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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.02.1934
- Strukturtyp
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- 1934-02-06
- Erscheinungsdatum
- 06.02.1934
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- Deutsch
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Nr. 3t <R. 10». Leipzig, Dienstag den 6. Februar 1934. 101. Jahrgang. Redaktioneller TÄ Bekanntmachung. Der Fernunterricht: »Der Briefwechsel des Buchhändler s- ist auf seine erste Ausschreibung hin so stark überzeichnet worden, daß die Anmeldungslistc geschlossen werden mußte. Die Teilnehmer, die nicht mehr angenommen werden konnten, verweisen wir darauf, daß der Kursus in wenigen Mo naten wiederholt werden wird. Der Bildungsausschuß wird außerdem in wenigen Tagen mit einem zweiten Fcrnunterrichts- kursus auf anderem Gebiete hervortrctcn, sodaß sich für diejeni gen, die beim »Briefwechsel- jetzt nicht mitmachcn können, hier eine neue Möglichkeit zur Betätigung ergibt. Das erfreulich starke Echo, das diese Art der Fortbildungsarbeit gefunden hat, wird uns veranlassen, die Fernunterrichtsorganisation auszubauen, da mit in Zukunft alle, die sich melden, zur alsbaldigen Mitarbeit zugczogcn werden können. Der Bildungsausschuß. i. A.: Herbert Hoffmann. BuchhändlervereinderProvinz Brandenburg. Betr.: Gehilsenprüfung. Die Prüfung wird in diesem Jahre zun, ersten Male durch geführt. Sie findet am 25. März 1934 in Potsdam statt. Die Prüfung beschränkt sich nicht nur auf Lehrlinge aus den Betrieben der Mitgliedsfirmen, über die Zulassung entscheidet der Vorsitzende der Prüfungskommission. Zugelassen werden Lehr linge, die ihre Lehrzeit in der Zeit vom I. Oktober 1933 bis 30. September 1934 beendet haben, bzw. beenden. Die Anmeldungen sind, soweit sic noch nicht auf Grund des Rundschreibens vom Januar 1934 erfolgt sind, nunmehr um gehend an den Unterzeichneten zu richten. Damit sich die Lehrherren und ^Lehrlinge von den Be dingungen der Prüsung unterrichten können, wird ihnen empsohlen, bei der Geschäftsstelle des Börsenvercins, Leipzig C 1, Postfach 274/75, ein Stück der »Prüfungsordnung zur buchhänd lerischen Gehilsenprüfung- anzusordern. Außerdem empfehlen wir den Prüflingen, wie jedem Buchhandelslehrling überhaupt, sich die in den nächsten Tagen erscheinende, vom Bildungsausschuß des Börsenvereins herausgcgcbcne Schrift: »Der Sortimentslchr- ling- zu beschaffen, die für jeden Lernbcflisscnen von großem Wert ist. Cottbus, am 1. Februar 1934. Kurt Kretzfchmar. ProvinzialvereinderSchlefischenDuchhändler e. B. Die diesjährige Gehilsenprüfung findet Sonntag, den 18. März und, falls notwendig, Sonntag, den 25. März in Breslau statt. Anmeldungen sind an den Unterzeichneten sofort cinzureichen. Breslau, den 2. Februar 1934. Altbüßerstr. 8/9. Der Aktionsausschuß i. A.: Gerhard Kaufs mann. IKortsetzimg der Bekanntmachungen siehe Seite I tl.j Selbstkritik und Bilanz der Berliner Buchmesse. Als ich am Abend des Schlußtagcs der Ausstellung »10 Tage Deutsche Buchmesse- noch einmal durch die Stände ging, da traf ich erfreulicherweise eine ganze Anzahl von Ausstellern, die auf meine Frage begeistert erklärten, daß sie sich an einer kommenden Buch messe auf jeden Fall wieder beteiligen würden. Gewiß, es gab auch eine Anzahl, die mit ihrer Enttäuschung nicht zurückhielten. Aber es waren ihrer nicht viele, sodaß man im allgemeinen von einer Enttäuschung nicht sprechen kann. Wenn wir allerdings an eine neue Buchmesse Herangehen, dann müssen wir mit scho nungsloser Kritik das Herausstellen, was aus der »10 Tage Deut sche Buchmesse 1933- nicht in Ordnung war, was nicht geklappt hat, was künftig unter allen Umständen vermieden werden muß. Fangen wir mit der größten Enttäuschung an, die uns auf der Buchmesse begegnet ist: das war der Rundfunk. Zwar hat der Rundsunk wenigstens über den Berliner Sender einen Teil der Eröffnungsrede gebracht, zwar hat er verschiedentlich kurz auf die Messe hingewiesen, es war auch möglich, ein Gespräch über die Buchmesse einige Tage vor Eröffnung zu senden, aber alles in allem kann man wohl sagen, daß man vom Rundfunk mehr erwartet hat. Dies lag zum Teil daran, daß entgegen unseren Hoffnungen der Herr Reichsminister vr. Goebbels leider verhindert war, die Eröffnungsrede selbst zu halten. Wäre das der Fall gewesen, so wäre natürlich die Eröffnungsrede des Pro pagandaministers ohne weiteres über alle Sender übertragen worden. Leider wurde die rechtzeitige Anmeldung der Veranstal tung bei der Reichssendeleitung nicht so schnell an die Sender durchgegebcn, wie es nötig gewesen wäre, und so war es dann schon zu spät, als noch einmal an die Reichssendeleitung und an die einzelnen Sender herangetrctcn wurde, um eine größere Berück sichtigung im Sendeprogramm durchzusetzen. Auf der anderen Seite ist zu sagen, daß die Leiter der Veranstaltungen in den anderen Städten zum Teil versäumt haben, ihrerseits ihren An spruch beim örtlichen Sender rechtzeitig anzumelden. Man kann nicht alles von Berlin aus machen, und ich werde daraus noch am Schluß meiner Ausführungen zurückkommen. Wesentlich umfangreicher als der Rundfunk ist die Presse auf die Veranstaltung eingegangen. Aber auch die Vorberichte in der Presse und die Berichte während der Buchmesse hätten größeren Umfang haben können, wenn sich nicht auch hier die Herren Hauptschriftleiter etwas zu spröde gezeigt hätten. Leider ist es immer noch so, daß, wenn in einer Schristleitung das Wort »Buch- fällt, ohne weiteres der Ressortbegriff »Feuilleton- wirksam wird, sodaß der arme Feuilletonleitcr, der sowieso immer unter Platzmangel leidet, beim besten Willen nicht so viel bringen kann, wie er will. Bei einer kommenden Buchmesse muß der HauPI- schriftleitung rechtzeitig klargemacht werden, daß es sich bei einer Buchmesse nicht nur um eine F e ui l le t o n angelegen- heit, sondern um eine kulturpolitische Aktion größter Bedeutung- handelt, die einen wesentlichen Teil im Haupt teil der Zei tung beanspruchen kann. Immerhin können wir uns in Berlin über die Presse nicht allzusehr beklagen. Eine erfreuliche Anzahl von Ausschnitten legt beredtes Zeugnis davon ab, wie unsere Pressearbeit gewirkt hat. Man kann nicht ganz verschweigen, daß die Presse vielleicht auch deshalb nicht so ausführlich auf die Messe und auf die Vorarbeit zur Messe cingegangen ist, weil 113
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