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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.12.1932
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1932-12-20
- Erscheinungsdatum
- 20.12.1932
- Sprache
- Deutsch
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296, 20. Dezember >932. Redaktioneller Teil. — Cprcchsaal. Börsenblatt f. b. Dtschu Buchhandel. Firma entsprechende militärische J-nbelschriften verlegt. Am 6. Juli 179-1 schenkte Kleinmayr Buchhandlung und Truckerei seiner Gattin Thekla, die den Buchhändler Johann Gaßler aus zehn Jahre als Pächter einseyte. Nachdem zur Zeit des französischen Interregnums bis 1814 der Buchhändler o. Sassenberg die Firma vertreten hatte, übernahm sie J-gnaz (d. jüng.) Edler von Kleinmayr. Das Geschäft erlebte von 1847 ab, wo dessen Schwiegersohn Fedor Bamberg ein trat, einen mächtigen Aufschwung. Dieser steigerte sich noch nach Übernahme durch Ottomar Bamberg im Jahre 1869, sodaß die Firma bald zu den angesehensten des Landes zählte. Besonderer Erwähnung wert ist unter den zahlreichen Verlagswerken des Hauses die an läßlich des kvjährigcn Ncgierungsjubiläums Franz Josefs I. heraus gegebene farbenprächtige Publikation des Frh. v. Koudelka: Unsere Kriegsflotte. Um die Jahrhundertwende beschäftigte das Unter nehmen etiva 100 Personen unter der Leitung von Ottomar Bam berg, unterstützt von seinen Söhnen Fedor und vr. jur. Hermann Bamberg. Zu Beginn des Jahres 1619 übernahm letzterer Buch handlung und Verlag als Alleininhaber. Im selben Jahre wurden die Geschäftslokale in die dlitcloZiesva cesia 16 verlegt, wo sie sich heute noch befinden. Die Umwandlung der Firma in eine G. m. b. H. erfolgte 1923. Nach Errichtung des Königreichs Jugoslavien wurde von der Firma eine ganze Reihe neuer Schulbücher, Reiseführer und Werke schöngeistiger Literatur in den Landessprachen des neuen Staates herausgcbracht, die beachtliche Auflageziffern erlebten. Das Sortiment pflegt alle Wissensgebiete in sämtlichen Knltursprachen und unterhält gute Verbindungen mit den Instituten der Kgl. Uni versität zu Ljubljana (Laibach). Gemeinschaftswerbung der Saarländischen Buchhändler. — »Und weil cs besser ins Auge fällt, und weil man es leichter im Ohr behält« hat diesmal der Verein der Buch- und Musikalienhändler im Saar gebiet seine Wcihnachtswerbung in poetische Form gekleidet. In einer Ansprache in Reimen an den Herrn, die I ungens und Mädchen und an die Damen wird jedem etwas über das Bücherlesen gesagt und zum Schluß werden noch Ratschläge zum ziveckmäßigen Kaufen gemacht. Die Mitglieder des Vereins in Saarbrücken und den übrigen Orten des Saargebiets, die das Flugblatt in 60 000 Stücken von Haus zu Haus verteilen ließen, sind namentlich aufgeführt. Der Erste Vor sitzende des Vereins Herr H. Heinrich i. Fa. Bock L Seip, Saar brücken, ist der Verfasser des Werbegedichtes. Die Maximilian-Gesellschaft hielt am 4. Dezember 1932 unter Vorsitz ihres Präsidenten, Exzellenz Solf, ihre 18. Mitglieder-Ver- sammlnng im Handschriftensaal der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin ab. Am Abend vorher hatte eines der Mitglieder, Herr Hans FUrstenberg, die Teilnehmer in seiner eigenen berühmten Bibliothek empfangen. Bei dieser Gelegenheit sprach der Gneisenau-DichterWolf gang Goetz, auch ein Maximilianer, über das Thema: »Berühmte Männer und ihre Bücher« pointenreich und beziehungsvoll. Beim Festmahl konnte als zweite Jahresgabe der Gesellschaft für 1932 verteilt werden: Gcrhart Hanptinanns Paralipomcna zum Hirten lied, acht bisher unveröffentlichte Szenen, serner folgende Spenden: Bericht über das Leben des Pfarrers und Magisters »Tinius«, Mörders aus Büchersammelwnt. (Die Novelle eines anonymen Ver fassers.) — Hans Fürstenberg, Napoleon als Niichersammler. Illu striert durch Beispiele aus der Sammlung des Verfassers. — Nikoline von Planta. Novelle von Carl Bnlcke. — Goethe über Buch und Schrift. Gewidmet von Gebr. Klingspor, Offenbach. VerkekrSuackrickten. Barfrelmachung von Päckchen. — Die in Verbindung mit dem Neichspostministerium herausgegebenen Verkehrsnachrichten für Post und Telegraphie Nr. 47 vom 19. November 1932 enthalten folgende Bestimmung für die Barfrei m a ch u n g von Päckch e n : »Die Mitte Mai 1932 für eine Firma mit starkem Päckchenversand versuchsweise zu ge lasse ne Abbuchung der Gebühren für Päckchen des Jnlandverkehrs vom Postscheckguthaben kann künftig, ebenfalls zunächst versuchsweise, auch anderen Versendern zugcstanden werden, wenn sie täglich durchschnittlich mindestens 50 Päckchen aufliefern und aus besonderen