10514 .V! 270, 20, November 1928. Fertige Bücher. Börsenblatt f.b.Dtschu. Buchhandel. „Dies Buch ist spannend wie ein Detektivroman." Berliner Tageblatt. t/e/- /M^/rc/e/r ä-e/' Edmund Hoehne / Die Reportage Gottes Ein Roman von heut und morgen, geh. Z.5O, in Leinen 5.5O OÄo r/r c/e/r //amöü/xe/' /Var/k/'ir/i/r/r.- Von allenBüchern aberdieserAuSlese ist dieses das seltsamste. Keines zeigt ein so tiefes Gesicht. Keines ist so sehr aus dem heißen Ringen mit dem Gott, der ihm im Busen wohnt, geboren. Im völligen Bruch mit jeglicher Konvention springt es aus den realen Bezirken in phantastisch glühenden Visio nen in die Zonen der Magie. Zwiespältigkeit des Menschen, Pole eines Dritten: des Weibes, das beide JchS austauscht oder bindet, Untertauchen in den spannenden Kämpfen einer Diesseitspolitik, um emporzusteigen in eine höhere Wirklichkeit. Es sind die kühnsten und paradoxesten Sprünge, die der Leser mitzumachen hat: vom Streik im Industriegebiet nach Parts und Rom oder ins mystische Hochland von Pamir. Das Buch eines eigenwilligen Geistes, auf jeden Fall eine Dichtung, die Hintergründe offenbart u. uns zum Haltmachen zwingt. Ein sehr merkwürdiges Buch. Ein junger, echter Romantiker begeistert sich an den Kratern Europas: Moskau, Rom, Berlin. Er bejaht das Ruhrgebiet und Detroit ebenso wie Eichendorff und Novalis. Romantische Intentionen, frag mentarisch noch bei Novalis, werden plötzlich Aktualitäten, Gottes Wort wird Reportage. Einer, der sich mit seiner Zeit im Einklang fühlt. L/e/?ma/r/r /m Lerit/re/- TaFe-LE Stark, triebhaft und bewußt tritt die sinnierende Begabung der fast vergessenen romantischen Barockbauerei in diesem Werk hervor. Aktuelle Gegenwart mit allen politischen Möglichkeiten agiert: Rummel, Rekord und Jazz; Sowjet- Rußland und Mussolini spielen Chargen in diesem Buch von der blauen Blume der Romantik. Das Besondere dieses Romans ist die visionäre Kraft seiner Legende. Ein Buch, das mit der Beweglichkeit eines Routiniers ge schrieben, mit der Gläubigkeit eines Dichters gestaltet ist. Und dies Buch ist spannend wie ein Detektivroman. Ein Buch, das besonders der politisch interessierte Leser mit atem loser Spannung genießt. Das Zeitbild wird zur Reportage Gottes, zur übersinnlichen Berichterstattung vom inneren Wesen der Dinge, das dem TageS- beschauer so oft verborgen bleibt. DeükcHe Hoehne sieht die Realitäten des gegenwärtigen Weltgeschehens im transzenden talen Lichte. Ihm kommen aus den Tagesereignissen visionäre Gesichte. Ein Romantiker/ der durch die überscharfe Brille des Neurealismus schaut? me/tte/'.-n'/re/r/ü/rKM -eFa-ke» />/r Eugen Diederichs Verlag in Jena