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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.12.1932
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- 1932-12-03
- Erscheinungsdatum
- 03.12.1932
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x° 282, 3. Dezember 1932. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. b. Dtschu Buchhandel. staatlicher Subvention nicht allzu viele Bücher gekauft und nur wenige Volkshochschulheime unterhalten werden. Diese Gelder dienten aber der Förderung des kleinstädtischen und ländlichen Büchereiwesens in den preußischen Provinzen, sie stützten die »Staatlichen Beratungs stellen für das volkstümliche Büchcreiwesen«, die durch das jetzt ab- gcbaute Dezernat des Kultusministeriums zusammengefaßt wurden. Moering weist darauf hin, das; England und die skandinavischen Länder seit Jahrzehnten schon Büchereigesctzc haben. »Die Tschecho slowakei hat unmittelbar nach ihrer Gründung ein Büchereigesetz verabschiedet, das jeder Gemeinde ein nach Größe abgestuftes Mindest maß von Mitteln für Bibliotheken vorschreibt: nach ihm muß schon eine Gemeinde von 10 000 Einwohnern einen hauptamtlichen Biblio thekar anstellen, auch die sprachliche Minderheit ist bibliothekarisch zu versorgen.« Dagegen hat man in Deutschland bisher ein solches Büchereigesetz noch nicht geschaffen. Und was wird künftig von der freien Liebestätigkeit der Gemeinden noch zu hoffen sein, wenn selbst die staatliche Beeinflussung im bisherigen Umfange fehlen wird? Der Kulturbeirat der Schlesischen Funkstunde hat vor einem Jahr die Neichsregierung ersucht, die Überschüsse des Rundfunks kul turellen Zwecken nutzbar zu machen. Moering erinnert und bemerkt, daß der Antrag damals ohne Echo blieb. »Da er von der Büro kratie, auf deren Widerstand mir gefaßt waren, so sorgsam ver graben ist, muß er einwandfrei sein. Wer also nimmt ihn aus? Wer setzt ihn durch? Wer wehrt sich gegen den jetzt in Preußen erfolgten Abbau? Wer macht ihn rückgängig?« Man muß Moerings Ausführungen zustimmcn und hoffen, daß auf irgendeine Weise Mittel für diese wichtige Kulturarbeit beschafft werden, wenn sich die Nachricht jener Etatkürzung bewahrheiten sollte. FakfimilierteHandschriftenaritikerKlassiker.*) Von Heinrich Schreiber. III (I und II s. Nr. 270 u. 276). Ehe nun die Reproduktionen selbst aufgezählt werden, sind noch eine Reihe bibliographischer Zusammenstellungen zu nennen, deren freilich keine die klassischen Handschriften allein oder auch nur gesondert verzeichnet; keine reicht auch bis in die neueste Zeit, keine gilt für die Bestände einer großen deutschen Bibliothek; aber das reiche darin gesammelte Material darf nicht unbeachtet bleiben. *Gabriel Meier: Die Fortschritte der Paläographie mit Hilfe der Photographie. Ein bibliographischer Versuch. In: Zentralblatt für Bibliothekswesen 17 (1900), S. 1 ff., 113 ff., 191 ff., 255 ff. 397 Nrn., nicht nur Vollreproduktionen; mit verbindendem Text. Vgl. denselben in Oompte rendu cku 4e Oongröa seient. intern, de eattioliquea, tenu a Rribourg 1897. *Honri Omont: lüsteg des reeueils de Rae-8imile3 et de repro- duotions de manu8erit3 eon8erv68 L la Ribliotdöque Nationale. In: Revue de8 RibIiotköque8, 13 (1903), 8. 111—178. (^ued 86parat, ?ari3 1903, 68 8.) — 373 Nummern. *LmiIe Odatelaiu: Oatalo^ue de8 reproduetiou8 de manu8erit8, qui 86 tronvent ä In Ribliotkeque de 1'0uiver8it6 de Raria Sor bonne). In: Revue de8 Rib1iotkequ68, 19 (1909), 8. 385—431. (^uek 86parat, ?ari8 1910, 47 8.) — 462 Nrn. Henri Omont: In8te3 de8 reou6il8 de kae-8imiI68 et de repro- duetion8 de M3nu8erit8 eon8erv68 L la Ribliotköque Natio nale. In: Lulletin de 1a 8oeiete kran?ai8e de reproduetion de manu8erit8 L peinture8. ^nnee 1 (1911). 8. 55—83. 116—167. — 700 Nrn. (298—646 Vollreproduktionen.) An der Spitze des Verzeichnisses der einzelnen Nachbildungen müssen diejenigen Sammlungen stehen, die vorzugsweise oder in beträchtlichem Maß Vollreproduktionen klassischer Handschriften enthalten. Zeitlich die erste Stelle nimmt eine von Leon Cl6dat, Professor in Lyon, seit 1888 herausgegebene aber bald ins Stocken geratene Sammlung ein, deren Titel schwankt: Oolleetiou de reproduetiou3 de manu3erit3, publiöe par R. Olsdat. ?ari8: Reroux 1888—91. (^ueb: Reproduetiou8 pdotolitbo- Arapkiqu68 iutä^raleZ de mauu8erit8 1atiu8, proveu^aux et kr«n?ai3 par le8 prooed68 de8 Ml. Immiöre, und: Oolleetiou publläe par Olsdat.) *) Um vielfach geäußerten Wünschen nachzukommen, sind wir gern bereit, von diesem Artikel einschließlich der noch folgenden Bibliographie Sonderdrucke herzustellen. Der Preis wird je nach Beteiligung 30 bis 50 Pf. betragen. Bestellungen bitten wir an die Expedition des Börsenblattes zu richten. Nachricht über das Zu standekommen des Sonderdrucks erfolgt an dieser Stelle bei Er scheinen der letzten Fortsetzung. D. Schrift!. 