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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 15.05.1934
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1934-05-15
- Erscheinungsdatum
- 15.05.1934
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- Deutsch
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x° 111, 15. Mai 1934. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d.Dtschn.Buchhandel. a) Der Zahlungsverkehr im Buchhandel und Bücher, für die ich mich in letzter Zeit besonders eingesetzt habe. (Bibliographie, kurze Inhaltsangabe, persönliche Stel lungnahme zum Problem des Buches, Verbreitungsmöglich keiten), oder d) Was bringt das Börsenblatt dem Sortimenter und Mein liebster Schriftsteller. Leben und Werke. Die Prüfung erfolgte an den angegebenen Sonntagen in Gruppen von je drei Prüflingen. Jeder Prüfling erhielt kurze praktische Aufgaben, wie sie täglich dem Sortimenter gestellt werden. Es wurde unter anderem nach der Organisation des Buchhandels, nach Neichsschrifttumskammer, nach Börsenblatt und Deutscher Bücherei, nach der Bedeutung des Leipziger Platzes und anderem mehr gefragt. Die Prüflinge wußten im allgemeinen gut Bescheid, man hatte deut lich den Eindruck, daß die meisten fleißig für die Prüfung gearbeitet hatten. Von dreißig Prüflingen haben siebenundzwanzig die Prü fung bestanden, darunter vier mit Auszeichnung und zwar: Helmut Golka, im Hause Graveur'sche Buchhandlung, Neiße, Erika Lochner, im Hause Weiß'sche Buchhandlung, Grimberg, Adelheid Stephan, im Hause Ostdeutsche Buchhandlung, Breslau, Erika Uberschär, im Hause Victor Zimmer, Breslau. Herr Ausner als Vorsitzender des Provinzialvereins der Schle sischen Buchhändler teilte nach Schluß der Prüfung den Lehrlingen das Ergebnis der Prüfung mit und beglückwünschte die neuen Ge hilfen. Württemberg. Zur Prüfung meldeten sich in diesem Jahr fünfundvierzig Teil nehmer und zwar dreiundzwanzig aus Stuttgart und zweiundzwanzig aus Württemberg, fünfundzwanzig männliche und siebzehn weibliche. Davon mußten drei Prüflinge zurückgewiesen werden, da sie schon mehrere Jahre als Gehilfen angestellt waren. Der Prüfungsausschuß setzte sich aus sechs Herren zusammen und zwar drei vom Württem- bergischen Buchhändlerverein und drei vom DHV. Die Teilnehmer erhielten Ende Februar sechs Themen für dte schriftliche Prüfung zur Auswahl und zwar: wurde bearbeitet: 1. Nach welchen Gesichtspunkten soll ein Sortiments lager aufgebaut und geordnet sein? 7 mal 2. Schreiben Sie alle Werbemöglichkeiten für ein be stimmtes Buch auf, für das Sie sich besonders gern verwenden möchten. Entwerfen Sie dazu die erforderlichen Werbemittel. 8 mal 3. Welche Zweige umfaßt der Gesamtbuchhandel und welchen Zweck erfüllen diese? 9 mal 4. Geben Sie einem früheren Schulkameraden in er zählender Form eine einfache Beschreibung vom Herstellungsgang eines Buches. Erklären Sie ihm die wichtigsten vorkommenden Fachausdrllcke. 3 mal 6. Zeigen Sie Geist und Gesicht eines Verlages, seine Vorteile für ihn selbst, für das Sortiment und für den Kunden. 3 mal 6. Welche Aufgaben und Pflichten haben Sie als Buchhändler heute gegenüber Volk und Staat? 12 mal Es ist auffallend, daß hauptsächlich — außer dem leichten Thema über den Aufbau des Buchhandels — Las nach meiner Ansicht aller schwerste Thema über die Aufgaben gegen Volk und Staat gewählt wurde. Die Prüfungskommission hat bei der Auswahl der schrift lichen Themen sich lange darüber unterhalten, ob solche Themen wün schenswert sind und hat dann vier praktische und zwei literarische Fragen gestellt. Es wurde damals die Befürchtung ausgesprochen, daß namentlich bei dem Thema »Volk und Staat« viel Phrasen kommen, die noch nicht auf besondere Kenntnisse schließen lassen. Das ist auch eingctroffen. Es wurden weniger die praktischen Seiten der Pflichten gegen Volk und Staat geschildert, sondern viel mehr die Notwendigkeit an Hand der fürchterlichen Zeit in den letzten Jahren fcstgestellt, »wo ja der Buchhandel vollständig versagt habe«. Im allgemeinen waren die schriftlichen Arbeiten durchaus be friedigend und gewährten der Kommission zusammen mit dem Fragebogen des Börsenvereins einen Einblick. Die mündliche Prüfung wurde so durchgeführt, daß die Stutt garter Teilnehmer am 18., die auswärtigen arü 25. März bestellt wurden. Die Prüfungskommission hat in zwei Abteilungen die münd lichen Prüfungen durchgeführt. Die Weise'sche Hofbuchhanülung bot dazu in zwei Stockwerken gute Gelegenheit. Die Prüflinge wurden in Abständen von einer halben Stunde bestellt. Jedem der sechs Herren der Prüfungskommission wurden die schriftlichen Arbeiten derjenigen 436 Prüflinge vorgewiescn, die er zu prüfen hatte, damit er in Ruhe die entsprechenden Fragen und Themen ausarbeiten