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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.11.1936
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- 1936-11-17
- Erscheinungsdatum
- 17.11.1936
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- Deutsch
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fabrik in Berlin-Marienfelde, bei der Generalmusikdirektor Professor vr. Clemens Kraus das Große Orchester des Deutschlandsenders diri gierte, Marcell Wittrisch von der Staatsoper Berlin wirkte als Solist mit. Welche Instrumente werden bevorzugt? Das Badische Ministerium für Kultus und Unterricht veranstal tete in sämtlichen Volksschulen und höheren Lehranstalten bis zur 4, Klasse eine Umfrage an alle Schüler und Schülerinnen, die bisher noch kein Instrument spielten, welches Instrument sie gerne erlernen möchten, 717 Schüler entschieden sich sllr bas Klavier, 48V sllr die Handharmonika ober das Akkordeon, 355 sllr die Geige, 18V für ein Zupfinstrument, je 27 für ein Blechblasinstrument oder die Trommel, 9 für ein Holzblasinstrument und'6 für das Violoncello, Schulmusikgruppcn in Hamburg Die Hamburger Lanbesunterrichtsbehörde hat sich entschlossen, an den Volks- und höheren Schulen Schulmusikgruppen einzusühren. In diese Gruppen sollen musikalisch begabte Schüler und Schülerinnen zusammengesatzt werden. Der Jnstrumentalunterricht findet außer halb des Unterrichts an freien Nachmittagen statt. Wöchentlich ist eine Stunde Jnstrumentalunterweisung und eine Stunde Zusammenspiel, bas Gesang in sich schließt, vorgesehen. Es sollen nur solche Instru mente gelernt werden, die eine gemeinsame Betätigung mehrerer Spieler erfordern, Schallplatten-Schularchio Die Stadt Bielefeld will als erste Stadt in Deutschland ein städtisches Schallplatten-Schularchio cinrichten. Zu diesem Zwecke ist der Bielefelder Kinberchor nach Berlin gereist, wo in einer Schall- plattenherstellungssirma Lieder und Gesänge auf Schallplatten aus genommen werden, die den Grundstock des Plattenarchivs bilden sollen. Ein neues Musikinstrument Wie die -Zeitschrift für Musik- mitteilt, hat der Geigenbaumeister Johann Reiter, der Nachfolger des ersten Mittenwalber Geigenbau meisterkünstlers Mathias Klotz, eine neues Musikinstrument, die Oktav-Geige erfunden, die die Lücke zwischen Viola und Cello schließen soll. Das neue Instrument wurde bereits durch Reichs- Patent geschützt. In einer musikalischen Feierstunde in Würzburg wurde, wie der Völkische Beobachter berichtet, die Oktavgeige öffentlich vorgefllhrt. Sie ist eine Armgeige, welche wie die Violine gestimmt und notiert wird, jedoch entsprechend ihren Maßen eine Oktave tiefer klingt. Der Er finder hat bis jetzt vier Stück gebaut. Für den Zweck der Vorführung waren Teile einer Sonate für Gambe und Cembalo von Joh. Seb. Bach für Oktavgeige und Orgel bearbeitet worden. Der Klang des neuen Instruments schließt sich seiner Färbung nach dem der Bratsche an, in den tieferen Tonlagen kommt er im Volumen dem des Cellos nahe. Das Londoner Philharmonische Orchester in Deutschland Das Londoner Philharmonische Orchester unter seinem Dirigenten Sir Thomas Beecham gibt aus Einladung des deutschen Botschafters in London von Ribbentrop zehn Gastspiele in Deutschland. In Berlin wohnte dem Konzert der Führer sowie mehrere Mitglieder der Reichs regierung bei. Im Leipziger Gewandhaus wurden Sir Thomas Beecham und sein Orchester von dem Vorsitzenden des Gewandhausdirektoriums, vr, Hellmuth von Hase, willkommen geheißen. Deutsches Buxtehude-Fest in Lübeck 1937 1937 sind dreihundert Jahre seit der Geburt Dietrich Buxtehudes, des bedeutendsten Vorläufers Johann Sebastian Bachs, verflossen. Aus diesem Anlaß veranstaltet die Reichsmusikkammer in Lübeck, dem Orte der Hauptwirksamkeit des Altmeisters, im nächsten Jahr vom 4, bis 8, Juni ein dreitägiges Fest, Eine in Verbindung mit der Feier vor bereitete Ausstellung soll Handschriften und Notendrücke, Textbücher, Briese, Abbildungen und alte Instrumente zeigen, Kerner werden lite rarische und musikalische Veröffentlichungen seine quellenmäßige Bio graphie des Meisters, eine Geschichte der berühmten, durch Buxtehude ausgebauten Lübecker Abendmustken, Drucklegung größerer Gesangs- werkej vorbereitet, Österreich ehrt Franz Liszt Am 1, November traf eine Abordnung des österreichischen Binnen landes, Landesstatthalter Gras Coreth und Regierungsrat Prof, Eitler in Bayreuth ein, um am Grabe Liszts, der als Sohn deutscher Eltern in Naibing im Burgenlande geboren wurde, einen Kranz nicberzulegen. Einem Empfang im Hause Wahnfricd und bei Oberbürgermeister vr, Schlumprecht und einer Kranzniederlegung am Grabe Richard Wagners schloß sich eine