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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.11.1928
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1928-11-20
- Erscheinungsdatum
- 20.11.1928
- Sprache
- Deutsch
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.V 27V, 2Ü. November 1828, Redaltioneller Teil, Börsenblatt f. ö. Dtschn. Buchhanöel. Ein gemeinsames Essen führte uns dann wieder in fröh licher Tafelrunde zusammen, an der auch das schönere Geschlecht vertreten war. Es wurden ernste und fröhliche Reden gehalten, von denen vor allen Dingen der Dank an Herrn Paul Weyrauch und seine liebenswürdige Gattin, die alles so vorzüglich vor bereitet hatten, freudigen Widerhall fand. Dann blieben wir noch recht lange zusammen, denn unser Zug ging gegen 3 Uhr früh fort. Aber die Stunden vergingen wie im Fluge, Ernste und humoristische Vorträge füllten die Zeit aus; dabei haben die ernsten, tiefempfundenen Vorträge unseres Herrn Nitschmann nachhaltigen Eindruck auf uns gemacht. Bei den humoristischen Vorträgen schoß Herr Oswald Wernicke (Bromberg), wie bisher schon immer, den Vogel ab. Jedenfalls kann die Hauptversammlung, die auch verhält nismäßig gut besucht war, als sehr gelungen und nutzbringend angesehen werden und ich hoffe, daß auch Herr Nitschmann als Vertreter des Börsenvereins den Eindruck mitgenommen hat, daß der deutsche Buchhändler in Polen seine kulturelle Ausgabe sehr ernst nimmt und unter den schwierigsten Verhältnissen seine Pflicht tut. Ich möchte Herrn Nitschmann auch an dieser Stelle den herzlichsten Dank sagen, daß er die großen Mühen dieser Aus- landreise auf sich genommen hat, um uns zum Ausdruck zu bringen, daß wir von unfern Kollegen in Deutschland nicht ver gessen werden. Wir alle würden uns freuen, wenn auch in Zukunft Ver treter des Börsenvereins an unseren Hauptversammlungen teil nehmen würden, da dann das Verständnis für unseren schweren Existenzkampf noch mehr gefördert werden würde, Graudenz, Arnold Kriedte, Bibliographie der Architektur-, Model-, Schreib- und Trachtenbücher. Von Arthur Lotz. In den vorhergehenden Aussätzen (siehe Börsenbl. 1928, Nr. 266 und 268) hatten wir uns mit der Bibliographie der Ornament- stiche im eigentlichen Sinne des Wortes beschäftigt. Wenn wir nun zu den Nebengcbieten übergehen, müssen wir zunächst als den Vor lagen für die Kunsthandwerker nahe verwandt und in ihrer Wir kung für die geschichtliche Entwickelung der Kunst äußerst wichtig die umfangreiche Gruppe der Architekturwerke betrachten. Als man nach der Abkehr von der mittelalterlichen Gedanken- und Formenwelt die Wiederanknüpfung an die Kunstanschauungen des Altertums suchte, entstand auch das Verlangen nach Abbildungen der erhaltenen Neste antiker Bauten. Man zeigte in Holzschnitt- oder in Kupferwerken, was hiervon noch vorhanden war, aber auch Folgen oder Blätter mit einzelnen Architekturteilen wurden vervielfältigt. Ebenso be nötigte man die theoretische Unterweisung. Das klassische Lehrbuch der Alten waren die zehn Bücher der Baukunst des Vitruv. Um 1486 wurde in Italien das Werk zum ersten Male gedruckt und ist seitdem immer wieder zeitgemäß bearbeitet und verlegt worden. Die beste Auskunft über die verschiedenen Ausgaben des Vitruv nach der eigenen Sammlung gibt E b h a r d t, B o d o. Die zehn Bücher der Architektur des Vitruv und ihre Herausgeber seit 1484. Berlin-Gruircwald s1918s. 4° Mit Textbildern. Die Theoretiker der Renaissance in Italien behandelt - S t e i n, O t t o. Die Architekturtheoretiker der italienischen Re naissance. Karlsruhe 1914. 8°, während der folgende Zeitabschnitt für Frankreich bearbeitet ist in Cassirer, Kurt. Die ästhetischen Hauptbegriffe der französi schen Architektur-Theoretiker von 1650—1780. Berlin 1909. 8° und für Deutschland in Habicht, P. Kurt. Die deutschen Architekturtheoretiker des 17. und 18. Jahrhunderts. 