Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.08.1938
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- 1938-08-30
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- 30.08.1938
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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Wissenschaft / Hochschulen / Bibliotheken Der Führer und Reichskanzler hat Goheimrat Philipp von Heck, em. o. Professor an der Universität Tübingen, aus Anlaß seines achtzigsten Geburtstages in Anerkennung seiner Ver dienste um die deutsche Rechtswissenschaft die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Das Hamburger Jbero - Amerikanische Institut hat jetzt ein eigenes Heim erhalten. Es besitzt mit seiner zur Zeit noch auf vierzig Bibliotheken, Institute und Seminare Hamburgs verteilten Bücher- und Zeitschriftensammlung — allein 1700 Zeit schriften aus den ibero-amerikanischen Staaten bzw. über sie be finden sich in Hamburg — die reichhaltigste einschlägige Literatur auf dem Kontinent. Während seines zwanzigjährigen Bestehens hat das Institut, das unter Leitung von Prof. vr. Großmann steht, achtundzwanzig Bücher- und zwölf Zeitschriftenveröffentlichnngen herausgebracht. An der vierzehnten Konferenz des Internationalen Verbandes für Dokumentation in Oxford vom 21. bis 20. September wird eine amtliche deutsche Delegation unter Führung des Generaldirektors der Preußischen Staatsbibliothek, Geheimer Re gierungsrat vr. Krüß teilnehmen. Im Rahmen dieser Konferenz findet eine unter deutscher Führung stehende Tagung der Inter nationalen Normenkommission für Dokumentation statt. In Frankfurt a. M. wurde eine Gesellschaft »Reichs arboretum« gegründet. Sie hat die Aufgabe, die Pflanzen- gemeinschaftcn zu erforschen und soll in der Lage sein, Auskunft über alle Fragen der Gehölzkunde zu geben. Das Neichsarboretum wird eine vollständige Sammlung aller Holzgewächse unseres Klimas schassen. Präsident der Gesellschaft ist Ministerialdirigent Eberts, zu seinem Stellvertreter wurde der Präsident der deutschen Dendro- logischen Gesellschaft von Schroeter berufen. Am Tage der hundertfünfundzwanzigsten Wiederkehr des Ge burtstages Richard Wagners am 22. Mai hatte der Führer und Reichskanzler mit einem Erlaß die Errichtung einer Nichard- Wagner-Forschungsstätte angeordnet. In Ausführung dieses Erlasses entstand nun die Forschungsstätte in Bayreuth. Sie steht unter Leitung des Stadtbibliothokars und Archivars des Hauses Wahnfried vr. Otto Strobel und hat die Aufgabe, das hinterlassene kulturelle Vermächtnis Richard Wagners auszuwerten, sein Leben und Werk zu erforschen und gegebenenfalls der Öffentlichkeit zu gänglich zu machen. Geplant ist auch die Herausgabe einer neuen um fassenden Lebensbeschreibung Richard Wagners. Es sind nachstehende Beauftragungen und Berufungen erfolgt (T. H. ^ Technische Hochschule, U. - Universität): vr. K. Bauer in Berlin an die U. München 'für Anatomie, vr. H. D. Freiherr von Gemmingen- Hornberg in Greifswald zum o. Prof, au der N. Halle für Strafrecht, Straf prozeßrecht und Rechtsphilosophie. Prof. vr. H. Grabner in Leipzig als planmäßiger Prof, für Komposition an die B e r l i n e r Hochschule für Musik. A. Greifen stein in München an die U. Königsberg für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, vr. vr. K. I. H a r t m a n n, Direktor der Universitätsbibliothek in Göttingen zum Hon.-Prof. an der U. Göttingen für Soz-ial- Psychologie, Wissenschaftsgeschichte und Bibliothekskunde. Prof. vr. E. Heider manns in Bonn an die U. Greifswald für Zoologie. vr. I. K i r ch n e r, Direktor der Bibliothek für neuere Sprachen und Musik in Frankfurt a. M. zum n. b. a. o. Professor. Dipl.-Ing. I. Körting in Dessau an die T. H. Karlsruhe für technische Gasverwcndung und Industrie-Ofenbau. Dr.