Werbezwecke möglich und durch Verwendung von Papier und Ein bandmaterial, das geringer ist als sonst irgendwo. Es ist kürzlich in französischen Blättern viel von Werbung für das französische Buch im Auslande die Rede gewesen, tatsächlich aber scheinen die franzö sischen Verleger die Dinge in den Händen einiger großer Export häuser zu lassen, die auf diese Art, praktisch gesprochen, das ganze Auslandgeschäft monopolisieren. Eine Zeitlang war Berlin der Hauptsitz des russischen Buch handels, denn hier hatte die Verlagsabteilung sowie die Einfuhr zentrale für ausländische Literatur nach Rußland ihren Sitz. Nach und nach machte es jedoch die russische Regierung immer schwieriger, außerhalb Rußlands gedruckte russische Bücher nach Rußland einzu- führen, und durch die strenge Zensur, die heute noch in Tätigkeit ist, hörte alle derartige Tätigkeit auf. Die Einkaufszentrale existiert ebenfalls nicht mehr infolge der von Rußland festgesetzten Handels bedingungen. — Den Universitäten wurde zugestanden, direkt zu beziehen, aber da die Budgets auf mehrere Jahre hinaus bereits überzogen sind, müssen sie erst neue Kredite be kommen, ehe sie wieder kaufen können. Andere Stellen wieder erbieten sich, in Ermangelung von Barzahlung, gegen Bücher und Zei tungen Rohmaterialien aller Art zu liefern. Unter diesen Umständen ist der russische Buchhandel in Deutschland von geringer Bedeutung. Zur Frage der englischen Buchzensur. — In der Zeitschrift Nineteenth Century, die im April d. I. eine von uns s. Zt. (s. Nr. 107) erwähnte Reihe von Antworten auf eine Umfrage über die Buchzensur veröffentlichte, hat nunmehr auch der frühere englische Staatsminister des Innern (Home Secretary) Viscount Br ent- ford zu dieser Frage das Wort ergriffen. Viscount Brentford war, wie er darin mitteilt, in der Zeit seiner Amtsführung vielfach heftig angegriffen worden, weil er »eine Diktatur im Reiche der Literatur und Sittlichkeit aufzurichten versucht« und einen »Bann« gegen lite rarische Werke von hohem Verdienst ausgesprochen habe. Diese Vor würfe beruhen, wie er in der genannten Zeitschrift ausführt, auf einer vollkommenen Verkennung des Verhältnisses von Staat und Literatur. Eine allgemeine Buchzensur sei in England nicht vor handen und er halte sie auch nicht für wünschenswert; aber deshalb sei die öffentliche Sittlichkeit, soweit sie von einem Buche berührt werde, doch nicht dem Machtbereich des Staates entzogen. Die gesetz liche Grundlage für die Amtshandlungen dieser Art, nämlich die »Obscene Publications Act« von 1857, habe bisher sehr gut ihren Zweck erfüllt und es seien keine Beschwerden über ihre Handhabung laut geworden, bis sein Einschreiten gegen die weitere Verbreitung eines gleichgeschlechtliche Dinge behandelnden Bu ches (»The Well of Lonelineß«) ihm den Vorwurf der Kunstfeindlichkeit eingetragen habe. Wenn man gegen sein Verhalten in einem oder anderen Fall den literarischen Wert eines solchen Buches ins Feld führe, so könne er diesem Ge sichtspunkte keine entscheidende Bedeutung beimessen, denn ein künst lerisch hochwertiges Buch könne für die Heranwachsende Jugend, auf deren Schutz vor sittlicher Vergiftung es doch vor allem ankomme, ebenso verderblich sein wie ein Schundroman. Er gebe zu, daß bei strenger Befolgung des Gesetzes auch der Decamerone und andere bekannte Bücher von der Verbreitung ausgeschlossen werden mühten, aber der letzte Maßstab für die Anwendung des Gesetzes sei die öffentliche Meinung und diese würde gegen die Unterdrückung solcher anerkannter und berühmter Literaturwerke ebenso entschieden Stel lung nehmen, wie sie seine Entscheidungen gegen neuere unzüchtige Veröffentlichungen gebilligt habe. Vr. S. Aus Frankreich. — Wie bekannt, hat Frankreich in der »Alliance franyaise« in Paris ein vorzügliches Propagandainstitut — kein Nichtfranzose kann billiger und besser Französisch lernen als dort. Das beste Pferd in diesem Propagandastall ist der Publizist Jos6 Germain, von dem hier schon früher die Rede war, und der nunmehr mit einer neuen Propaganda-Mission betraut worden ist. Der Zweck ist, so viel französische Autoren als nur möglich ins Ame rikanische übersetzen zu lassen und so viel französische Filmeals nur möglich in der großen Republik unterzubringen. Die Mittel zu diesem Zweck sind Vorträge vor amerikanischen Jntellek- 931
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