Em großer deutscher Familienroman voll Laune und Humor Am iZ.Sepkember erscheint Vater Äumöalil 697 Seiten In Leinen M 8.50 Hans Brandenburgs neuer großer Roman umfaßt etwa ein halbes Jahrhundert: die Zeit zwischen 1875 und 1925, die Zeit von der Reichsgründung bis in die Vachkriegsjahre und an die Schwelle der Gegen wart — kurz, die Zeit unserer eigenen Väter und Großväter. Sie wird hier zum ersten Male in dem Verlauf einer Geschlechkerreihe dichterisch dargestellt, und gerade weil dies rein dichterisch und nicht historisch geschieht, steigt desto lebendiger auch ein Stück deutscher Geschichte und Geisteggeschichte vor uns aus. Der Schauplatz ist eine westliche Industriestadt, also eine Umwelt, die für das zweite Reich ganz besonders charakteristisch ist, und der Held, ein Original durch und durch, mit dem zuletzt die ganze Epoche zu Grabe geht, darf als Sinn bild und Vertreter unserer Vätergeneration gelten. Das Buch ist wie ein moderner und deutscher Dickens, ein Werk des Humors, der breiten behaglichen Erzählungskunst mit einer Fülle von Gestalten, die wir alle selbst gekannt zu haben glauben, ein Familienroman in jedem Sinne, eine unerschöpfliche Chronik des deutschen Hauses und des deutschen Bürgertums mit seinen Kindheitsparadiesen, Freuden und Leiden, Voten und Kämpfen. Und selbst mit der Zeit des Verfalls wird es kein Roman vom Verfall einer Familie, sondern nur erst recht eine große Dichtung des aussteigenden Lebens, des unverwüstlichen Glaubens an die Zukunst. T vcuizcnk VkkI.äOL-äNL7ä17 57 U770äk7 Nr. 201 Dienstag, den SO. August 1988 4213