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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.08.1938
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- 1938-08-30
- Erscheinungsdatum
- 30.08.1938
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- Deutsch
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Wettbewerb Jorbilöliches Huchschaffen Zur Woche öes Deutschen Luches^ vom ?o. Oktober bis ä. November 1P3S ^ Erfolg des vorjährigen Wettbewerbes „Vorbildliches Buchfchafsen" und das Interesse, das dieser Wettbewerb und die anschließende Ausstellung allenthalben gefunden haben, ermuntern die Schriftleitung des „Korrespondent", und das Fachamt Druck und Papier in der Deutschen Arbeitsfront, diesen Wettbewerb zu einer ständigen Ein richtung anläßlich der „Woche des Deutschen Buches" zu machen. Bei dem diesjährigen Ausschreiben wurden die Erfahrungen des ersten Wettbewerbes „Vorbildliches Buchfchafsen igZ7" in jeder Weise berücksichtigt. Mit diesem Wett bewerb wollen die Schriftleitung des „Korrespondent" und das Fachamt Druck und Papier wieder wie bisher einen besonderen Beitrag zur Werbung für üas gute unü schone öeutsche Buch leisten. Die Freude am guten Buch ist erst vollkommen, wenn Inhalt und äußere Gestaltung des Buches harmonisch übereinstimmen, wenn der Wert und der geistige Gehalt eines Buches durch Gestaltung und Einband unterstrichen werden. Deshalb rufen wir alle, die am deutschen Buche schaffen, dazu auf, Beispiele vorbildlichen Buchschaffens zu geben. Diese Beispiele sollen insbesondere für das billige Buch geschaffen werden, um zu zeigen, daß auch bei den billigen Buchausgaben durch den vollen Einsatz künst lerischer und handwerklicher Leistung dem Buch ein würdiges Aussehen und Gewand gegeben werden kann. Die besten Beispiele vorbildlichen Buchschaffens werden mit 100 Urkunöen unö 1000 Reichsmark in bar ausgezeichnet. In jeder der zehn Gruppen des Wettbewerbs werden drei Geldpreise, und zwar ein 1. Preis Ü0N RNI 50.»/ L. Preis Ü0N R!N UNÜ Preis Ü0N für die drei besten Arbeiten ausgesetzt. Außerdem erhalten die drei ersten Preisträger und sieben weitere Arbeiten jeder Gruppe eine auf Namen und Buchtitel ausgeschriebene künstlerische Urkunde mit dem Prädikat ,Vorbilöliches Buchschaffen Wir fordern deshalb alle Angehörigen des graphischen Gewerbes, der Buchbinderei und des Verlagsgewerbes, Betriebssichrer und Gefolgschaften auf, sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen. b) Do bildliche' Entwürfe für die Ausstattung von Büchern a) Politisches Schrifttum, k) Kinderbücher, b) Wissenschaftliche Werke, Bildwerke, Oie Bedingungen für öen Wettbewerb: Z Alle Teilnehmer: Einzelpersonen oder Betriebsgemeinschaften, 6 Oer Wettbewerb läuft vom 9. August bis 20. Oktober 1938. Die Einsendungen der Bücher bzw. Entwürfe müssen bis Jahre 1940 in Leipzig gezeigt. Verteilung der Preise, wie in dieser Ausschreibung vorgesehen, vorzunehmen, wenn das Ergebnis sich nicht für die vorgesehene Preisverteilung eignet. hafte Leistungen des deutschen Buchschaffenö aus und leistet damit einen wirksamen Beitrag zur öffentlichen Buchwerbung. Er geht von der Erkenntnis aus, daß die Freude am guten Buch wesentlich durch die Aufmachung und Gestaltung des Buches bestimmt wird. Der Wett bewerb gibt damit auch vielfache Anregungen für die täg liche Berufspraxis und für die künstlerische Entwicklung des Buchschaffens. VII. In jeöes Heim öie Heimbücherei Die öffentliche Buchwerbung will nicht nur die Freude am Lesen, sondern auch am Besitz des guten und schönen Buches wecken. Erst dann, wenn das Buch in jedem Heim einen Ehrenplatz cinnimmt, und das Bedürfnis, Bücher zu lesen und in Eigenbesitz zu haben, in einer Heim bücherei sinnfälligen Ausdruck findet, ist der kulturellen Aufgabe der öffentlichen Buchwerbung Genüge getan. Unsere Aufgabe ist es, diesen Gedanken der Heimbücherei in jeder Hinsicht zu fördern und die Parole „In jedes Heim eine Heimbücherei" durch jahrelange Aufklärungsarbeit zu verwirklichen. Wettbewerb öer öeutschen Jnnenraumgcstalter Der Einrichtung und Pflege der Heimbücherei dient auch e i n W ettbewerb der deutschen Innenraumgestalter, der in Verbindung