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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 18.04.1929
- Strukturtyp
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- 1929-04-18
- Erscheinungsdatum
- 18.04.1929
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- Deutsch
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X- 89, W. April 1929. Rsdaktioneller Teil. Börsenblatt f. d.Dtschn. Buchhandel. Mrechnungs-Genossenschaft Deutscher Buchhändler, e. G. m. b. H., Leipzig. Aktiva Kassa-Konto Postscheck-Konto Adca festes Geld . . . . Adca laufendes Konto . . Commerz- und Prtvat-Bank Waren-Konto Bestand . . . Debitoren Inventar-Konto .... Abschreibung . . Maschinen-Konto .... Abschreibung . . Bilanz per 31. Dezember 1928. Passiva . . . 62.50 Anteile-Konto 31090.— . . . 710.50 Reserve-Konto 7 314 91 . . . 22 106.95 Reingewinn 1927 2 526.70 . . . 3 227.— Eintrittsgelder 1928 410.— 10 251.61 . . . 4 891.75 Konto für alte Rechnung 271.03 ... 2156.40 Durchgangs-Konto Vortrag 123.74 4 665.52 Reingewinn 1928 84.24 3 348.— 348.— 3 000.— 3 343.— 2 343.— 1000— — 41 820.62 41 820.62 Soll Verlust- und Gewinnrechnunc Lohn- und Gehalt-Konto . . . 55 073.90 Lastzettelgebühr-Konto Abzüge-Konto 2 682.77 Zinsen-Konto . . . Unkosten-Konto 18 714.— Waren-Konto . . . Abschreibungen: Inventar-Konto . . . . 348.— Maschinen-Konto . . . . 2 343.— 2 691.— Überschuß 1828 84.24 79 245.91 Haben 71158.04 2 136.94 5 950.93 79 245.91 Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellte und vom Verbandrevisor CH. Reinhardt vom Verband säch sischer Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften nachgeprüfte Jahresrechnung richtig befunden und bittet, den Geschäftsbericht mit Bilanz wie Verlust- und Gewinnrechnung zu genehmigen, die Verwaltung zu entlasten und den Gewinn dem Vorschläge entsprechend auf Reservefonds vorzutragen. Leipzig, den 22. März 1929. Der Aufsichtsrat. vr. Felix Meiner. Carl Linnemann. Breitkopf und Fournier als Erfinder der verbesserten Mufiknotentypen. Bon Rudols Engel-Hardt, Leipzig. Die ältesten gedruckten Noten überhaupt sind Holztafeldrucke aus dem Jahre 1473. Bereits Ende des IS. Jahrhunderts stellte man durch zweimaligen Druck Muslknoten her, indem man zuerst die Systemllnien und dann die rautensörmigen Noten elndruckte. Der Italiener Ottaviano dei Petrucct erhielt als 1. Erfinder fil primo inventoref 1488 zunächst aus 20 Jahre vom Papst das alleinige Recht, Kirchenmusik zu drucken. Über SO Werke von ihm sind bekannt; 1S02 entstand bas erste. 152S schus Pierre Hautin in Paris Muslknoten, die nur einmaligen Druck bedingten, da sie die Noten samt den darüber und darunter befindlichen kleinen Stückchen der Systemlinien in einem Stück gegossen zeigten. Diese Art wurde im XVI. und XVII. Jahrhundert beibehalten. 17L4 gelang es dem wtssenschastltch geschulten und künstlerisch begabte» Buchdrucker Johann Gottlob Immanuel Breit kops in Leipzig, dem Erneuerer und Erhalter der Fraktur, ein System zu ersinden, um Systemltnien und Tonzeichen, sämtlich aus einzelnen Stückchen bestehend, zu einer Form zusammengesetzt, zu drucken. Mit diesem vollkommenen System, das auch heute noch ge bräuchlich ist, vermochte Breitkops die vollständige Partitur einer dreiaktigen Oper 1755—58 in 3 Quersoliobänden herauszubringen. Brettkops legte damit den Grund zu dem heute in der ganzen Welt bekannten und