286, 16. Dezember 1928. Fertige Bücher. Börsenblatt s.d.Dtschn.Buchhandel. 11523 Glänzende Llrteile über Heinrich Jerkaulen Die Welt im Winkel In prachtvollem Ganzleinenband und mehrfarbigem Schutz umschlag nach Entwürfen von Grete Schmedes M. 7.50 Hans Chr. Kaergel in »Deutsche Tageszeitung": „Dieses köstliche Buch kommt wie ein Christgeschenk zu allen Menschen, die guten Willens sind, immer noch im Menschen eine Seele klingen zu hören. Zerkaulen aber gehört zu den Dichtern, die, vom Rhein her stammend, die deutsche Seele suchen und sie überall finden, wo ein Lerz schlägt. So wird die ,Welt im Winkel' zur Welt einer unfaßbaren Weite." »Fränkischer Kurier": „Lier hat Freude am Iugenderlebcn die Feder geführt, hat ein in die Dinge hineinsehender Dichter um Elternhaus, Schule und Leimatstadt verklärten Schimmer gebreitet und hingesunkenes Vergangenes aus Hellem Erinnern heraus ans Licht der Gegenwart gestellt. Dabei ist die Sprache so prägsam, die Form kunst, die eine besondere Stärke Zerkaulens ist, so vielseitig, daß es schon allein aus diesem Grunde empfehlenswert ist, sich mit diesem Buch, dem behaglichen Epos des deutschen Bürgertums zu beschäftigen. Lind so möge es nirgends fehlen, wo man deutsches Bürgertum schätzt, seine Erneuerung wünscht und die von ihm überlieferte Kultur als einen Jungborn deutscher Kraft bewahren will." »Leipziger Abendpost": „Welt im Winkel? Wie groß sind all die kleinen Dinge, die man da gewissermafsen durch die Lupe sieht. Wie Plastisch nahe stehen diese Leute aus Fleisch und Blut vor einem. Wie liebenswert sind sie trotz oder vielleicht wegen ihrer kleinen Fehler und Schwächen. Iugenderinnerungen stehen auf, die goldige Pennälerzeit mit ihrem Freundeskreis, mit all den Irrungen der stürmenden Jugend. Daneben immer fein gezeichnet die Elternpaare, ehrsame Bürger, die alle auf den Löhenflug ihres Jungen warten. Manche vergeblich, resignierend, die andern bis zum Ende hoffend, liebend. Und dann gehts hinaus aus der Welt im Winkel in die weite Welt: Studentenzeit — „Wo seid ihr, zur Zeit mir, ihr Lieben ge blieben? Ach, alle zerstreut?" Es ist ein Buch, das mit mancher Neuerscheinung der Literatur aussöhnt, das Lohe Lied auf den Vater. Alle Skalen des menschlichen Erlebens erstehen in dem Buch, nur der Laß hat hier keinen Raum. Zweifellos das reifste Werk Zerkaulens." Die Presse aller Richtungen nahm dieses Buch begeistert auf. Ein ausführlicher Pro spekt mit dem Bilde des Verfassers ist in Vorbereitung. Vergftadiverlag WUH. Gottl. Klorn, Breslau I