mit der „Neichskammer der bildenden Künste" durchgeführt wird und der zeigen soll, wie das Buch im Heim eine würdige Stätte finden kann. 2n einer besonderen Ausstellung wird nach Abschluß des ^Wettbewerbes das Ergebnis der Öffentlichkeit gezeigt. Die Beerbung für den Gedanken der Heimbücherei ist eine zentrale Maßnahme der öffent lichen Buchwerbung und thematisch und zeitlich nicht an eine der großen Werbeaktionen gebunden. Mit diesem Gedanken ist eine Parole gegeben, die Tag für Tag und Jahr für Jahr dem deutschen Buch Eingang in alle Volkskreise zu verschaffen bestimmt ist. VIII. presse- unö Runöfunkpropaganöa Preffepropaganöa Wie in den Vorjahren wird die gesamte deutsche Presse über alle in Vorbereitung befindlichen Maßnahmen und über die durchzuführenden Veranstaltungen rechtzeitig unterrichtet. Je nach Bedarf werden auch Artikelserien, Bildmatern des offiziellen Plakates usw. herauögegeben. Auch die Organisationö- und Fachpresse soll sich unmittel bar vor, während und nach der „V^oche des Deutschen Buches" für das Schrifttum ihres Sachgebietes einsetzen und die Werbung nach Kräften unterstützen. Das im einzelnen herausgegebene Pressematerial enthält die wesentlichsten Informationen und dient der eigenen Arbeit der einzelnen Schriftleitungen als Arbeitsunterlage. Die örtliche Pressearbeit ist im besonderen bestimmt, alle TIerbemaßnahmen und Veranstaltungen am Ort propa gandistisch zu unterstützen. Der örtlichen Presse soll daher weitgehend Gelegenheit gegeben werden, an den vorberei tenden Besprechungen zur „Woche des Deutschen Buches" teilzunehmen. Die Auswertung des auf diese Weise er langten Materials soll grundsätzlich den Schriftleitungen selbst überlassen bleiben. Ausführliche Berichterstattungen über alle Veranstaltun gen am Ort sind von allen Schriftleitungen zu erbitten. Runöfunkpropaganöa In eingehenden Besprechungen mit den zuständigen Stel len werden die Möglichkeiten für die Programmgestaltung und den Einsatz des Rundfunks für die „Woche des Deutschen Buches 1938" erörtert. Die Neichspropagandaämter unterrichten die einzelnen Neichösender über alle zentralen und gauweisen Maß nahmen und Veranstaltungen zur „Woche des Deutschen Buches". Anzuregen ist vor allem, daß während dieser Zeit am Ort lebende Dichter im Rundfunk zu Worte kommen und daß Reportagen über die einzelnen Kundgebungen und Ausstellungen gesendet werden. Im Jugendfunk, im Schulfunk usw. kann in geeigneter Weise besonders wirksam auf die „Woche des Deutschen Buches" und auf das Buch selbst hingewiesen werden. IX. Die Mtliche Lverbegemeinschafr Träger der Veranstaltungen an den einzelnen Orten sind die „Örtlichen Werbegemeinschaften", die durch die zu ständigen Neichspropagandaämter ihre Arbeitörichtlinien erhalten. In ihnen sind die Dienststellen der Bewegung, des Staates, der Gemeinde und der Wirtschaft vertreten. Sie haben die Aufgabe, alle örtlichen Werbemaßnahmen und Veranstaltungen vorzubereiten und durchzuführen und für ein möglichst vielgestaltiges 2Derbeprogramm am Ort Sorge zu tragen. Die zentrale und örtliche Werbearbeit bildet trotz ihrer .Mannigfaltigkeit ein geschlossenes Ganzes und verpflich tet die an der Vorbereitung und Durchführung der „Woche des Deutschen Buches" Beteiligten, während dieser Zeit dem deutschen Buch alle Propagandawege zu erschließen. Auch in diesem Jahr wird es wieder entscheidend darauf ankommen, das deutsche Volk in allen seinen Schichten an das Schrifttum heranzuführen und ihm zum Bewußt sein zu bringen, was es in den Werken seiner Dichter und Schriftsteller besitzt. Nur wenn jedem einzelnen klar wird, daß das Buch be stimmt ist, ihn auf Schritt und Tritt zu begleiten, daß eS an den Arbeitstisch, an die Werkbank, in die Studier stube, in das Heim gehört, daß es den Werktag und den Feierabend mitgestaltet, nimmt eS im Leben des einzelnen die ihm gebührende Stellung ein. So bereitet diese Pro paganda den Weg zum deutschen Buch als dem „Kraftquell der Nation". Berlin, den 26. August 1936 Der Leiter der Reichsfchrifttumsstelle beim Reichsministerium für Dolksaufklärung und Propaganda Ministerialrat, Hauptamtsleiter RL.
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