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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 14.12.1918
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1918-12-14
- Erscheinungsdatum
- 14.12.1918
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- Deutsch
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Redaktioneller Teil. 289, 14. Dezember 1918. ungarischen Buchhändler« und der »Österreichisch-ungarischen Buchhändler-Correspoudenz« an bis zum Eröffnungsgedicht im Lesebuch für die erste Klasse! Nach manchen Richtungen werden wir Einbuße erleiden, so durch die Abwanderung der slavischen, polnischen und italienischen Beamten der Ministerien und Zen tralstellen nach Böhmen, Polen, dem südslavischen Staat usw. Darüber müssen wir uns klar sein. Auch der Absatz nach den neu gegründeten Staaten dürfte beweisen, daß die bisher maß gebenden Rücksichten auf Erlernung und Übung in der deutschen Sprache fortfallen. So müssen wir denn, was wir an Extensi tät einbüßen, an Intensität zu gewinnen trachten, das heißt, wir müssen nun die einheimische deutsche Bevölkerung noch mehr als bisher zum Bücherkaufen erziehen. Die demokratische Leitung des Staates wird, ihren Grundsätzen gemäß, die Volksbildungs bestrebungen unterstützen und den weitesten Kreisen die Möglich keit bieten, an der Wissenschaft teilzunehmen. Es darf, selbst in den entlegenen Alpendörfern, keine Analphabeten mehr geben. Und jeder, der lesen kann, ist nach und nach zum Bücherlesen und Bücherkaufen zu bringen. Vielleicht wird es Jahre dauern, bis in Deutsch-Österreich ein wirtschaftlicher Aufschwung zu ver zeichnen sein wird, aber kommen muß und wird die Zeit, da der Wiener Buchhandel an dem Gedeihen Deutsch-Österreichs sein Teil haben wird. Friedrich Schiller. Die kaufmännischen Angestellten in Ha..dei und Industrie. Im Aufträge der Arbeitsgemeinschaft der kaufmännischen Verbünde von Albert Zimmermann, Ham burg. 8". 48 S. Verlag Deutschnationale Buchhandlung G. m. b. H., Hamburg 1918. Ladenpreis 1.—. Seine hervortretende Stellung im Deutschnationalen Handlungs- gehilfeuverbande hat dem bnchhändlerisch tätigen Verfasser von der Arbeitsgemeinschaft der kaufmännischen Verbände, die rund 600 000 Angestellte umfaßt, den Allstrag zugeführt, breiteren Kreisen den wirtschaftlichen Stand der kaufmännischen Angestellten so zu zeigen, wie er ist, wie er sich besonders in den letzten Jahren entwickelt hat und wohin die Entwicklungslinie der Zukunft für diesen zu gehen scheint. Der Verfasser ist sich darüber klar, daß Richtung und Dch- nungSmöglichkeit dieser Linie nicht von der Gehilfenschaft allein ab- hängen. Prinzipale, gesetzgebende und andere Körperschaften hätten ein gewichtiges Wort mitzusprechen. Die Aufnahme der Schrift in diesen Kreisen werde darüber entscheiden, nicht nur wie sich die künf tige Lage der Gehilfenschaft gestalten werde, sondern darüber hinaus auch die Zukunft des deutschen Handels. Als wichtigste der hier mitlcstimmcnden Faktoren dürfen wir an dieser Stelle übrigens wohl auch die Friedensbediugungeu einschaltcn, die uns von unseren Geg nern auferlegt werden. Ein Rückblick, der von der Hansazeit im ausgehenden Mittelalter bis auf die Gegenwart führt, enthüllt ein ziemlich trostloses, jeden falls unerfreuliches Bild der äußeren Lage des Standes. Nur zögernd vorwärtsschreitcnd habe sie sich zwar gehoben, halte den Angestellten aber noch immer in dauernder Abhängigkeit, hindere namentlich oder erschwere wenigstens — was von gewichtiger volkswirtschaftlicher Be deutung sei — die Möglichkeit der Ehe und der Familiengründung. Statistische Zahlenreihen begleiten die nächstfolgenden Abschnitte: Umfang und Gliederung des Standes, wirtschaftliche Lage vor dem .Kriege und während desselben, von denen besonders der letzte Ab schnitt durch Vergleichung mit Löhnen einiger Handarbeiter die Kauf mannsgehälter in besonders ungünstiges Licht stellt. Nach der Ver sicherung des Verfassers soll das Buch weder eine wissenschaftliche Arbeit, noch eine Agitationsschrift sein. Unsres Erachtens ist es un verkennbar beides. Für seine Wissenschaftlichkeit genügt vielleicht der Hinweis auf die zweckbewußtc Heranschafsung und Verwertung zahl-1 reicher Ergebnisse amtlicher Berufs- uud Betriebszählungen und an- j derer, von Verbänden unternommener Statistiken, mögen die Zahlen auch nicht auf eigener Forschung beruhen, lind wenn sich die Erörte-, rung auch nirgends im Ton vergreift und nur selten von streng-objektiver , Beurteilung abweicht, so bleiben Zweck und Wesen der Schrift doch immerhin Agitation, wenn auch im vornehmeren Sinne. Daß ein Fabrik- oder anderes technisches Unternehmen