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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 29.08.1851
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1851-08-29
- Erscheinungsdatum
- 29.08.1851
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- Deutsch
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1024 ^ 77 Nichtamtlicher Theil. Die Papierzölle des Zollvereins schreibt die Neue Preußische Zeitung, steigen von 1 Thlr. für unge reimtes grobes Packpapier bis zu 20 Thlrn. für Tapeten, und unter dem Schutze dieses Zolles suchen die Papierfabrikanten durch Einver ständnisse über die Preise, welche sie dem Publicum anrechnen, dem selben die Bortheile vorzuenthalten, die es von den günstigen Um standen wohlfeiler Hadern, zahlreicher Wasserkräfte, geringer Arbeits löhne und ehrlicher Concurrenz, für seinen Papierbedarf erwarten könnte. Es wird Jedermann überrascht sein von der Größe des Einflusses der Wohlfeilheit des Papiers, von dem Unterschiede, welchen sie im Verbrauche bewirkt, wenn er die englische Statistik prüft. Dort war 1821 die Accise auf Papier 3 P. (2^ S-s.) das Pfund, 1849 war sie 11/s P- (1U S-s>) das Pfund; der Unterschied zwischen beiden Ac- cisesatzen ist also nicht so groß als der Schutzzoll von 5 Thlrn., welchen gegenwärtig im Zollvereine die Fabrikanten des Schreibpa piers genießen. Wie groß ist aber der Unterschied im Papierverbrauch zwischen beiden Epochen? 1821 wurden 48,204,927 Pfund, 1849 wurden 132,132,657 Pfund verbraucht; während die Abgabe auf die Hälfte herabgesetzt wurde, ist der Verbrauch auf das Dreifache ge stiegen. Die Zunahme der Bevölkerung erklärt dieses Ereigniß nicht weiter als bis zu einem Drittel der Vermehrung- Neben der Erleich terung des Verkehrs muß es der Wohlfeilheit hauptsächlich zugeschrieben werden. Wer kann angesichts solcher Thatsachen noch die Behauptung wagen, daß die künstliche Vertheuerung durch Schutzzoll und Conspira- tion den Absatz sichere, die Arbeit vermehre und der Nation nütze? Aber auch für Diejenigen liegt eine Lehre in jener Statistik, welche, wie sie vorgeben, „aus finanziellen Rücksichten" Schutzzölle erhöhen; 1821 bei 3 P. Accise trug die Papier-Steuer 579,867 Pf. St. oder 4 Mill. Thlr., 1849 bei IVe P- Accise trug sie 859,575 Pf. St. odcr6'/, Mill. Thlr. Die Hälfte des alten Steuersatzes ergab also um55Proc. mehr als dieser! 2 Bibliothek von Heinrich Friedrich Link. Oeffentliche Blätter haben neuerdings wiederholt der großen Biblio thek Erwähnung gethan, welche der am 1. Januar 1851 verschiedene ehrwürdige Nestorder deutschen Naturwissenschaft, der kgl. Preuß. Geh. Med.-Rath H. F. Link (geb- zu Hildeshcim d- 4. Febr- >767) hinter lassen hat, und dabei mit Recht hervorgehoben, daß im Fach der Bota nik in Deutschland ihr keine zweite Privatbibliothek zur Seite gestellt werden kann. Auf den besondern Wunsch der Link'schcn Erben ist die selbe Hrn. T.O. Weigel in Leipzig übergeben worden, welcher, wie wir hören, jetzt die Kataloge drucken läßt, und die Bibliothek Ende Octbr. d. I. zur Versteigerung bringen wird. Bei der Kürze der Zeit, welche zwischen der Versendung der Kataloge u. dem Versteigerungstermine liegt, dürfte es für das allgemeine Interesse, namentlich des Auslandes, ersprießlich sein, im Voraus auf den Reichthum dieser Bibliothek aufmerksam zu ma chen, und auf die treffliche Gelegenheit zur Erwerbung von Werken, welche nur äußerst selten im antiquarischen Handel, im Buchhandel zum Theil gar nicht mehr zu haben sind. Wenn sich in der botanischen Ab theilung die Reisewerke dieses Jahrhunderts und die bedeutendsten exoti schen Floren, z- B. die Reisen derBonite, des Erebus u. Terror, des Sulphur, der Blossom, der Astrolabe und Aelee, der Uranie, Aube und Venus, die Werke Bory's de St. Vincent über Morea und den Peloponnes, Jaubert's über den Orient, Ma r- schall's über Taurien und den Kaukasus, Link's und Hofsmanns- egg's über Portugal, Cavanille's und Boissier's über Spanien, Hooker's über Nordamerika, Torrey's über den Staat New-Pork, Martins'undPohl'süber Brasilien, Poeppig's und