10228' ,.'d. Dtsch». Suchhanilkl. Fertige Bücher. Ak 232, 6, Oktober 1913. heröersihe verlagshanölung ^ Zreiburg i. Sr. Nach den cingelaufenen Bestellungen ist versandt: Heinrich Mohr Die Seele im herrgottswinkel Sonntagsbüchlein für schlichte Leute Geb. in Pappband M. 2.- »rd., M. 1.50 no., M. 1.40 bar / Auf 12-1 brosch. Freiex. Heinrich Zeöerer schreibt darüber in der Mgemeinen Nunüfchau: Von Heinrich Mohr ist ein neues geistliches VolkSbllchlein erschienen „Die Seele im Herrgottswinkel". Wer gern etwas Wahres und Frommes und im besten Sinne Volkstüm liches liest, der hat sich schon am früheren Bändchen „Das Dorf in der Himmclssonne" köstlich erbauen können. Auch dieses schwesterliche Gegenstück, wieder im melodischen Gang der Sonntage schreitend und sich nach den herrlichen Evangelien deS Meßbuches orientierend, birgt eine Frische und Fülle geist licher Gedanken, die staunen macht. ES sind Kapitelchen voll Nachdenklichkeit, in einem stillen Winkel entstanden und ganz danach angetan, auch den Leser gemach aus dem Lärm und Staub in einen solchen Winkel seliger Einsamkeit und HcrzenScinkehr zu führen. Das Geprunk und Geprahl der Zeitlichkeit verschwindet hier, wie aus einem hohen Berg das Geschwätz der Ebene verstummt. Dafür werden die großen Stimmen der llberwelt, der Gnade, der Heiligcnlegende und der eigenen unsterblichen Seele um so lauter. Und sind das auch sehr alte, sehr bekannte Stimmen, so reden sie bei Heinrich Mohr doch mit einem neuen Munde. Nicht bloß schlicht und innig und poetisch ist jedes Thema durchgeführt, es atmet auch eine ge sunde Originalität, überrascht durch Selbständigkeit im Schauen und Schildern und durch einen packen den Wirklichkeitssinn. Man geht hoch in diesem Werklein, aber nicht auf vernebelten Pfaden, sondern auf klaren, übersichtlichen Gratwegen, den Fuß immer auf solidem Boden. Wie eine heilige Kurzweil durchziehen den Text Beispiele aus ehrwürdigen Zeiten, biblische Figuren, historische Ereignisse, Bildchen und Anekdoten von Geist und Seele. So wird man beim Lesen bald tief inö Betrachten, bald inS Geschichtleinlesen, bald ins Beten oder ins eigene schöne Weiterspinnen des Textes versenkt. Und schließt man eines der vierundfünfzig Kapitel, man tut es als ein besserer Mensch. Denn inan ist um einen stillen, innerlichen Sonntag der Seele reicher geworden und tritt mit einer ganz neuen lustigen Tapferkeit aus dem Herrgottswinkcl des Büchleins wieder in den Kampf der rohen, irdischen Wcrktagswochc hinaus. Man ringt, man arbeitet weiter und arbeitet besser. Aber man sehnt sich auch durch alle sechs Tage nach dem nächsten Winkelstllndlein bei Heinrich Mohr. Die literarischen Qualitäten, von so tüchtiger und einfacher Kraft sie auch sind, machen nicht den Wert des schmucken Taschenbüchleinö aus. Der tiefe und lautere katholische Geist darin, die kindliche Gläubigkeit und der sehnsüchtige Drang nach Innerlichkeit, Vollkommenheit, Ewigkeit, das ist eS, was diesem Werk so Helle Äugen, einen so frischen Mund und ein so goldenes Herz verleiht. Vir bitten um lebhafte verwenüung. Roter öeftellzettel. herdeHhe verlagshanölung ^ Zreiburg i. ör.