geschätzten Musikverlag Breitkops L Härtel, Leipzig. In Frankreich waren die Ballarbs königl. Musikdrucker, be saßen sie doch ein Patent und den Titel eines »alleinigen Musik druckers sllr des Königs Haushalt, Kapelle und Menus-plaisirs», das schließlich zu einem ausgedehnten Monopol wurde. Ter berühmte Schriftgießer Pierre - Simon Kournier le jeune, wenig befriedigt von den gänzlich veralteten unleserlichen Noten mit rauten förmigen Köpfen, die in keiner Hinsicht mit den schönen runden in Kupfer gestochenen Roten konkurrieren konnten, interessierte sich leb haft sür eine grundlegende Verbesserung der Musiknoten. 1758 gab Fournier eine Probe Uber runde Musiknoten heraus, be titelt »Lssai ck'un nouveau osrsetors cks konte pour l'improsmou cke pdiques«, von der allerdings kein Exemplar mehr vorhanden ist. Dieses Verjähren erforderte noch immer zweimaligen Druck. Diesen Mangel beseitigte Fournier, der Inzwischen Kenntnis von der Breltkopsschen Ersindung erhalten hatte, durch ein verbessertes Ver fahren, das er 1760 vollendete, 1762 patentiert erhielt und 1764 ver- ösfentlichte. Diese »pctite musique» war in 5 Kegelgraben geschnitten und so sorgfältig gegossen, daß die störenden weißen »Bruchstellen» wegstelen. Von den französischen Behörden wurde ihm gegenüber die Priorität und bessere Qualität der Breltkopsschen Noten ins Tressen geführt; endlose Prozesse wegen der Privilegien Ballards solgten. Kournier erreichte aber, daß seit 1785 ln Frankreich jeder Schriftgießer Mufiknoten gießen durste. Schon diese knappe Auszählung historischen Materials läßt er kennen, daß Breitkops als erster die verbesserten Musiknoten schns, also der tatsächliche Ersinder dieser Art Noten ist. Fournier hat auch niemals die Ersindung sür sich in Anspruch genommen. Ein von Herrn Geheimrat vr. Ludwig Volkmann i. Fa. Breitkops L Härtel, Leipzig, im Gutenberg-Jahrbuch 1928 veröffentlichter Bries- wschsel in sranzösischer Sprache zwischen Breitkops und Fournier klärt das gegenseitige Verhältnis der beiden bedeutenden Männer im Hinblick aus Breitkopss Ersindung in restloser Welse und bringt den Beweis, daß Fournier in dem höchst unerfreulichen späteren Prioritätsstreit ritterlich sür Breilkops Partei ergriss. Nachfolgend seien die wichtigsten Briese bzw. Briesstellen in deutscher Übersetzung wiedergegeben. Fournier le jeune eröfsnete am 1. Dezember 1755 den Bries- wechsel, indem er an Breitkopf in liebenswürdigster Weise schrieb, er habe vor einiger Zeit in seiner Gazette die neuen Muslknoten Breitkopss angekündigt gesunden, und da er sich für alle Neuheiten aus dem Gebiete der Typographie interessiere, habe er den Wunsch, die neue Kunstleistung zu sehen. Es sei etwa ein Jahr her, daß er, gelangweilt durch die alten gotischen Musiknoten Ballards, neue, in Art der geschriebenen auszusllhren begonnen habe. Vielleicht habe der gleiche Plan sie beide um dieselbe Zeit beschäftigt. Wichtige An gelegenheiten hätten ihn gezwungen, den Plan zu verschiebe», er habe erst seit drei Monaten daran arbeiten können; aus diese Weise wäre Breitkops ihm zuvorgekommen. Seine eigenen Musiknoten, die erst in ein paar Monaten fertig werden könnten, seien nicht von dem gleichen Mechanismus <Art> wie die Brettkopfschen, und er schmeichle sich nicht, baß sie ebenso schön seien. Er sllge eine soeben sertiggestellte 429
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