X; 270, 20. November 1928. Fertige Bücher. Börsenblatt s. d. Dtschn. Buchhandel. 10497 cm ocurrencr «ci.ocdlocvic«i Das Tagebuch: Ein arischer Heine macht eine lange lyrische Reise durch Deutschlands Eaue und durch seine Geschichte, seufzt und lächelt, preist die Landschaft, wettert herzhaft gegen die althergebrachten schlechten Gewohnheiten ihrer Bewohner, besonders gegen ihren dummen Antise mitismus, und ist überhaupt ein leuchtendes Beispiel sür polternde, echte Vaterlandsliebe und ein herzhast reim- seliges rheinisches Temperament. 8 Uhr Abendblatt der Nationalzeitung: Es liest sich gar kurzweilig, dieses Heldengedicht, denn Eulenberg ist wohl bis in die Fingerspitzen deutsch, aber er ist auch modern und hat Humor. Diese drei Elemente wurden zu- sammengemengt, in dichterische Form gegossen, und ein köstliches Werk entstand. Norddeutsche Nachrichten, Altona: Sein Epos setzt dem deutschen Michel ein Licht aus. Der Dichter beleuchtet mit Scherz, Satire, Ironie und tieferer Bedeutung die Schwächen des Deutschen, der Deutschen. Hier mutz wieder die lleberzeugung frappieren, mit der Eulenberg den oft heiklen Stofs behandelt, diese lleberzeugung, welche nicht die eines jeden sein kann. Den Höhepunkt hat die Dichtung in dem neuen Deutschlandlied, in welchem Eulenberg die unsterblichen Schönheiten Deutschlands besingt. Der Ver such Eulenbergs zur Erneuerung de» deutschen Epos ist als durchaus gelungen zu bezeichnen. Lahrer Zeitung: Das „Heldengedicht" strotzt von Geist, Witz, derbem Spott und Hohn und blutiger Satire, und wenn man sich beim Lesen über manche Stellen auch ärgern mag, weiterlesen mutz man es doch. Pfälzische Rundschau: Frisch und kraftvoll singt Eulen berg sein Lied über den deutschen Michel, nicht lehr meisternd oder paradox, sondern, neben aller Kritik mit mächtiger Liebe zu seinem Deutschtum. Stadt-Anzeiger für Barmen-Elberfeld: Wenn Herbert Eulenberg ein „Heldengedicht" schreibt, so wird die Sache irgendeinen Haken haben, und in dem „Heldengedicht" wird wenig Heldisches, wenig Pathos und Idealisiertes sein, aber dafür ist es bunter und unterhaltender und — man kann es wirklich lesen! Er sagt dem guten Michel manches derbe Wort über seine Unbeholfenheit und seinen Mangel an Lebensklugheit. Aber bei all dem hat er ihn doch gern, und hinter allem Spott und aller Satire spürt man die Liebe zu der schönen, herben Heimat und zu dem Volke, das in ihr lebt. Volle,SUlgstre 1,50 Aue *»«nn mit llottol bsitollt mit 40°>- sZ 11110 In vsnilelnen «,50 Kleber Buchhändler sende das erste Exemplar jedes, auch des kleinsten Druckwerkes ^ (Luch-, Kunstdruck, Zeitschrift usw.) sofort an die Deutsche Bücherei des Dörsen- vsreins, Leipzig, Deutscher Platz» zur Ausnahme in die Bibliographie. sr?sv-?sar?sar?s«r2°, Earl Heymanns Derlag zu Äerlin A3 8 <70 (A Wieder lieferbar ist: <A Entwurf eines Allgemeinen Deutschen Strafgesetzbuches Vorlage vom 14. Mai 1927 an den Reichstag (Reichstagsdrucksache der III. Wahlperiode 1924/27) 43 Seiten Folio, Preis 1,35 RM Wegen der beschränkten Auflage dieses Neudruckes empfehle ich, sich für Interessenten baldigst einzudecken. Abnehmer werden besonders auch die Rechtsstudenten stellen, so daß ich den Universitütsbuchhandlungen empfehle, das Heft auf Lager zu halten. Börsenblatt f. Deutschen Buchhandel. SS. Jahrgang. 14V2