Niesengewinnc erzielt und gleichwohl seinen kaufmännischen Angestellten nur dürftige Ge hälter zahlt, sie den Bezüge« der Lohnarbeiter weit nachstellt, wird kein Verständiger billigen. Weniger berechtigt scheint und die katego-! rische Forderung höherer Gehälter nach aufgestelltem Schema in vie len arideren Geschäften. Nicht nur das lange bestandene libermaß im Angebot von Arbeitskräften, sondern viel mehr noch die wirtschaft liche Lage des jeweiligen einzelnen Geschäfts, die grundverschieden von der seiner Mitbewerber sein kann, bestimmen die Höhe des Gehilfen gehalts. Und hier sei auf eine Lichtseite im Gehilfenleben hingewieseu^ die der Verfasser unberührt läßt, auf seine Unabhängigkeit von dieser Lage. Niemand hindert ihn, sich anderswo umzusehen und sich zu verbessern. Bei aller notwendigen Bescheidenheit der Lebenshaltung ist der Gehilfe doch wenigstens von den Sorgen verschont, die den selb ständigen Kaufmann oft genug bedrücken. Nirgend finden wir bei Zimmermann einen Hinweis darauf, daß es im Kaufmaniisleben auch Lagen gibt — und sie sind leider nicht selten —, die -höhere Gehälter schlechterdings unmöglich machen. Von Einzelheiten der lesenswerten Schrift beschränken wir uns auf weniges. Vorangcschickt sei die Mitteilung, daß unter den elf großen Gehilfenverbänden, die sich 1916 zur »Arbeitsgemeinschaft« zu sammengeschlossen haben, der Allgemeine Deutsche Buchhandlungs- gehilfenverbaud an erster Stelle genannt ist. Die von der »Arbeits gemeinschaft« ausgestellten Mindestgehaltsätze für verschiedene Beschäf tigungen, Alters- und Ortsklassen füllen mehrere Seiten. Die Ab schnitte über »junge deutsche Kaufleute im Auslände«, »Zukunftsauf gaben« und »Wohin führen die Wege?« enthalten viel Beachtenswer tes. Obwohl vielfach einseitig, liegt im Ganzen doch eine tüchtige Ar beit vor. . E. Für die bunhändlerische FachbibUothek. Vorhergehende Liste 1918, Nr. 283. Bücher. Broschüren usw. Art. Institut Orell Füßli, Zürich: Gediegene WeihnachtS- büchcr aus dem Verlage A. I. O. F. 8". 24 S. ^'.^0.^8°. 15^ ^ Bachem, I. P., Köln: Die neuesten Bücher aus dem Verlage von I. P. B. 1918. Gr. 8°. 8 S. naellten 1918. 8°. 48 8. Et 3 ^bbilckunZeu. Musik Handel und Musikpflege. Mitteilungen des Ver eins der Deutschen Musikalienhändler zu Leipzig. 20. Jahrgang, Nr. 25 vom 5. Dezember 1918. Leipzig, Verlag des Vereins der Deutschen Musikalienhändler. Aus dem Inhalt: 1)r. Georg Göhler: Verleger und Komponisten. Paschke, Max, nnd Philipp Rath: Lehrbuch des Deutschen Buchhandels. Vierte vermehrte und verbesserte Auflage. Erster Band: Das Buch. — Der Handel. — Der Buchhandel. — Der Verlagsbuchhandel. Gr. 8°. 495 S. Leipzig 1918, Verlag des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler. Preis geb. ./i 10.— -rd., .// 6.— bar. Zweiter Band: Der Sortimentsbuchhandel. — Das Antiquariat. — Der Kolportagebuchhandel. — Der Neisebuchhandel. — Das buchhändlerische Kommissionsgeschäft. — Das Barsortiment. Gr. 8°. 453 S. Ebenda. Preis geb. 10.— orö., 6.—' bar. Perthes, Friedrich Andreas, A.-G., Gotha: Bücher des Perthesverlages 1914—18. Ausgegeben Weihnachten 1918. Kl. 8°. 58 S. Popitz, vr. jnr. Johannes, Rcgierungsrat, Hilfsarbeiter im preußischen Ministerium des Innern und im Neichsschatzamt: Kommentar zum Umsatzsteuergesetze vom 26. Juli 1918. Nebst der Sicherungsverordnung, den Ausführungsbestimmungen des Bundesrates und den Vollzugsvorschriften der größeren Bundes staaten. 8°. 461 S. Berlin 1918, Verlag von Otto Liebmann. Preis brosch. .// 20.—, geb. 23. . Ratgeber, Literarischer, flir die Katholiken Deutschlands. Herausgeber: l)r. Max Ettlinger. Kriegs jahr 1918/19, 16. Jahrgang. Gr. 8". 54 S. Mit Abbildungen nnd 38 S. Anzeigen. München 1918, Verlag der Jos. Kösel'schen Buchhandlung, Kempten, München. Preis 1—9 Expl. je 1.— (Staffelpreise). S t a a ck m a.i n, L., Leipzig: Das gute Buch. Bericht über neue Bücher des Jahres 1918. Aus dem Verlage von L. St. Gr. 8*. 16 S. Taschenbuch für Bücherfreunde. Fünfte Folge. Hcrausgeg- von Rudolf Greinz. Kl. 8°. 265 S. Mit einer Abbildung von Peter Rosegger. Leipzig, Verlag L. Staackmann., Preis .// 1.—. Tögel, 1)r. Fritz: Anleitung znm Selbststudium der Geschichte dei7 deutschen Literatur (Beihefte zur Zeitschrift »Lchrerfortbildung« Nr. 25). 24 S. Gr. 8°. Leipzig, Prag, Wien 1919, Schulwissen schaftlicher Verlag A. Haase. Preis X 1 20 (.// 1 ). für Ab nehmer der Zeitschrift 1. (.// —.85). Zeitschriften- und Zeitungsaufsätze. Fick, vr. Richard: Deutsches Bibliothekswesen im Weltkrieg. Die Grenzboten Nr. 48 vom 29. November 1918. Expedition: Berlin SW. 11, Tempelhofer User 35a.
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