schlichte Feier an der Grabkapelle Kranz Liszts an. 1010 Max-Reger-Feft in Berlin Zum erstenmal sür Berlin veranstaltet die Konzert-Direktion Hans Adler im November in der Reichshauptstadt ein Max-Reger-Fest, Das Programm enthält ein Orgelkonzert, Kammermusik und einen Lieder und Klavierabend. Das seltene Ereignis einer Rcger-Uraussllhrung trat bei einem Berliner Liederabend von Ludwig Heß ein. Es handelte sich dabei um zwölf Lieder sür Männerstimme, die Reger schon im Jahre 19V7 Heß gewidmet hatte. Die damalige Stimmlage des Sängers (hoher Tenor) erlaubten aber eine Uraufführung erst jetzt. Durch die ziemliche Unbe kümmertheit an dem literarischen Wert seiner Texte stellte Reger den Sänger vor eine außerordentlich schwierige Ausgabe, Ehrungen zu Georg Schumanns 79. Geburtstag Dem Direktor der Singakademie, Prof, vr, Georg Schumann, der als Komponist, Lehrer, Dirigent und Pianist zu den ersolgreichsten Musikern seiner Generation gehört, wurden anläßlich seines 7ll, Ge burtstages s25, Oktober) eine überaus große Zahl höchster Ehrungen zuteil, Ter Führer und Reichskanzler ließ durch Staatssekretär Funk sein in Silber gerahmtes Bild mit einer persönlichen Widmung über reichen, Im Aufträge der Preußischen Staatsregierung und des Reichs und Preußischen Ministeriums sür Wissenschaft, Erziehung und Volks bildung händigte Staatssekretär Zschintzsch dem Gefeierten die Zelter- Plakette aus. Pros, vr. Amersdorsfer legte im Namen der Preußischen Akademie der Künste ein Werk Friedrichs des Großen auf den Gaben tisch, Es sprachen weiter der Präsident der Reichsmusikkammer, Pros, vr, Raabe, Pros, von Reznicek im Namen der Kollegen, Pfarrer Posth als Sprecher der Singakademie, Regierungsrat Hassenstein sür die Reichshauptstadt, Pros, vr, Stein als Leiter des Amtes sür Chorwcsen, Otto Müller als Wortsührer des Philharmonischen Orchesters und vr, Friedrich Weiter im Namen der Rcisterschlller Schumanns, Aus der Vaterstadt Schumanns, dem sächsischen Königstein a, d. Elbe, llber- brachte Bürgermeister König dem Jubilar den Ehrenbllrgerbries. Neue Wagner-Dokumente Das Haus Wahnfried in Bayreuth übergibt den gesamten unver änderten und ungekürzten Briefwechsel zwischen Richard Wagner und König Ludwig II, der Öffentlichkeit. Es handelt sich bei dem aus vier Bänden bestehenden Werk, das im Verlag G, Braun in Karlsruhe erscheint, um zum größten Teil bisher unveröffentlichte Dokumente, Die Bearbeitung des Materials hat der Wagner-Forscher und Archivar des Hauses Wahnfried vr, Otto Strobel übernommen. Richard-Wagncr-Fcstwoche 1937 ln Detmold Die dritte reichswichtige Richard-Wagner-Festwoche in Detmold wirb in der zweiten Maihälfte 1937 in einem Rahmen durchgesührt werden, der den der vorangegangenen Festwochen noch llbertrisst. Als Leitgedanken wirb das Jahr 1937 die innige Verbindung der Lebens werke Beethovens und Wagners darstellen. Künstlerische Höhepunkte werden ein Beethoven-Festkonzert, eine Kestaussührung von Beethovens »Fidelio« und Festaussllhrungen von Wagners »Tristan und Isolde« und »Siegfried« sein. Eine Neuerung wird die Erschließung der großen deutschen Meisterwerke vor Betriebsgemeinschasten sein, C. M. v. Weber in der Preußischen Staatsbibliothek Aus Anlaß des 158, Geburtstages von C, M, v, Weber sgeb. 18, Dezember 1788 in Eutin) hat die Musikabteilung der Preußischen Staatsbibliothek aus ihren wertvollen Schätzen eine kleine Gedächtnis ausstellung zusammengestellt, die das Leben des Komponisten in Photos, Stichen und Zeichnungen darstellt. Den Mittelpunkt der Schau bildet die Originalpartitur des »Freischütz«, um die sich andere Dokumente gruppieren, welche Eindruck und Erfolge der Oper zeigen. Die »Zeitschrift für Musik« hat eine Umfrage an die sämtlichen 138 deutschen Bühnen gestellt, in welcher Art sie den hunbertsünszigsten Geburtstag Carl Maria von Webers feiern werden. Die Zeitschrift veröffentlicht in ihrem Oktoberhest das Ergebnis, das sich auf ungefähr siebzig Städte bezieht. An der Spitze steht der »Freischütz», der ins gesamt in zweiunddreißig Städten gespielt wird. Es solgt »Euryanthe», die sich im Spielplan von zwölf Städten befindet. »Oberon« ist mit zehn Städten vertreten. Uraufführung von Hugo-Wols-Liedern Zu unserer Notiz unter obiger Überschrift in Nr. 245 teilt uns der Musikwissenschaftliche Verlag G. m, b, H, mit, daß die 37 Lieder aus den Jahren 1878—1888 stammen, also vierzehn Jahre des Lebens von Hugo Wolf umfassen; die Hauptgruppe nimmt allerdings die Jahre 1878—1883 ein, Ter Musikwissenschaftliche Verlag ist Inhaber sämt licher Verlags- und Urheberrechte und die wertvollen Handschriften Hugo Wolfs sind sein Eigentum,
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