4" Mit Textbildern. In: Zeitschrift für Architektur und Jngenieurwcscn, Hannover. Jahrgang 1916 und 1917. Außer diesen Lehrbüchern der Baukunst, die teils in bescheidenem Gewände austretcn, oft aber in glänzender Druck- und Bildaus- stattung, gibt es noch eine große Anzahl von Werken mit Entwürfen und Aufnahmen von Bauwerken aller Art. Wegen genauer biblio- 1270 graphischer Angaben sei aus den im ersten Aussatz erwähnten Kata log der Bibliothek des Kunstgewcrbe-MuseumS (jetzt .Uunstbiblio thek) zu Berlin verwiesen, der diese Literatur recht zahlreich ent hält. Und nicht vergessen werden darf hier der genialste Meister des Architekturstichs, Giovanni Battista Piranesi, der nicht nur die Pracht der römischen Bauten in malerischer Auffassung, sondern auch seine Ideen großartigster Raumgestaltung ans die >inpserplatte zu bannen und der Mit- nnd Nachwelt vor Augen zu stellen wußte. Seine Söhne setzten das Werk fort. Die einzelnen Blätter sind zu Bänden zusammengestellt, und ein Verzeichnis von letzteren findet sich in G i e s e ck e, Albert. Giovanni Battista Piranesi. Leipzig 1911. 4" Mit 63 Tafeln — Meister der Graphik. Bd. 6. Ein sich auch auf die einzelnen Blätter erstreckendes Verzeichnis ist zusammengestcllt in p 0 6 i 11 o n, Henri. Oiovanni Lattista piranesi. Lssai cke eataloZue raisonne cke son oeuvre. Paris 1918. 8° Den Ornamcntblättcrn schließt sich eine Gruppe von Ornamcnt- büchern an, die im Gegensatz zu jenen überwiegend in Holzschnitt hergestellt wurden. Es sind die Stick- und Spitzcnmusterbüchcr, die nach dem ursprünglich üblichen Namen auch jetzt noch Modelbücher genannt werden. Mit den Anfängen dieser Bücher, die seit etwa 1525 in Deutschland erscheinen, besaßt sich mein Aussatz L o tz, A r t h u r. Tie Entstehung der Modelbücher. 4" Mit Tert- bildern. In: Zeitschrift für Bücherfreunde. Jahrgang 1926, S. 45 und folg. Ein kritisches Verzeichnis dieser meist seltenen Bücher, das wissen schaftlichen Anforderungen genügte, gibt es noch nicht. Man muß sich mit dem Katalog zufrieden geben, den Frau Palliscr zusammen gestellt hat in ihrer Geschichte der Spitze: palliser, 6ur^. Ilistor^ ok Iao6. 4tki Edition, «ntirel^ rsviseck, re-^vritten anck enIarZeck under tks editorskip ok M dourdain anck ^.liee Drucken. London 1902. 4° Mt Lextbildern und 107 laksln. Nachträge hierzu liefert Strange, Ldxvard L. Lai 1)7 pattern books ok lace, em- setions ok tüe Libliograpkieal Society, London 1902. Noch sei eines Verzeichnisses gedacht, das merkwürdigerweise als Anhang zu einem praktischen Lehrbuch erschien. 6 o e ü 6 r, L m m a n u 6 I. 1.6 kilet brode. Leeknique, modeles dentelles. Paris 1911 2" Unbeholfen und ungenau in den Titelausnahmen und Beschrei bungen zählt es in der Hauptsache die Bestände der Bibliotheken von Paris auf und die dort zur Versteigerung gekommenen Modclbücher. Als Kunstfertigkeit wurde in alter Zeit auch das Schreiben be trachtet und auf kalligraphische Ausgestaltung bei Abfassung von Urkunden und ähnlichen wichtigen Schriftstücken mehr Wert gelegt als heute. Und so ist im Lause der Jahrhunderte auch eine Un menge von Büchern mit Vorschriften und Beispielen kunstgemäßen Schreibens erschienen. Diese Schreibbücher wurden zuerst wie die Modelbücher in Holz geschnitten und sind auch ziemlich gleichzeitig mit ihnen entstanden, aber nicht wie diese in Deutschland, sondern in Italien. Das erste ist datiert 1522. Eine umfassende Einführung in dieses weite Gebiet mit vielen Beispielen gibt Peter Jessen in Meister der Schreibkunst aus drei Jahrhunderten. Stuttgart 1923. 4" Mit 200 Seiten Beispielen. Eine kleinere Zusammenstellung von Schreibvorlagen älterer Zeit war schon früher in England erschienen: I) a y, Le^vis L. penmansüip ok tkie 16tk, 17tk ancl 18tü cen- xvriting boolrs. London 1911. 8° Mt 112 lakein. Umfangreichere Verzeichnisse von Schreibbüchern findet man in dem schon mehrfach erwähnten Katalog der jetzigen Kunstbibliothck in Berlin. Auch ein älterer, sehr reichhaltiger Antiguariatskatalog tut oft gute Dienste. Verzeichnis; der werthvollen Bibliothek des Kgl. Hof-Kalligraphen . . . Ernst Schütze. Manuscripte, Schreibebücher, Ornament werke zu verkaufen durch I. A. Stargardt. Berlin 1861. 8° In
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