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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.03.1933
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1933-03-01
- Erscheinungsdatum
- 01.03.1933
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- Deutsch
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Mrsenblatl s, d,D„«w0»«Sant-l 1. Auflage sk-sctiisnsn am 1. ^ovsmbsn 1932 2. Auflage s^sckisnsn am 17. vsrsmdsk' 1932 3. ^ullogs im O^uck 1. ^ufiogs snsctn'snen am 1. k^sbi'll05 193- 2. Auflage bsnsits im O^uclc - -L. Auslage «1° Z /^uNogs im Volkgsng V. vronsu Deutsche ^-Allgemeine Leitung Deutsche fliegen um die Wett ^ k ^ ^ Was Clly Beinhorn und Wolfgang v. Gronau erzählen strierten Buch " " land-S Wer hebt heute noch den Kopf, wenn ein Flugzeug brausend über die Stadt dahinsaust? Wir horchen schon kaum mehr auf, wenn wieder einer einen Ozean- oder Wcltumflug vollbracht hat. Aber wir haben vor kurzem doch noch die Ohren gespitzt, als die Zeitungen meldeten, das; ein junges Mädchen sich ganz allein in einer kleinen Sportmaschine auf den Weg bzw. in die Lust gemacht hat, , um die Welt zu umfliegen. Und als sic nach einem halben Jahr ohne ernstlichen Zwischenfall wieder in Deutschland ankam. da gab es wohl kaum jemand, der sich nicht über dieses tapfere Mädchen gefreut hätte. Nun sollte man meinen, das; die Natur ihre Gaben reichlich genug verteilt hat, weuu sie einem jungen Mädchen so viel Mut und fliegerische Begabung, einen so männlichen Willen, gepaart mit weiblichem Charme, verleiht, das, sie nicht nur mit ihrer kleinen Klemm die Welt erobert, son dern auch alle Herzen, die ihr unterwegs begegnen. Aber dieses Mädchen kann noch mehr. Sie kann auch schreibe». In ihrem Bnch »Ein Mädchen fliegt um die Welt« (Verlag Neimar Hobbing), das mit vielen schönen Aufnahmen ausgestattet ist, erzählt Elli Beinhorn in einer wohltuend natürlichen und lebendigen Art von ihrem ersten Afrikaflug und von dem letzten großen Flug um die Welt. Aus jeder Seite dieses Buches freut man sich darüber, mit welch offenen Augen dieses Mädchen sich die Welt an sieht, mit welcher Unvoreingenommcnheit sie die vielen und so vielseitigen Eindrücke in sich aufnimmt, und wie sie, ge rade als deutsches Mädchen, ihre mit ihrer zunehmenden Berühmtheit erwachsenden Aufgabe erkennt, für Deutsch land draußen in der Welt zu werben und überall, wo sie Deutschen begegnet, ihnen Grüße und ein Stück von Deutsch land zu bringen und so dazu beizutragen, die Verbindungs- fädcn zwischen der Heimat und den vielen, in aller Welt verstreut lebenden Landsleuten enger zu ziehen. Elli Bein horn hat auf diesem Flug mehr für Deutschland geleistet als mancher Diplomat trotz ehrlichen Bemühens in jahre langer Arbeit. Wer noch nicht wissen sollte, was echter Fliegergeist ist der wird in diesem Buch einen Begriff davon bekommen Kameradschaft, gegenseitige Hilfsbereitschaft, ganz gleich ob Mann oder Mädchen, ob Engländer, Amerikaner oder sonstwer, Faireneß und Mut: das sind einige Elemente, die zusammen den guten Fliegergeist ergeben. Und das Buch von Elli Beinhorn atmet diesen Geist von Anfang bis zu Ende. * Nun hat auch Wolfgang v. Gronau seine fliege rischen Erlebnisse aus seinen Flügen über den Atlannk und gus seinem Flug um die Welt in einem schiinen, reich illu strierten Buch »Im » sVcrlag Neimar Hobbing, Berlin,! Der nan geht mit derselben Sachlichkeit ans Werk, wie der Flieger an seinen Wcltslug. Denn darin ist Gronau ein typischer Deutscher, dasi er seine Aufgabe nicht als ein Abenteuer oder als eine sportliche Scnsationsleistung ans zieht, bet der das Gluck slir das Gelingen die Hauptrolle spielt, sondern mit Griindltchkeit und peinlicher Genauig keit sein großes Borhaben vorbereitet, um ei» Risiko mög lichst ganz auszuschalten. Alle seilte Kliige waren bis ins kleinste vorbereitet. Ilm den geeignetsten Weg über Grönland nach Amerika zu finden, hat er sich erst langsam über die Karöer-Jnseln, FSiand, Grönland und Labrador vorgearbettct. Dreimal hat er den Flug gemacht, jedesmal aus einer anderen Route, bis er endlich die günstigste Flugstrecke ausfindig gemacht hat, — Und dann kam der Klug um die Welt, der dank dieser deutschen Selbstzucht zur Genauigkeit und bank dem große» Verantwortnngsgeftihl für seine Kameraden so glänzend gelang und so unendlich viel dazu bcigetrage» hat, draußen in der Well die Achtung vor deutscher Arbeit und Leistung zu stärken und genau wie der Flug von Elli Bein horn dazu geholfen hat, den Deutschen, die draußen aus Außcnpoften deutschen Volkstums stehen, das Gefühl der Verbundenheit mit der Heimat zu geben. Das Bnch ist mit großer Bescheidenheit geschrieben, v, Gronau ist seine Berühmtheit und das ständige Gefciert- wcrden nicht zu Kopf gestiegen. Und wir haben cs bei einem Flieger seiner Eharaktersestigkcit und Willensstärke nicht anders erwarte«. Aber er und seine Kameraden habe» genügend erlebt, um den Leser trotz der Einfachheit seiner Bcrichterstattnng von Anfang bis zum Ende zu fesseln, zu mal ein herrlicher Kiiegerhnmor, der gerne von der Vogel perspektive auf die kleinen Unzuträglichkeite» des Lebens herunterschaut, durch die sonst so strengen Gitterstäbe der Zeilen lacht. Hier eine kleine Probe: Der erste Amerika-Flug war ei» Schwarzflug, d, h, ohne Genehmigung des Berkchrsministcriums und ohne die erfor derliche» amtlichen Papiere, geschehen, Ais man dann in Amerika gefeiert wurde, war cs noch ungewiß, wie man sich im amtlichen Deutschland zu diesem »„erlaubten Fing stellen würde. Da kommt ein Telegramm vom Reichsver kehrs,»iniftcr, das im Anfang voll Freude und Stolz den kühne» Flieger beglückwünscht. Der Schluß enthielt aber folgende Stelle voll entzückender Ironie: »Als persönliches Geschenk von mir bitte ich Sie, eine Prachtausgabe des Prinzen von Homburg von Heinrich v, Kleist entgegenzu nehmen, v, Guerard, NeichsverkchrSminister,« L, g. >a> »»>' ' Sonrisinsribänclo mit js 48 Kupksi-tisfctl'ucictofsln Pfgjs js 6. —uonofsln pi'sisjs k-i^l g.- Venlsg vvn keimsn Vßvdding in rus «« «.Deutschen Buchende,, " 0-««pr°I6>: Op. k-. ttain. VI-U - s-ch«o,r: Lrotklnie, z Co. 165
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