Gründen Freistempler nicht verwenden wollen. Für die Einlieferung der Päckchen gelten die Vorschriften über das Paketselbstbuchervcrsahren sinngemäß. Die Päckchen werden im Paketeinlieferungsbuch für Selbstbucher getrennt von den Paketen oder in einem besonderen gleichen Einlieferungsbuch oder in selbst- hergestellten Doppellisten nach Gattungen getrennt nur der Stück zahl nach, Einschreib- und Nachnahmepäckchen jedoch einzeln einge Verantwortl. Schriftleiter: Franz Wagner. — Verlag: Der Börsen Druck: E. Hedrich Nachf. Sämtk. in Leipzig. — Anschrift d. Schriftleitung 908 tragen, der Gesamtgebührenbetrag wird für jede Päckchcngattung usw. getrennt aufgeführl; er wird in der gewöhnlichen Weise vom Post scheckkonto des Absenders abgebuchl. Als Gebührenstempel werden Handrollstempel verivendet, die neben der Ortsangabe in der äußeren Umrahmung die Inschrift »Päckchengebühr bezahlt« und statt der Entwertungslinien die Ab senderangabe, auf Wunsch auch eine Wcrbeinschrift in den für die Freistempler gezogenen Grenzen tragen. Die Kosten für die Be schaffung -des Handrollstempels hat der Absender zu tragen. Der Stempel bleibt in Verwahrung der Aufgabe-Postanstalt«. 'kersonalnaclrricktea. 75. Geburtstag. — Herr Ferdinand Sohn, Seniorchef der I. G. Schmitz'schen Buch- und Kunstharrülung in K ö l n, kann am 21. Dezember in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 75. Ge burtstag begehen. Geboren in Aschaffenburg kam er nach Absolvie rung der dortigen Realschule 1872 in die Krebs'sche Buchhandlung. Nach im In- und Ausland verbrachten Gehilfenjahren übernahm er 1887 die Geschäftsführung der I. G. Schmitz'schen Buchhandlung und wurde im Oktober 1892 zusammen mit Herrn I. F. Lauö Inhaber dieser Firma. Die Literarische Gesellschaft Köln sieht in Herrn Sohn einen ihrer Mitgründer (1893). Die Tage der Kölner Blumen spiele, deren Veranstalter sie war, dürften noch in Vieler Erinnerung sein, fanden sie doch Anerkennung und Beifall weit über die Grenzen Deutschlands. Im Jahre 1901 erwarb die I. G. Schmitz'sche Buch handlung auch Rommerskirchens Buchhandlung, gegründet 1516, eine der ältesten Buchhandlungen Deutschlands. Im Jahre 1908 wurde Herr Sohn alleiniger Inhaber der Firma. Im Dezember 1929 trat sein Sohn Egon als Teilhaber in das Geschäft. Seit Oktober 1929 ist die Kölner Zeitungs-Zentrale G. m. b. H. als Zeitungs- grossogeschäft als Schwesterfirma angegliedert, deren erster Gesell schafter ebenfalls Herr Ferdinand Sohn ist. In Anerkennung seiner Verdienste um die Caritas erhielt Herr Sohn vor einigen Jahren vom Papst den Orden ?ro Leelesia et?ontikie6 in Gold. 70. Geburtstag. — Herr Bernhard Gens e-l (i. Fa. Gustav Gensel) in Gri m m a begeht am 20. Dezember seinen 70. Geburts tag. Viele von uns werden ihn kennen, war er doch stets ein treuer Besucher der Kantateveranstaltungen und jahrzehntelanges Vorstands mitglied des Buchhändlerverbandes für das ehemalige Königreich Sachsen. — Ein Treuer seines Berufes, beseelt von noch echtem Idealismus für das gute Buch, ein wirklicher Berater seiner an ihm hängenden Kunden, begeht er, wie es seine Art ist, in bescheidener Stille seinen Geburtstag. Öffentliche Ämter. — Herr N. L. W i t t i ch-Tarmstadt wurde zum Mitglied der Hessischen Industrie- und Handelskammer in Darm stadt gewählt —, Herr Georg C. Steinicke -München zum Stadt verordneten. Spreclrsaal Zur Beachtung. Verlage, die Herrn IosefMarz, Köln a. Rh., Wolsfstr. 4, auf Anforderung Verlagswcrke zur Besprechung bzw. als Kommisfions- lagcr zur Verfügung gestellt haben, bitten wir, uns ihre Erfahrungen mitzutei-len. Cottbus, Bahnhosstrabe W. Albert Heine. Inhaltsverzeichnis. Bekanntmachung der Geschäftsstelle des B.-V. betr. Ein ziehung des Mitgliedsbeitrags. S. 905. Artikel: Zusammenschluß der deutschen Buchhändler von New Aork. Von E. Eisenhauer. S. 905. Büchersammlung der Leipziger Nothilfe. S. 907. Kleine Mitteilungen S. 907—908: Wie war das Weihnachts geschäft 1932? / Bilanz: Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart / 150 Jahre Jg. Kleinmayr L Fed. Bamberg, Laibach / Gemcin- schaftswerbung der Saarländischen Buchhändler / Die Maxi milian-Gesellschaft. Verkehrs-nachrichten S. 908: Barsreimachung von Päckchen. Personal na chrich te n S. 908: 75. Geburtstag F. Sohn, Köln 70. Geburtstag B. Gensel, Grimma / Öffentliche Ämter. Sprechsaal S. 908: Zur Beachtung. verein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches Buchhändlerhaus, u. Expedition: Leipzig, Gerichtswegs IBuchhändlerhauS», Postschließfach 272/7».
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