-Ing. E. Kühl in Darmstadt an die T. H. Breslau für Mechanik und Statik der Baukonstruktion, vr. Th. Mayer in Freiburg an die U. Marburg für mittelalt. Geschichte. Prof. I)r. E. Moncorps in München an die U. Münster für Dermatologie. vr. H. Müller in Böhlitz-Ehrenberg an die U. Leipzig für Geflügelzucht. Prof. I)r. V. Pösch e l in Mannheim an die U. Köln für Waren kunde. vr. M. Rolfes in Berlin an die U. Gießen für Landwirt schaftliche Betriebslehre und Agrarpolitik, vr. M. Schönberg in Gießen an die U. Berlin für Land wirtschaftliche Betriebslehre. Prof. vr. H. Schulten in Hamburg an die U. Rostock für innere Medizin. vr. O. Vierling in Berlin an die T. H. Hannover für Hoch frequenztechnik. Prof. vr. U. Wegner in Heidelberg an die T. H. Darm stadt für die Sondergebiete der Mathematik. Prof. vr. Leo Weisgerber in Rostock an die U. Marburg für vergleichende Sprachwissenschaften. Dr.-Ing. O. Zdralek in Dresden an die Bergakademie in Frei- berg für Elektrotechnik. An den österreichischen Hochschulen sind folgende Höchst Ziffern für Studenten aus dem Altreich festgesetzt worden. Universität Wien: 600 (kath. Theologen 20, evang. Theo logen 60, Mediziner 150, Rechts- und Staatswissenschaftler 150, Philosophische Fakultät 2-30); Technische Hochschule Wien: 150; Hoch schule für Welthandel in Wien: 100; Hochschule für Bodenkultur in Wien: 40; Tierärztliche Hochschule in Wien: 50,- Universität Inns bruck: 500 (Mediziner 200, Philosophische Fakultät 200, Staats- wissenschaftler 100): Universität Graz: 300 (kath. Theologen 20, Mediziner 100, Rechts- und Staatswissenschaftler 80, Philosophische Fakultät 100); Technische Hochschule in Graz: 100. Aus Aulaß des VII. Internationalen Entomologenkongresses zeigen die Bayerische Staatsbibliothek und das Völker- kundemuscum in München eine Sonderschau »Das Insekt in der Darstellung«. Die Ausstellung ist zum größten Teil den reichen Beständen der Staatsbibliothek entnommen worden. Sie ist in ihrem zweiten Teil im Völkerkunöemuseum bis 30. September geöffnet. Die Nürnberger Stadtbibliothek gibt in einer bis zum 9. Oktober geöffneten Ausstellung aus ihren eigenen reichen Beständen einen Überblick über die mittelalterliche Buch malerei. Angefangen von der vex baliea des frühen zehnten Jahr hunderts zeigen eine Reihe ähnlich kostbarer und reizvoller Stücke den Stand der Buchkunst in den späteren Zeiträumen bis hin zu den weltlichen Meistern der Renaissance. Zum 12. Internationalen Gartenbaukongreß ist im Großen Saal der Preußischen Staatsbibliothek -in Berlin eine Aus stellung »Fünfhundert Jahre deutscher Garten« er öffnet worden. Die Ausstellung kann bei freiem Eintritt täglich von 11 bis 19 Uhr besucht werden. Fahrt in die Geburtsstadt des Führers und zur Nichtstätte Palms Welche kleine Stadt wäre wohl würdiger, von jedem Deutschen einmal besucht zu werden, als Braunau am Inn mit seiner großen geschichtlichen Vergangenheit. An dieser Stätte wurde dem Deutschen Reich der Führer geboren, hat der Führer die Grenze überschritten, als es ihm gelang, Österreich dem Großdeutschen Reiche zuzuführen. So wurde Braunau, das schon Jahrhunderte zu Deutschland gehörte und erst 1779 durch Habsburgs Machtgelllste abgetrennt wurde, wieder zu einer deutschen Stadt. Hier wurde im Jahre 1806 der Nürnberger Buchhändler Johann Philipp Palm auf Befehl Napoleons von irregeführten beutschen Brü dern erschossen. Mit seinen alten Bauten, Gassen und Kirchen im romanischen Stil birgt Braunau neben den Gedenkstätten Sehens würdigkeiten, die einen Besuch vollauf lohnen. Viele Berufskaweraden des Gaues München-Oberbayern werden cs daher begrüßen, an der am 18. September stattfindenden Gesell schaftsfahrt teilnehmen zu können. Abfahrt erfolgt Sonntag früh 7.10 Uhr ab München-Ostbahnhof (Treffpunkt Ostbahnhof-Haupt eingang, spätestens bis 7 Uhr): Rückkehr gegen 21 Uhr. In Braunau findet von dem sudetendeutschen Kulturreferenten Oberstudienrat vr. Richard Patscheider von 11—12 Uhr ein interessanter Vortrag: »Ein Blick auf die deutsche Grenzland-Kultur arbeit« statt. Nachmittags Besichtigung Braunaus. Anmeldungen sind spätestens bis zum 10. September an den Landeskulturwalter, Landesleiter für Schrifttum, Fachschaft der An gestellten, München, Kanalstraße 30, zu richten. Die Fahrtkosten in Höhe von NM 4.75 (5V°/oige Ermäßigung) sind gleichzeitig auf das Postscheckkonto Dietrich Eckart-Heim e. V., München lM84 zu über weisen. A. Epp. Nr. 201 Dienstag, Len 80. August 1938 675
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