Das Abenteuer eines Volkes - das ist der Untertitel dieses von Dagobert v.Mikusch aus dem Englischen übersetzten Buckes von Marsorie Iuta - einer Burin und in der Tat: es ist das Abenteuer des Burcnvolkcs, das hier, soviel wir wissen, erstmalig so klar und der inneren Natur des Stoffes gemäß beschrieben wird. Der Stoff wie die Art seiner Bebandlung ist gewissermaßen von einer puritanischen Strenge, spröde und zäh zugleich. Ls fängt mit den „Voortrekkern" an, mit den ersten Buren, die in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts die Kapkolonie verließen und nach Norden zogen um ihrer Freiheit willen. Man mag zu dem Burenkrieg um die Jahrhundertwende sieben, wie man will; man kann ihn moralisch verurteilen, doch objektiv gesehen stand er im Zeichen einer notwendigen Entwicklung. Dies geht auch aus dem Buche von Marsorie Iuta klar hervor. Ihre Schilderung des tragischen Ausgangs des burischen Abenteuers ist von bezwingender Einfachheit und Lindrucksmacht. Weder die Tragik noch die Notwendigkeit kommt in ihr zu kurz. So wird man denn von diesem Bucke nach und nach immer stärker gefangengenommen, um es schließlich bezwungen, ja geradezu erschüttert aus der Hand zu legen. Gerade die Kraft und Fähigkeit, über die persönliche und subjektive Sympathie für Ohm Krüger und seine Freunde hinaus der sachlichen Notwendigkeit ihres Untergangs Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, gibt diesem Epos vom Abenteuer des Burenvolkes seinen bleibenden Wert. I°-g r-mp-m »°n Wellstimmen, Stuttgart Trommeln am Vaal Das Abenteuer eines Volkes. Von Marsorie Iula Aus dem Englischen von Dagobert von Mikusch. ZlO Seiten. Geheftet 4.50, Leinen d.5O Paul List Verlag Leipzig »748 Nr. 178 Donnerstag, den 28. Juli 1S38