konnte. Darnach wurden die schriftlichen Arbeiten unter den Beisitzern ausgetauscht. Dieses Verfahren hat sich sehr gut bewährt. Es bedeutet ?ine Er leichterung und namentlich eine Zeitersparnis für die Prüfer. Eine Gruppenprüfung wurde von den Teilnehmern der Kommission abge lehnt, weil sie es sich, namentlich beim ersten Male, nicht zutrauten, den Prüfling gerecht zu beurteilen. Außerdem wurde befürchtet, daß ein Lehrling durch das Vergleichen mit andern nur verwirrt und da durch in der Leistung schlechter werde. Zu den mündlichen Prüfungen ist zu sagen, daß die Kenntnisse der Jungbuchhändler im allgemeinen recht befriedigend sind. Es zeigt sich aber je nach der Eigenart der Betriebe, daß manche Lücken bei jungen Gehilfen festzustellen waren. Besonders schwierig wird die Prüfung in literarischen Dingen. Die Kommission hat im allgemeinen sich nach den Lieblingsbüchern der Prüflinge erkundigt und war dann zufrieden, wenn in anschaulicher Form ein Buch zu einem bestimm ten Zweck empfohlen werden konnte, ohne auf die allgemeinen Schlag worte bei der Kundenbeöienung sfabelhaftes Buch — glänzend ge schrieben) zurückgreifen zu müssen. Es muß künftig unbedingt von einem jungen Gehilfen verlangt werden, daß er ein Buch, das er ge lesen hat, in ein paar Sätzen charakterisieren kann. Auch muß er wis sen, wem es auzubieten ist. Dies soll während der ganzen Lehrzeit systematisch in Verkaufsgesprächen geübt werden. Eine Hilfe ist es auch, wenn der Lehrling sich angewöhnt, regelmäßig Notizen zu machen. Viel schärfer wurde natürlich das technische Können geprüft. Etwa in der Form: Ein Buch über Anatomie wird verlangt. Es soll zur Ansicht bestellt werden, wird geliefert, gemahnt, remittiert und in dieser Art weiter. Hier ergeben sich leicht folgende Möglichkeiten: Fixigkeit im Nachschlagen; praktische Kenntnis des Bestellwesens usw. In einem Gebiet haben merkwürdig viele Lehrlinge versagt, nämlich bei Fragen der Verkehrsordnung und Verkaufsordnung. Zu gegeben sei, daß es sich meist um Dinge handelt, die in einem prakti schen Betrieb der Chef selbst in die Hand nimmt oder wenigstens ent scheidet und deshalb ist es wohl möglich, daß mancher Lehrling sich nicht eingehender mit diesen Ordnungen beschäftigt hat. Ebenso ist es mit Börsenblatt und Buchhaltungsfragen und der Einrichtung der BAG. Hier muß vor allem die Bildungsarbeit der Fernkurse und der Fachgruppe eingreifen. Die Prüfungskommission konnte das Zeugnis »bestanden« mit einer Ausnahme allen Teilnehmern ausstellen. Die Teilnehmer wur den einzeln darauf aufmerksam gemacht, wo noch Lücken auszufüllen sind. Besondere Auszeichnungen wurden im Zeugnis nur vermerkt, wo außerordentliche Leistungen Grund dazu boten. Die Prüfung hat ganz klar gezeigt, daß das, was der Bildungs ausschuß des Börsenvereins damit bezweckt, sich nur günstig für Lehr ling und Lehrherrn auswirkt. Mancher Eifer ist auf beiden Seiten er wacht und damit sind sicher die allgemeinen Kenntnisse fester ver ankert worden. Es ist nicht nur Aufgabe des Lehrherrn, die Lehr linge im Betriebe gewinnen zu lassen, sondern systematisch den Auf bau des Buchhandels zu erläutern. Dabei wird man auch notwendi gerweise auf die Gebräuche im Buchhandel kommen, wie sic in der Verkehrsordnung und Verkaufsordnung niedergelegt sind. Wie ein gehend man allerdings prüfen soll und ob im nächsten Jahr im Durch schnitt mehr von den jungen Leuten verlangt werden soll, muß noch geklärt werden. Diese Frage wird erst kritisch bei kleinen Betrieben in der Provinz und in solchen Firmen, wo der Buchhandel Neben betrieb ist. Aus Gründen der Gerechtigkeit dürfte die Prüfungskom mission eigentlich nicht mit zweierlei Maß messen. Wenn aber ein junger Mann aus einem großen Sortiment anders geprüft wird, wie etwa ein junges Mädchen aus einem Buch- und Papierwaren geschäft aus der Provinz, so werden beide Buchhändler von uns das Zeugnis »bestanden« erhalten, aber in der Praxis wird bei einer zu besetzenden Stelle das Zeugnis des.Lehrherrn und seine Bewerbung ein viel gewichtigeres Wort mitzusprechen haben als eben das Zeug nis der Lehrlingsprüfung. Walter Weitbrecht, Stuttgart. Aus Dänemark. Gegen den Plan einer Reihe von Stadtverwaltungen, eine ge meinsame EinkaufszentralefürSchulbllcherzu errichten, gelang es dem Kopenhagener und dem Provinz-Buchhänölerverein in der Tagespresse Stimmung zu machen. Die Landkommunen hatten den Plan mit der sozialistisch oder genossenschaftlich eingestellten Mehrheit ihrer Delegierten schon angenommen. Die Buchhändler wiesen nach, daß die teure Verwaltung einer so großen Zentrale die Ersparnis im Einkauf wieder wettmachen würde und daß die Bücherkasten nur einen geringen Bruchteil der übrigen Ausgaben für
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