864 In der von F. Allögre herausgegebenen Reihe äuteura ßi-eeg erschien der Pariser ^ri8totele8 xr. 1841, in der Reihe Olaaaiquea 1atin8 als Band 1 der Pariser Oatull, lat. 14137, außerdem (die Sammlung eröffnend) eine Handschrift des Neuen Testaments. — Dann folgt seit 1897 das wichtigste Unternehmen des ganzen Gebietes: *Oodiee3 §raeei et latiui pdoto^rapdiee depicti, duee Ouilelmo 8ijtkokk 1897 tt. ^ ) 2 Bis 1923 19 Bände und 10 Supplementbände. In Ausstattung und Sorgfalt der wissenschaftlichen Bearbeitung schlossen sich engstens an: *Oodiees o Vatieaui3 aelecti, pkotot^piee (8päter: quam 8imillime) 6Xpr688.i ju88u Reoui8 ??. XIII s?ii X., Reuedieti XV., ?ii RR. XI.), eouailio et Opera (pro-)curatorum R^bliotdeeae Vati- eauae (Rr. Rkrlo ete.). Romae su. a.): 1899 kk. Neben dieser, später »8erie3 maior« genannten Reihe (bis jetzt 21 Bände, davon etwa die Hälfte altphilologisch), erschienen 2 Bände in Großformat und 2 in der »8erie3 miuor« (ohne Einschlägiges). Diese beiden großen Reihen brachten die Reproduktionen in Original größe. Die dadurch bedingten hohen Preise suchte eine von den Pariser Beständen ausgehende Sammlung zu vermeiden, indem bei Handschriften, die es vertrugen, eine Verkleinerung durchge führt wurde, wie sie in der Kritik (auch bei Krumbacher) vorher und nachher oftmals (z. B. Zentralblatt für Bibliothekswesen 21, S. 282; Mitteil. d. österr. Ver. f. Bibl. 10, 160) befürwortet wurde; diese Äußerlichkeit hat der Pariser Sammlung auch den (nicht voll zutreffenden) Titel »Reproduetiou8 reduite8« eingetragen: Reproductiou8 de mauu8erit8 et miuiature8 de 1a Ribliotkeque Omont. Rari8: Rertkaud (Rd. 1: I^eroux) 1901 kk. ^uek: reduit.) Bis 1911 32 Bände, die jedoch nicht durch gemeinsamen Titel zusammengefaßt sind (oben die von Omont im Bulletin an gegebene Form); die Zählung unsicher. Nicht nur Voll reproduktionen (viele Miniaturenhandschriften). Preise zwischen 3 und 25 Rr. (Lichtdruck!) Die vollständige Samm lung in deutschen Bibliotheken kaum vorhanden. Die Vorteile der Verkleinerung, die sich u. a. eine vom Britischen Museum herausgegebene zweibändige Sammlung Reproductiona krom illuminated manu8cript8 (Vorr. G. F. Warner) zu eigen ge macht hatte, verhalfen auch einer von I. Van den Gheyn, dem Brüsseler Handschriftenvcrwalter, herausgegebenen Sammlung von Vollreproduktionen zu raschem Gedeihen. Die Oodiiee8 Relgiei 8e1eeti. Bruxelles dli8ek L l'krou (dann: Vromant, van Oe8t) ea. 1905—1912 enthalten fast nur mittelalterliche Handschriften; die einzige mit antikem Text, der Brüsseler Cicero, ist nicht sicher als erschienen zu ermitteln gewesen. Zählung und Gesamttitel sind unsicher. Endlich sind noch einige Sammlungen von Proben aus klassi schen Handschriften zu erwähnen, die über den Rahmen des hier Beabsichtigten freilich etwas hinausgehen, die aber zur Abrundung wichtige Fingerzeige geben können. Das klassische Land der Paläo graphie ist fast allein an diesen Werken beteiligt. ^Raleograpkie de8 e1s88ique8 Iatin3, d'apröa lea plus beaux mauu- Rigeae. Raris: Ranekoueke 1839. (XVI, 107 8., 12 lak.) 4" Chromolithographien. *?Lleo§rapkie de3 e1a88iques latius, eolleetiou de kae-8imi1^8 de8 priueipaux manuserits de Rlauts . . . publiee par Lmile Odatelaiu. ?. 1. 2. kari8: Haedette 1884—1900. (VI, 34, 32 8., 210 lak.) Rol. Heliogravüren. Henri Omont: l'röa aueieu8 mauu8erit8 §ree8 bibliqu68 et ela88iqu68 de 1a Ribl. Rationale, prs86nte8 a 8a Mj. Rieolas II. Oetobre 1896. Raris 1896. (20 l'ak.) Rol. Lichtdruck. Rae8imili di autiedi manoseritti per u8o dello seuvle di kilolo^ia neolatina, raeeolki da Rrue8to dionaei. Roma 1881—92. (VIII 8., 102 T'ak.) Rol. Neuausgabe, verkleinert, 1900. Hier kann noch eine in Proben reproduzierte Mischhandschrift ange schlossen werden, die zwischen Liesen Sammlungen und den Einzel nachbildungen eine Mittelstellung einnimmt: Der aus Bobbio stam mende Wiener Palimpsest Cod. 16 mit Lucan (unter Augustin u. a.),
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