Endlichere über Chile, Ruiz und Pavon's über Peru, Humboldt's u. Bon- pland's über das centrale, und Joseph Dalton Hooker's über das antarktische Amerika, Blume's (Iflors Isvse und Lumpliis) üb. Java, Korthal's über die holländ. - ostindischen Kolonien, Rumph's über Amboina, Ramon de la Sagrae über Cuba, Royle's überden Hi- malaya, Co xb u rgh's u. Robert Wig ht's über Ostindien, R aou l's über Neuseeland und viele andere vorfinden, so ist das Fach der Mono- graphieen, in dem selbst Roseoe's blonsnärisn plant», De Candot- l e's klants» Krasse» und die ä u ß erst s elt e n en colorirten Kupferwerke, kinstum Woburnsnss und 8»Iivstuin IVoburnenss (Geschenke d. Herz. vonBedford) Vorkommen, noch ungleich reicher- Die Fächer Cry- ptogamie und Physi olog ie sind mit besonderer Vorliebe gesam melt und enthalten fast Alles, was neuerdings erschienen ist- — Die Botanik bildet aber nur den dritten Theil dieser Bibliothek, welche eine große Anzahl werthvoller Werke aus allen Zweigen der Wissenschaft ent hält, die für einen so universellen Gelehrten, wie Link, von gleichem Interesse waren. Namentlich sind die Abteilungen Zoologie, Reisen u- Sprachwissenschaft hervorzuheben, ingleichen eine sehr schöne Sammlung geognostischer Karten. Die geographische Kartensammlung soll von der Versteigerung ausgeschlossen bleiben. Bemerkenswerth sind noch die zahlreichen Journale und Abhandlungen von Akademien in größtentheils vollständigen Reihen. Wir kommen auf diese Bibliothek nach beendig tem Druck des Katalogs vielleicht noch einmal zurück. Einstweilen kön nen Bücherfreunde über die naturhistorische Abtheilung desselben jede wünschenswerthe Auskunft durch vr. Pritzel, Hülfsarbeiter an der kbnigl. Bibliothek in Berlin, erhalten. MiScellen. In Paris ist soeben ein Werk von eigenthümlichem Interesse erschienen, gewissermaßen eine Eriminalistik der Literargeschichte, ein Katalog aller in den Bib li oth eken Fran kreichs seit einer Reihe von Jahren gestohlenen Doubletten, Manuskripte und Autographen. Bis jetzt ist nur der erste Theil erschienen, und schon dieser ist so um fassend , daß er für sich allein genügt, den lebhaften Handel zu erklären, den seit einiger Zeit Privatpersonen mit seltenen Druck- und Hand schriften, namentlich aber mit Autographen treiben. Dieser Handel charaktcrisirt jene Entwendungen als eigentliche Diebstähle, denn wie man sieht, werden sie nicht aus Liebhaberei begangen, sondern ledig lich in der gewinnsüchtigen Absicht, das Gestohlene zu verkaufen. Wie wir hören erscheint demnächst in Gotha ein für die Verbin dung der alten Geschichte Rußlands mit der Scandinavischen und Germanischen höchst wichtiges Werk unter dem Titel: Obronioon Ifortmsanorum, IVsrjgKorum, liussorum noo non vs- oorum, Zuevorum, ftorvoxorum inäe sl> anno 0661XXVII us- guo sä s. VOOOIXXIX sivs s 8iKikriäc> lioKo klortmsnnorum us- gus sä iKonem l. flussorum NsKoum krinvipom, sä vorbum ex krsnoiois, ^NKlo»sxoniois, Iliberniois, Zesnäinsvivis, 8Isvivi«, Kerbiei», kul§sriois, Xrsbioi» et kxrsntinis snnslidus repetitum notisgue KeoKrspkivis, Iiistoriei«, okronoloKioi« illustrstum, «ä- äitis nonnullis usque sä Obristisnis tempor» «pevtsntibu« et ts- bulis äusbus msximi moäuli elironoloßsieo - flonsaloKieis, suotors vr. flx. 6. kl. Kruse, krok. kkist. llnivers. vorpstensis, worauf wir Fachgelehrte und Bibliothekare jetzt schon aufmerksam machen möchten, zumal dies Werk nur in einer Auflage von 250 Exemplaren abgezogen werden soll und in keiner Beziehung zu den alltäglichen Erscheinungen gezahlt werden darf. Dieß auch die al leinige Veranlassung, daß wir an diesem Orte eines Werkes erwäh nen, das man auf andere Weise kennen zu lernen Gelegenheit haben kann. Neuigkeiten der ausländischen Literatur. (Mitgetheilt von Wfg. Gerhard.) Englische Literatur. ^suowsisliu, 1-, 1ll>e ksper-HsnKsr's snä Opkolsterer'» Ouiäe: » l'rvstiss vn pspsr-klsngmA suä Dpkolster^, in vvbich tks krsvticsl Operation» vk tliv tvvo Lrsnebe» vk tlis 1*rsäs srs »ystemsticall/ Isiä äown. 12. 1-oaäon. 2 ».
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